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Roadtrip Tag 17 und 18 – Von Margretetorp in Schweden über Dänemark und Vielank nach Hause

  • 31. August 2026

Roadtrip Tag 17 und 18 – Von Margretetorp in Schweden über Dänemark und Vielank nach Hause

Dienstag, 26.08.2025 und Mittwoch, 27.08.2025

Geneigte Lesende!

Wenn Engel reisen, dann scheint in Margretetorp die Sonne. *grinst* Nach Regen, Wolken und den teilweise ziemlich nordischen Wetterkapriolen der vergangenen zweieinhalb Wochen verabschiedete uns Schweden tatsächlich mit sattem Sonnenschein. Das war dermaßen toll!

Von Margretetorp Richtung Rødby
Von Margretetorp Richtung Rødby – und Schweden verabschiedet uns mit strahlendem Sonnenschein.

 

Von Margretetorp ging es weiter Richtung Süden und damit endgültig Richtung Heimat. Wobei „Richtung Heimat“ bei uns natürlich noch lange nicht bedeutet, dass man einfach schnurstracks nach Hause fährt. Wo kämen wir denn da hin? Schließlich lagen noch Dänemark, eine Fähre und ein bisschen deutsche Ostseeküste zwischen uns und Niederbayern.

Brücke über den Öresund

Über den Öresund – bei diesem Wetter macht selbst Brückenfahren Spaß.

 

Zunächst mussten wir aber erst einmal über den Öresund. Die Öresundverbindung verbindet Schweden mit Dänemark und ist insgesamt knapp 16 Kilometer lang. Sie besteht aus der rund 7,8 Kilometer langen Öresundbrücke, der künstlichen Insel Peberholm und dem Drogdentunnel. Irgendwann mitten auf dieser Verbindung verlässt man also Schweden und befindet sich plötzlich in Dänemark. Und damit waren wir endgültig auf der letzten großen Etappe unseres Roadtrips angekommen.

Mitten auf der Brücke: Ländergrenze Dänemark
Wie das Umblättern zu einem neuen Kapitel verlässt man mitten auf der Brücke Schweden.

 

Von dort aus führte uns der Weg quer durch Dänemark weiter nach Rødby auf der Insel Lolland. Viel von Rødby selbst bekamen wir allerdings nicht zu sehen, denn für uns war der Ort in erster Linie eines: das Tor zurück nach Deutschland. Vom Fährhafen Rødbyhavn setzten wir mit der Fähre über die Ostsee nach Puttgarden auf Fehmarn über. Schweden lag hinter uns, Dänemark ebenfalls und Deutschland hatte uns wieder.

Fährfahrt
Zurück auf der Ostsee – mit der Fähre von Rødbyhavn Richtung Fehmarn.

Roadtrip Tag 17 und 18 – Von Margretetorp in Schweden über Dänemark und Vielank nach Hause

Noch einmal Ostseeluft und endlich ein Bier
Was allerdings noch lange nicht bedeutete, dass wir jetzt brav nach Hause fuhren. *hust* Wenn man schon einmal an der Ostsee ist, kann man schließlich auch noch ein bisschen Ostseeluft schnuppern. Also machten wir einen Abstecher zum Timmendorfer Strand bei Lübeck.

Timmendorfer Strand
Ostseeluft schnuppern: Zwischenstopp am Timmendorfer Strand.

 

Allzu lange hielten wir uns allerdings nicht auf, denn ein letztes Etappenziel wartete noch auf uns: Vielank in Mecklenburg-Vorpommern. Ein kleiner Ort, den man vermutlich nicht zwingend auf dem Schirm hat, wenn man eine Reise ans Nordkap plant. Wir schon, denn Vielank hat eine Brauerei. *höhöhö* Und dort gab es dann tatsächlich etwas, das auf diesem Roadtrip beinahe schon historischen Charakter hatte: das erste Bier seit 18 Tagen.

 

Roadtrip Tag 17 und 18 – Von Margretetorp in Schweden über Dänemark und Vielank nach Hause

Die letzten Kilometer Richtung Heimat
Am nächsten Morgen gab es dann keine Sehenswürdigkeit mehr, keinen Aussichtspunkt, keinen Wasserfall, keine Stabkirche und auch kein Rentier am Straßenrand, das uns noch einmal freundlich daran erinnerte, wem die Straße eigentlich gehört. Es ging einfach nur noch nach Hause. Von Vielank aus, lagen noch einmal knapp sieben Stunden Fahrt vor uns.

