„Precious Hazard — Der Unterboss“ ist der 11. Teil der „Perfectly Imperfect“-Serie von Neva Altaj und liefert genau das,
was der Titel verspricht:
eine kostbare Gefahr auf zwei Beinen, einen kontrollsüchtigen Mafioso am Rande des Nervenzusammenbruchs
und eine Ehe, bei der das Jawort eher nach Kriegserklärung klingt.
Arturo wollte eine brave, angepasste Ehefrau.
Bekommen hat er Tara und Chaos.“
Precious Hazard — Der Unterboss
Neva Altaj
Originaltitel: Precious Hazard
Verlag: VAJONA Verlag
ISBN: 978-3987185427
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0FVGF9G9C
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2026
Genre: Mafia Romance – Zeitgenössisch
Teil einer Serie: Perfectly Imperfect —> Ein Klick auf den jeweiligen Titel und ihr landet bei der Rezension.
1. Painted Scars – Der Pakhan
2. Broken Whispers – Das Monster
3. Hidden Truths – Der Killer
4. Ruined Secrets – Der Capo
5. Stolen Touches – Der Don
6. Fractured Souls – Der Kämpfer
7. Burned Dreams – Der Bodyguard
8. Silent Lies – Der Serbe
9. Darkest Sins – Der Dämon
10. Sweet Prison – Der Gefangene
11. Precious Hazard – Der Unterboss
12. Frozen Heart
Klappentext
TARA
Mein Leben ist perfekt, genauso wie es ist. Ohne Arturo DeVille. Und jetzt soll ich diesen arroganten, egozentrischen Snob heiraten. Er erwartet von mir, dass ich eine kultivierte, fügsame Ehefrau bin, die bei jedem seiner Wünsche lächelt und nickt. Aber das ist das Letzte, was ich tun werde. Er wird den Tag bereuen, an dem er »Ja« gesagt hat.
ARTURO
Ich erwarte drei Eigenschaften von einer Ehefrau: Gehorsamkeit. Sanftmut. Respekt. Eine Frau, die in die Welt der Cosa Nostra passt. Ich habe keine einzige Eigenschaft bekommen, die ich mir von einer Ehefrau gewünscht habe. Stattdessen habe ich alles bekommen, wonach ich mich nie gesehnt habe. Meine wunderschöne Vorbotin des Chaos. Meine kostbare Gefahr. Meine Frau.
Quelle Klappentext und Cover: VAJONA Verlag
Kas Bewertung

Arturo DeVille ist ein Mann, der Kontrolle liebt. Ordnung. Respekt. Gehorsam. Wohlerzogene, stille Frauen. Dumm nur, dass Tara Popov offenbar beschlossen hat, jede einzelne dieser Vorstellungen mit Anlauf über eine Klippe zu werfen. Doch für Arturo wiegt die Loyalität gegenüber seinem Don, Salvatore Ajello aus „Stolen Touches“, Teil 5, mehr als die widerspenstige junge Frau, die er angehalten ist zu ehelichen. Leser der Reihe wissen, was zwischen Tara und Arturo auf Dragos und Siennas Hochzeitsparty passiert war.
Zu Tara könnte man auch Chaos auf zwei Beinen sagen. Jemand, der es in der Tiefe des Herzens gut meint, dem aber trotzdem immer irgendwas passiert, das das Gute in Chaos wandelt. Eine Frau, die provoziert, reizt, widerspricht und Arturo mit einer beeindruckenden Treffsicherheit dort kitzelt, wo seine Selbstbeherrschung am dünnsten ist. Manchmal möchte man sie feiern. Manchmal möchte man sie schütteln. Und manchmal möchte man beiden einfach ein Glas Milch mit Honig hinstellen und sagen: „So. Jetzt atmen wir alle einmal tief durch.“
Tara und Arturo necken sich nicht nur ein bisschen und nennen es „Enemies to Lovers“, sondern eher: „Wir könnten uns gegenseitig erwürgen, aber leider finden wir uns dabei auch noch heiß.“ Und zwar sehr heiß! Ihre Dynamik lebt von Reibung, Sturheit und loderndem, unterdrücktem Verlangen. Da knistert es ordentlich, keine Frage. Aber es scheppert eben auch.
Arturo ist dabei ein faszinierender, aber nicht immer einfacher Held. Als großer Bruder von Asya aus „Fractured Souls“, Teil 6, und Sienna aus „Silent Lies“, Teil 8, kennt man ihn bereits mit einer weicheren, verantwortungsvollen Seite. In „Precious Hazard“ zeigt er sich dominant, besitzergreifend, stellenweise herrlich unmöglich und mit Ansichten gesegnet, die Tara als „aus dem Regency stammend“ tituliert. Gleichzeitig merkt man aber auch, wie sehr Tara ihn aus dem Konzept bringt. Diese Frau zieht ihm den fein gewebten Cosa-Nostra-Teppich unter den Füßen weg und lässt ihn ziemlich unsanft auf seinen eigenen Gefühlen landen. Das ist einfach nur schön zu beobachten.
Und Tara? Sie macht es Arturo, den sie auch Satan nennt, nicht leicht. Aber sich selbst auch nicht. Hinter ihrer scharfen Zunge, ihrem Trotz und ihrer fast schon sportlichen Freude daran, Arturo zur Weißglut zu bringen, steckt mehr Verletzlichkeit, als sie zeigen möchte. Die Protagonistin ist keine glatte Heldin, keine bequeme Figur und ganz sicher keine Frau, die man einfach nur liebhaben muss. Sie kratzt, beißt und faucht. Aber gerade dieses Unangepasste passt aufwühlend gut zu Arturo. Sie ist wie sein Gegenstück. Noch dazu eines, das die Nase in LiRos steckt!
Die Beziehung der Protagonisten beginnt definitiv nicht mit Herzchen in den Augen, sondern mit Widerstand, Machtspielchen und gegenseitigem Auf-die-Palme-Bringen. Das macht die Spannung intensiv und stellenweise herrlich unterhaltsam. Vor allem dann, wenn Arturo merkt, dass Tara längst nicht nur seine Nerven, sondern auch seinen Kopf, seinen Körper und irgendwann sogar sein Herz besetzt hat. Allerdings gibt es Momente, in denen das stetige Gegeneinander etwas zu viel Raum einnimmt. Doch abgesehen davon funktioniert „Precious Hazard“ auf seine ganz eigene, chaotische Weise. Gerne vergebe ich 4,5 Sterne.
Kurz gefasst: „Precious Hazard — Der Unterboss“, der lesenswerte 11. Teil der „Perfectly Imperfect“-Serie von Neva Altaj ist kein ruhiger, weicher oder besonders romantisch-zarter Band. Es ist ein explosiver Enemies-to-Lovers-Schlagabtausch mit Zwangsehe, Besitzdenken, Chaosfrau und einem Mann, der dachte, er wolle Gehorsam, bis Tara kam und ihm eindrucksvoll bewies, dass sein Leben offenbar dringend Chaos gebraucht hat. Salvatore Ajello sei Dank!
