Historisches Rezensionen

Christi Caldwell — Die Begierde des Herzogs

  • 17. September 2018

Die Begierde des Herzogs
Christi Caldwell

Originaltitel: The Heart of a Scoundrele
Verlag: Montlake Romance
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07CWTVMDC
Erscheinungsdatum: 28. August 2018
Genre: Historical

Teil einer Serie: Heart of a Duke
1. In Need of a Duke / —
2. For Love of the Duke / Das Herz eines Herzogs
3. More Than a Duke / Mehr als ein Herzog
4. The Love of a Rogue / Nur kein Herzog
5. Loved by a Duke / Die Liebe des Herzogs
6. To Love a Lord/ Die Versuchung des Herzogs
7. The Heart of a Scoundrele / Die Begierde des Herzogs
8. To Wed His Christmas Lady
9. To Trust a Rogue/ 10. The Lure of a Rake / 11. To Woo a Widow
12. To Redeem a Rake / 13. One Winter with a Baron

Klappentext

Edmund Deering, Marquis of Rutland, kennt nur ein Verlangen: Das Leben der Frau zu ruinieren, die ihm sein Herz gebrochen hat. Doch dann kreuzt die junge Miss Phoebe Barrett seinen Weg, und nichts ist mehr, wie es war.
Phoebe ist durch ihren skandalträchtigen Vater häufig selbst Ziel des Klatsches der guten Gesellschaft. Als sie zufällig dem finsteren Marquis begegnet, ist sie sogleich von ihm fasziniert und erkennt, dass er wie sie selbst das Opfer vorschneller Verurteilung geworden ist. Je mehr Zeit sie mit dem attraktiven Nobelmann verbringt, desto gefährlicher wird er für ihre Seelenruhe und ihr Herz.
Ehe Edmund sichs versieht, macht die bezaubernde Phoebe mit all seinen sorgsam geschmiedeten Plänen kurzen Prozess. Aber dann wirft seine düstere Vergangenheit Schatten auf ihr gemeinsames Schicksal. Kann Edmund sie und damit auch seine einzige Chance auf Liebe und Glück retten?

Quelle: Montlake Romance

Kas Bewertung

Edmund Deering, Marquis of Rutland hat nur eines im Sinn: Rache! Um die zu bekommen, hegt er den Plan sich an die Nichte von Lady Margaret heran zu pirschen, die ihm einst das Herz gebrochen hat. Doch so ganz geht die Rechnung Edmunds nicht auf, denn unverhofft läuft ihm Miss Phoebe Barrett, die beste Freundin der Frau, die er für seine Rache auserkoren hat. Und Phoebe ist anders, denn sie sieht mehr in ihm als er der Gesellschaft zeigt – trotz Warnung ihrer Freundinnen.

Phoebe Barrett ist mit einem Vater gestraft, der nicht nur sein Geld verspielt, er hintergeht auch seine Frau. Darum weiß Phoebe was es heißt, in Gesellschaften des Ton mit schiefen Blicken angesehen, bzw. geschnitten zu werden. Das ist auch der Grund, warum sie nichts darauf gibt, dass der Marquis of Rutland beim Ton nicht angesehen ist. Vielmehr fürchtet man ihn und seine scharfe Zunge. Nicht umsonst, wie man in „Die Begierde des Herzogs“ lesen kann.

In „Die Begierde des Herzogs“ einzutauchen, hat mir wieder kurzweiligen Lesespaß bereitet. Phoebe ist ein sehr herzlicher Charakter. Sie ist ein herzensguter Mensch, der keinen Wert auf den äußeren Schein legt, sondern einen Blick tiefer in einen Menschen wagt. Dem gegenüber steht Edmund Deering, der ein gebranntes Kind ist und von Kindesbeinen an gelehrt bekommen hat, niemanden zu vertrauen und nur das Schlechteste von seinem Umfeld anzunehmen. Denn in der Vergangenheit wurde ihm eindeutig gezeigt, was passieren kann, wenn man vertraut.

Und genau hier komme ich zu des Pudels Kern: An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass Christi Caldwell etwas mehr Augenmerkt darauf gerichtet hätte, was denn genau vor all den Jahren geschah. Natürlich wird kurz beschrieben, wie es Edmund als Kind erging, doch hier wäre ein „Mehr“ sehr gut gewesen, ebenso was das Verhältnis von ihm und seine ehemalige große Liebe Margaret betrifft, denn das ist schließlich die Triebfeder hinter allem, was Edmung Deering in all den Jahren getan hat. Dies hätte dem Historical mehr Tiefe verliehen. Abgesehen davon gebe ich „Die Begierde des Herzogs“ knappe 4 Punkte und freue mich auf weiteren Nachschub in Sachen „Heart-of-a-Duke“-Reihe!

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Kurz gefasst: „Die Begierde des Herzogs“ wartet mit einer sympathischen Heldin und einem Helden auf, der erst lernen muss, dass es einen Menschen gibt, der ihn tatsächlich liebt und so etwas wie Vertrauen existiert.