Historisches Paranormales/Fantasy Rezensionen

Lara Wegner — Mica

  • 29. August 2026

„Mica“  von Lara Wegner war für mich das wirklich heiß ersehnte Spin Off zu den „Söhnen der Luna“.
Nachdem mich der Goldene schon durch die drei vorherigen Werwolfbände begleitet und dabei gehörig neugierig gemacht hatte, musste seine eigene Geschichte natürlich bei mir einziehen.
Und was soll ich sagen? Mica war ein absoluter Knüller – arrogant, sarkastisch, unnahbar und dabei verdammt anziehend. Yummi!

🖤

Mica
Lara Wegner

Originaltitel:
Verlag: ‎ Sieben Verlag
ISBN: 978-3864434402
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Erscheinungsdatum: 1. August 2014
Genre: Paranormale Historical-Romance

Teil einer Serie: Die Söhne der Luna
1) Im Bann des Wolfes (Florine und Cassian de Garou) — Soweit ich weiß, gibt es das Buch nur noch als Print-Version, sowie als Hörbuch.
2) Die Braut des Wolfes (Aurora Braglia und Ruben de Garou) — Wenn ich richtig informiert bin, gibt es „Die Braut des Wolfes“ nur noch als Print-Version.
3) Der Fürst der Wölfe (Berenike und Juvenal de Garou) — Diesen dritten Teil habe ich tatsächlich nur noch gebraucht im Onlinebuchhandel gefunden.
4) Spin Off: Mica (Eden und Mica „Der Goldene“) — Das Buch ist gebraucht sehr schwer zu haben. Jedenfalls nach meinen Recherchen, aber ich bin nicht unfehlbar. 😉

Klappentext

Eine Liebe, die vergessen ist. Ein Versprechen, das auf ewig gilt. Eine Blume, die den Tod bringt. Einzig die Liebe, so heißt es, kann das Böse überwinden. Daran wird Eden erinnert, als eine tödliche Gefahr im Volk der Vampire und Lamia um sich greift. Sie ist gezwungen, ausgerechnet zu jenem Vampir Kontakt aufzunehmen, der sie einst verschmähte und ihre Liebe verriet. Mica – der Goldene des alten Volkes. Doch kaum steht sie ihm gegenüber, empfängt er sie mit Spott und Hohn. Wie also soll sie seine Liebe erringen und ihm damit die einzige Waffe in die Hand geben, die dem Bösen standhält? Und will sie das überhaupt? Oder wäre es nicht klüger, ihm den Rücken zu kehren und ihn seinen Feinden und dem sicheren Untergang zu überlassen?

Quelle Klappentext und Cover: Sieben Verlag

Rezensionsdose mit Cover von Mica von Lara Wegner Sieben Verlag 2014

Kas Bewertung

Lara Wegner — Mica

Mica, der Goldene. Herr über die Vampire und eine Figur, die mich bereits durch die drei Bände der „Söhne der Luna“ begleitet hat. Kühl, mächtig, undurchschaubar und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus ausgestattet, war er für mich immer einer der interessantesten Charaktere der Reihe. Umso schöner, dass Lara Wegner ihm mit „Mica“ seine eigene Geschichte geschenkt hat.

Eden und Mica verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die Jahrtausende zurückliegt. Einst liebten sie einander und waren durch ein Blutversprechen verbunden, doch ihre Wege trennten sich im Streit. Eden zog sich zurück, während Mica zu jenem mächtigen Vampir wurde, den wir bereits aus den Geschichten der de Garous kennen.

Im Jahr 1762 droht Vampiren und Lamia eine tödliche Gefahr. Junge Vampire verschwinden, eine geheimnisvolle Blüte bringt den Tod und ein unbekannter Gegner scheint selbst für die Mächtigen des alten Volkes eine ernst zu nehmende Bedrohung zu sein. Ausgerechnet in dieser Situation steht Eden plötzlich wieder vor Mica.

Als wäre das allein nicht kompliziert genug, hat auch Mica seine eigenen Probleme. Sein Bestreben, den Frieden mit den Werwölfen zu erhalten, hat ihm unter den Vampiren nicht nur Freunde eingebracht. Der Vampirrat stellt Mica derweil vor eine Forderung, die ihm ganz und gar nicht behagt: Er soll für reinblütigen Nachwuchs sorgen. Mit Rebecca steht sogar schon eine Kandidatin bereit, die aus dieser Verbindung ihren ganz eigenen Nutzen ziehen möchte.

Das Wiedersehen zwischen Mica und Eden fällt entsprechend wenig herzlich aus. Alte Verletzungen, Stolz und Gefühle, die offenbar selbst Jahrtausende nicht vollständig auslöschen konnten, stehen zwischen ihnen. Gleichzeitig bleibt kaum Zeit, die gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten. Denn hinter der Bedrohung steckt ein Gegner, dessen gefährliche Blüten selbst für das alte Volk tödliche Folgen haben – und ausgerechnet die Liebe könnte die einzige Macht sein, die ihm etwas entgegenzusetzen vermag.

Nach drei Büchern über die Werwölfe de Garou war ich unheimlich gespannt darauf, endlich hinter die Fassade des Goldenen blicken zu dürfen. Mica war für mich schon zuvor weit mehr als eine interessante Nebenfigur. Er war sehr – wie soll ich sagen – anziehend. Ja, dieser arrogante, sarkastische und oftmals herrlich unnahbare Vampir hatte etwas an sich, das neugierig machte.

In seiner eigenen Geschichte bekommt Mica nun wesentlich mehr Tiefe. Hinter der kühlen Überlegenheit kommen Verletzlichkeit, Zweifel, Angst und vor allem Gefühle zum Vorschein, die er ausgesprochen sorgfältig unter Verschluss gehalten hat.

Eden bildet mit ihrer sanfteren Art einen wunderbaren Gegenpol zu ihm, ohne deshalb neben Mica zu verblassen. Sie kann durchaus ihre Krallen ausfahren, und gerade das macht die Dynamik zwischen den beiden so reizvoll. Bei all dem alten Schmerz ist das Knistern kaum zu übersehen.

Lara Wegner gelingt es auch in „Mica“, jene besondere Atmosphäre entstehen zu lassen, die mich bereits an den „Söhnen der Luna 1 bis 3“ begeistert hat. Mythologie, Vampire, Lamia, gefährliche Wesen, Romantik und Sinnlichkeit verbinden sich erneut zu einer Welt, in der man gerne ein wenig länger verweilt.

Kurz gefasst: Ich hatte mir gewünscht, mehr über Mica, den Goldenen, zu erfahren – und mit diesem Spin-off bekam ausgerechnet eine meiner liebsten Figuren aus der Welt der „Söhne der Luna“ ihre eigene Geschichte. Eine Geschichte über eine Liebe, die Jahrtausende überdauert, über alte Verletzungen, Stolz und eine zweite Chance.

Lara Wegner — Mica

P.S. Mica hat euch jetzt ebenfalls ein wenig Appetit auf Vampire gemacht? Dann hätte ich noch etwas Lesefutter für euch: In „Vampire – Blutsauger, Nachtschwärmer, Erotik & Legenden“ geht es um die faszinierenden Blutsauger zwischen Mythos, Literatur und jeder Menge düsterer Anziehungskraft. Viel Spaß beim Reinbeißen. ^^

 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner