„Mein Büro ist wieder meins, die Kornäpfel sind bezwungen – und das Leseschneckchen hat Mafia-Novellen für sich entdeckt.
Warum kurze, düstere Geschichten gerade absofuckinglutely zu meinem Leseverhalten passen?
Tja … willkommen im aktuellen Ka-Chaos.“
🖤
Geneigte Lesende,
vor gut zwei Wochen herrschten hier noch Foodporn, Bachelorfreude, Lernwahnsinn und Schneckchenlesen. Inzwischen gibt es Neuigkeiten, denn mein Sohn hat gestern die letzte Klausur dieses Semesters geschrieben.
Das bedeutet nicht nur, dass er den Lernwahnsinn vorerst hinter sich hat, sondern auch:
ICH HABE MEIN BÜRO WIEDER!
Sohnemann hatte es während der Klausuren kurzerhand zum Lernhauptquartier erklärt und mich damit erfolgreich aus meinen eigenen vier Wänden vertrieben. Natürlich durfte ich mein Büro weiterhin betreten. Theoretisch. Praktisch fühlte sich jeder Griff nach einem Stift an, als würde ich mitten in einer hochkomplizierten Berechnung eine Abrissbirne durchs Zimmer schwingen. Also hielt ich mich fern, stellte gelegentlich Nahrung bereit und wartete geduldig auf das Ende der studentischen Besatzungszeit.
Nun gehört mein Büro wieder mir. Herrlich!
Währenddessen in der Apfelhölle
Die bürolose Zeit habe ich selbstverständlich nicht etwa genutzt, um mich auszuruhen. Wo kämen wir denn da hin? Stattdessen habe ich wie eine Doofe unsere Kornapfelernte verarbeitet.
Äpfel wurden geschält, geschnitten, gekocht, gebacken, in Gläser gefüllt und in weißem Rum versenkt. Zwischendurch sah unsere Küche aus, als hätte sich eine kleine Obstverarbeitungsfirma explosionsartig darin ausgebreitet. Aber die Kornäpfel sind weg. Also verarbeitet weg. Nicht „alle aufgegessen und nun ist Ka schlecht“-weg, obwohl das vermutlich die schnellere Lösung gewesen wäre.
Das Schneckchen liest weiterhin
Mein Lesetempo hat sich dagegen nicht wesentlich verändert. Ich lese weiterhin wie ein Schneckchen, habe inzwischen allerdings die perfekte literarische Darreichungsform für mein derzeitiges Leseverhalten gefunden: Kurzgeschichten beziehungsweise Novellen. Boah, ich habe das immer wieder. So ein HIN zur Kurzgeschichte. LOL
Momentan lese ich mich durch Mia Kingsleys „The Barone Family“. Angefangen habe ich mit „Dynasty of Crime“, inzwischen bin ich beim dritten Teil angelangt. Und was soll ich sagen? Die Geschichten passen gerade absofuckinglutely zu mir.
Sie sind kurz, kommen schnell zur Sache und verlangen nicht von mir, mich über mehrere hundert Seiten hinweg zu konzentrieren. Außerdem kann ich vergleichsweise schnell ein Buch zuklappen und behaupten: „Ha! Fertig gelesen!“ Dass es sich dabei um eine Novelle handelt, muss ich ja nicht jedes Mal dazusagen. *fg* Das Schneckchen kommt also durchaus vorwärts. Es hat lediglich seine Streckenlänge angepasst.
In diesem Sinne: Sohnemann hat seine Klausuren hinter sich, die Kornäpfel sind bezwungen und Ka sitzt wieder in ihrem eigenen Büro. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass aus dem Leseschneckchen wieder eine Leseratte wird. Aber man soll ja nicht gleich übermütig werden, nee?
Ka
P. S.: Der Kornapfel-Rum kann für diesen Tatsachenbericht noch nicht verantwortlich gemacht werden. Der zieht noch. *hicks*