
Montag, 18.08.2025
Geneigte Lesende!
Tag 2 auf der Insel Langøya, Lofoten – und das Wetter? Eine echte Diva. Kaum aus dem saubequemen, kuscheligen Bett gekrochen, peitschte uns Wind und Regen um die Ohren. Aber hey, wir sind ja nicht aus Zucker! Also rein in die Jacken und los: Ziel war die Skulptur „Mannen fra havet“ – der Mann aus dem Meer.

Mannen fra havet — stiller Wächter über Wind, Wellen und Zeit. Und mein Liebster. 
4,3 Meter hoch, aus Gusseisen und mit einem Obelisken aus Bergkristall in der Hand steht er da, fest verankert im Wind, und schaut stoisch über den Atlantik. In seinem Rücken eine goldene Frauenfigur – ein faszinierendes Detail, das fast übersehen wird, wenn man nicht genau hinschaut. Geschaffen wurde er 1994 vom norwegischen Künstler Killi Olsen, und seither trotzt er hier in Bø den Elementen. Bø selbst ist ein kleiner, wunderschön gelegener Ort – abseits, ruhig, ganz viel Meer. Hier leben die Menschen vom Fischfang, der Verarbeitung und Veredelung, und natürlich gibt’s auch Schafe – und uns. ^^

Windig. Windiger. Am Windigsten. Hui, war das frisch *lacht*

Der Wind heute? Ein Kapitel für sich. Es hätte uns fast weggeweht, als wir am Strand entlangliefen. Ich trug eine Wollmütze unter der Kapuze meines Sweatshirts – und trotzdem pfiff es so ordentlich, dass ich am Ende noch meine Brille als Windschutz aufsetzen musste. LOL Doch dann – typisch Norwegen – riss der Himmel plötzlich auf. Die Sonne brach durch, und das Lichtspiel zwischen den dunklen Wolken und dem Meer war einfach magisch. Wie ich bereits das letzte Mal schrieb: Diese Hawaii-Vibes da oben im Norden? Keine Einbildung. NEVER!
Morgen geht unsere Reise weiter Richtung Nordkap. Und ehrlich? Der Abschied von den Lofoten wird uns schwerfallen. Zwei Tage nur – und doch fühlt es sich an, als hätten sie sich tief ins Herz gebrannt. Diese Mischung aus rauer Wildheit, Licht, Wind und Meer hat etwas Magisches. Ein Ort, der bleibt, auch wenn man längst weitergereist ist.
Zum heutigen Abschluss lasse ich noch ein paar Bilder unkommentiert für sich sprechen – die Natur braucht oftmals einfach keine Worte.


Unsere letzte Nacht auf den Lofoten. *schnieft* Ich vermisse es immer noch …

Wer den Beitrag über unserem Trip von Mo i Rana aus auf die Lofoten noch nicht kennt – hier entlang, um alles von Anfang an mitzuerleben. *KLICK – NORWEGEN*
Bis bald,
Ka