Vintage Lieferwagen des Vielanker Brauhauses
Rustikal, gemütlich und mit eigener Brauerei. Vielank wusste eindeutig, wie man uns empfängt.
In einem der Nebengebäude der Brauerei haben wir übernachtet.

Doch selbst auf der letzten Fahrt bot uns dieser Roadtrip noch eine kleine Vorstellung. Auf einer Raststätte bei Leipzig gerieten wir zwar nicht selbst in eine Kontrolle, konnten aber eine Drogenkontrolle des Zolls beobachten. Mit dabei war auch eine vierbeinige Spürnase in Form eines Schäferhundes, während die kontrollierten Leute ihr Auto komplett ausräumen mussten. Auch eine Art Reiseunterhaltung.

Und dann waren wir plötzlich wieder da. Nach 18 Tagen, nach 9.594 Kilometern, nach Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark, nach Fjorden und Fähren, Tunneln und Serpentinen, Regen und Sonne, nach heftigen Stürmen, Rentieren und Elchen, Bergen und Meer, Lofoten, Senja und Nordkap – wieder in unserem beschaulichen, kleinen niederbayerischen Dorf.

9.594 Kilometer in 18 Tagen entsprechen übrigens durchschnittlich 533 Kilometern pro Tag. Und wenn ich diese Zahl heute so vor mir sehe, frage ich mich schon ein bisschen, ob wir eigentlich völlig bekloppt sind. Vermutlich. Aber ich würde es wieder tun. Am besten gleich nächstes Jahr! *herzchen in den augen hat*

Roadtrip Tag 17 und 18 – Von Margretetorp in Schweden über Dänemark und Vielank nach Hause
Und was bleibt von 9.594 Kilometern?
Als wir losgefahren sind, war das Nordkap das große Ziel. Dieser Punkt ganz oben auf der Karte. Einmal dort stehen und sagen können: Wir sind mit dem Auto von Niederbayern bis ans Nordkap gefahren. Ohja, es war es etwas sehr Besonderes, dort anzukommen.

Aber wenn ich heute an diesen Roadtrip zurückdenke, ist es erstaunlicherweise gar nicht zuerst das Nordkap, das mir einfällt. Es sind die vielen Dinge dazwischen: der Trollstigen oder Preikestolen, die Atlantikstraße, der Moment am Polarkreis. Die Lofoten, bei denen hinter beinahe jeder Kurve die nächste Landschaft auftauchte, die eigentlich viel zu schön war, um real zu sein. Traumhaft. Senja und seine Teufelszähne. So wunderschön. Wasserfälle, sattes Grün, Fjorde und Straßen, auf denen kilometerweit niemand vor oder hinter uns fuhr.

Es sind die Rentiere, die plötzlich auf der Straße standen, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt. Schafe, viele Schafe, Elche, die sich leider sehr viel rarer machten, als ich dachte.  Ja, das Nordkap war das Ziel, aber die 9.594 Kilometer dazwischen waren die Reise. Der Weg. Das ist womöglich die größte Erkenntnis, die ich nach diesen 18 Tagen mit nach Hause genommen habe.

War alles perfekt? Natürlich nicht. Wir hatten Regen, Kälte, geschlossene Aussichtstürme, Aussichten ohne Aussicht und lange Fahrtage. Sehr lange Fahrtage. Aber  eine solche Reise muss auch gar nicht perfekt sein. Denn wenn ich heute an unsere 18 Tage zurückdenke, denke ich nicht zuerst an das, was nicht funktioniert hat. Ich denke einfach nur:

WOW! Was für eine verdammt geniale Reise.

Damit sind wir tatsächlich am Ende unseres Norwegen-Roadtrips angekommen. 18 Tage, 9.594 Kilometer und ziemlich viele Geschichten später. Falls ihr erst jetzt zugestiegen seid oder noch einmal von vorne mitreisen möchtet: 👉 Im Norwegen-Roadtrip-Überblick findet ihr sämtliche Etappen unserer Reise in der richtigen Reihenfolge. Und damit heißt es heute: Danke fürs Mitfahren!

Eure

Ka

P.S. Wem Tag 16 unseres Roadtrips verloren gegangen ist, findet ihn hier: 👉 Roadtrip Tag 16 — Von Lillehammer nach Margretetorp

Fun Fact: Der offizielle Kälterekord Norwegens liegt bei −51,4 °C

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