„In Unbändige Begierde — The Point 3 verschwimmen Gut und Böse zu einem gefährlichen Grau – und mittendrin stehen Titus und Reeve.
Zwischen Schuld, Gefahr und knisternder Anziehung müssen beide entscheiden, wie viel Dunkelheit sie ertragen können.
Eine düstere, intensive Romance, die Herzklopfen und Nervenkitzel perfekt verbindet.“
Unbändige Begierde
Jay Crownover
Originaltitel: Better When He’s Brave
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3956499562
ASIN: B01FJTTXN6
Erscheinungsdatum: November 2016
Genre: Romantic Suspense
Teil einer Serie: The Point (Bisher erschienene Rezensionen sind farbig hinterlegt. Einfach anklicken.)
1) Entfesselte Sehnsucht
2) Wilde Hingabe
3) Unbändige Begierde
Klappentext
Titus King weiß, dass in „The Point“ kein Platz für Helden ist. Dennoch will der Detective, seine Stadt vor den Kriminellen beschützen – selbst, wenn er zu diesem Zweck die Grenzen des Gesetzes überschreiten muss. Dafür ist er gezwungen mit der aufregenden Reeve Black zusammenzuarbeiten. Einer Frau mit dunkler Vergangenheit. Schnell wird der Kampf um das unbarmherzige Viertel persönlich, denn Titus und Reeve kommen sich immer näher …
Quelle: Mira Taschenbuch
Kas Bewertung

Titus King ist ein Cop, in dem so viel mehr steckt als nur der Wille, „The Point“ davon abzuhalten, komplett den Bach runterzugehen. Selbst in „The Point“, als Sohn einer Alkoholikerin aufgewachsen, hat er es als junger Mann geschafft, den Absprung zu schaffen – im Gegensatz zu seinem Bruder Bax. Wir kennen ihn aus dem ersten Teil „Entfesselte Sehnsucht“. Für Titus fühlt es sich jedoch manchmal an, als würde er gegen Windmühlen kämpfen! Als dann jedoch Reeve auftaucht, eine Frau, die in der Vergangenheit Titus’ Familie und Freunde in Gefahr gebracht hat, wird sein Leben zusätzlich mächtig durcheinandergewirbelt.
Reeve taucht überraschend wieder auf, obwohl sie eigentlich verschwunden bleiben sollte. Offenbar möchte sie versuchen, das, was sie in der Vergangenheit vor allem Dovie, Bax’ Freundin, angetan hat, wiedergutzumachen. Mit kaum mehr als dem, was sie am Leib trägt, und Informationen, die gefährlicher sind, als sie zunächst ahnt, steht sie auf einmal vor der Tür von Detective Titus King. Was Titus nicht weiß, ist, dass Reeve schon lange Zeit in ihn, einen absolut integren Mann, verliebt ist. Sie selbst glaubt, dass sie zu „schlecht“ für ihn ist. Doch Reeve bringt nicht nur alte Schuldgefühle mit, sondern auch einen Vorschlag, der Titus wie ein Donnerschlag trifft und sie beide mitten in eine gefährliche Situation hineinzieht.
Denn im Hintergrund zieht jemand die Fäden, der nicht nur mächtig Dreck am Stecken hat, sondern auch alles daransetzt, „The Point“ weiter ins Chaos zu stürzen. Dieser Mensch ist gefährlich, skrupellos und offensichtlich bereit, jede Grenze zu überschreiten. Aber nichts scheint, wie es ist. Auch Nassirs Club und sein Umfeld geraten in den Fokus, wodurch Reeve erneut auf den Plan gerufen wird. Für manche wäre sie dabei nur ein Mittel zum Zweck – im Gegensatz zu Titus. Denn zwischen Titus und Reeve knistert es von Anfang an gehörig! Auch wenn Titus es nicht unbedingt wahrhaben möchte …
Titus lässt sich auf Reeves Vorschlag ein, und so kommen Dinge in Gang, die eine dicke Portion Gefahr und Brutalität im Gepäck haben. Mir ist während des Lesens nicht nur einmal das Herz vor Schreck in die Hose gerutscht. Schon allein die Gemeinheit, die skrupellose, irre Blutrünstigkeit des psychopathischen Antagonisten setzt einem ordentlich zu! Was ich zudem sehr schön an Titus’ Charakter finde, ist, dass er eigentlich den gleichen kriminellen Weg wie sein Bruder Bax hätte gehen können. Doch er hat sich aus der Spirale der Desillusionierung und der Gewalt herausgekämpft, nur um genau dagegen vorzugehen! Dies empfand ich als sehr mutig und sehr ehrenhaft von ihm. Schon allein dafür hat Titus ein Häkchen von mir bekommen!
Zwischen Titus und Reeve gibt es sehr emotionale Momente, die einem Knistern gleich aus dem Buch entstiegen und bei mir gelandet sind! Trotzdem ist einem während des Lesens – oder vielleicht gerade deswegen – bewusst, wie viel Arges es neben diesen wunderschönen zwischenmenschlichen Szenen in The Point gibt! Es ist diese Gegenüberstellung von Hell und Dunkel, die sich auch in sattes Grau mischt. Hier kommt es vor, dass die Guten über die Grenze zu den Bösen treten und umgekehrt die Bösen eine Grenze zu den Guten überschreiten. Ich denke, das ist The Point. Natürlich ist es – wie Jay Crownover bereits im Vorwort geschrieben hat – stellenweise überspitzt, aber das macht mir im Fall „The Point“ überhaupt nichts aus.
Kurz gefasst: The Point, wie es leibt und lebt, mit einem Heldenpaar, das sich ins Leserherz schleicht. Das Helle und das Dunkle. Das Dunkle und das Helle. Das Eine.
