Spannendes

Jay Crownover – Unbändige Begierde

  • 22. November 2016


Unbändige Begierde
Jay Crownover

Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3956496288
Band: Historical Gold
Erscheinungsdatum: November 2016
Genre: Romantic Suspense

Teil einer Serie: The Point

Klappentext

Titus King weiß, dass in „The Point“ kein Platz für Helden ist. Dennoch will der Detective, seine Stadt vor den Kriminellen beschützen – selbst, wenn er zu diesem Zweck die Grenzen des Gesetzes überschreiten muss. Dafür ist er gezwungen mit der aufregenden Reeve Black zusammenzuarbeiten. Einer Frau mit dunkler Vergangenheit. Schnell wird der Kampf um das unbarmherzige Viertel persönlich, denn Titus und Reeve kommen sich immer näher …

Quelle: Mira Taschenbuch

The Point - Unbändige Begierde: Bad-Boy-Romance (Welcome Point 3)

Kas Bewertung

Titus King, ist ein Cop, in dem so viel mehr steckt, als nur der Wille, „The Point“ davon abzuhalten komplett den Bach runter zu gehen. Selbst in „The Point“, als Sohn einer Alkoholikerin aufgewachsen, hat er es als junger Mann geschafft den Absprung zu schaffen – im Gegensatz zu seinem Bruder Bax ( Wir kennen ihn aus dem ersten Teil „Entfesselte Sehnsucht“. ). Für Titus fühlt es sich jedoch manchmal an, als würde er gegen Windmühlen kämpfen! Als dann jedoch Reeve auftaucht, eine Frau, die in der Vergangenheit Titus Familie und Freunde in Gefahr gebracht hat, wird sein Leben zusätzlich mächtig durcheinander gewirbelt!

Reeve ist allem Anschein nach aus dem Zeugenschutzprogramm geflohen, weil sie versuchen möchte das, was sie in der Vergangenheit vor allem Dovie, Bax’ Freundin, angetan hat, wieder gut zu machen. Mit nichts am Leibe außer ihren Klamotten, und dem mit belasteten Material vollgepackten Handy des Mannes, der ebenfalls ein Grund ihrer Flucht war, steht sie auf einmal vor der Türe von Detective Titus King. Was Titus nicht weiß ist, dass Reeve schon lange Zeit in ihn, einen absolut integeren Mann verliebt ist. Sie selbst glaubt, dass sie zu „schlecht“ für ihn ist. Titus trifft Reeves Vorschlag wie ein Donnerschlag, als sie sich als „Lockvogel“ zur Verfügung stellt, um dem kriminellen Subjekt, das seit Novaks „Ableben“, The Point in Schutt und Asche legen will, in die Falle zu locken!

Denn dieser hat nicht nur mächtig Dreck am Stecken, er ist ein psychopathischer Mörder – der offensichtlich eine ordentliche Rechnung zu begleichen hat –  und alles daran setzt, „The Point“ in ein regelrechtes Blutbad zu tauchen. Und das hinter einer Maske, hinter der man es eigenltich nicht vermutet! Aber nichts scheint, wie es ist. So machte er auch nicht Halt vor Nassirs Club oder gar vor Nassirs „Mädchen“  und vergreift sich sogar an sehr jungen Frauen. Was wiederum Reeve auf den Plan ruft, die auch für Nassir der beste Lockvogel überhaupt wäre, nur dass Nassir es schlicht und ergreifend egal wäre, was dann mit Reeve passieren würde – im Gegensatz zu Titus. Denn zwischen Titus und Reeve knistert es gehörig von Anfang an! Auch wenn Titus es nicht unbedingt wahr haben möchte …

Titus lässt sich auf den Vorschlag von Reeve ein und so kommen Dinge in Gang, die eine dicke Portion Gefahr und Brutalität im Gepäck haben. Mir ist während des Lesens nicht nur einmal das Herz vor Schreck in die Hose gerutscht. Schon alleine die Gemeinheit die skrupellose, irre Blutrünstigkeit des psychopathischen Antagonist setzt einem ordentlich zu!

Was ich sehr schön an Titus Charakter finde ist, dass er eigentlich den gleichen, kriminellen Weg wie sein Bruder Bax hätte gehen können, doch er hat sich aus der Spirale der Desillusionierung, der Gewalt heraus gekämpft, nur um genau gegen das vorzugehen! Dies empfand ich als sehr mutig, sehr ehrenhaft von ihm. Schon alleine dafür hat Titus ein Häkchen von mir bekommen!

Zwischen Titus und Reeves gibt es sehr emotionale Momente, die einem Knistern gleich aus dem Buch entstiegen und bei mir gelandet sind! Trotzdem ist einem während des Lesens, oder vielleicht gerade deswegen bewußt, wieviel Arges — neben diesen wunderschönen, zwischenmenschlichen Szenen — es in The Point gibt! Es ist diese Gegenüberstellung von Hell und Dunkel, welches sich auch in sattes Grau mischt. Hier kommt es vor, dass die Guten über die Grenze rüber zu den Bösen treten und umgekehrt die Bösen eine Grenze zu den Guten überschreiten. Ich denke, dass ist The Point. Natürlich ist es – wie Jay Crownover bereits im Vorwort geschrieben hat, stellenweise überspitzt, aber das, macht mir im Fall „The Point“ überhaupt nichts aus.

Handlungsstränge verknüpfen sich in „Unbändige Begierde“ und Weg Weisendenes in Sachen Nassirs Geschichte ( Übrigens mein heimlicher Favorit, auch wenn ich nach wie vor mächtig an dieser genialen Kussszene zwischen Bax und Dovie fest hänge 😀 ) wird ins Geschehen integriert, so dass man Lust auf mehr „The Point“ bekommt. Ich jedenfalls würde mich irre Freuen, wenn Nassirs Geschichte „The Breaking Point — Honor“, das im Original diesen Oktober erschienen ist, ebenfalls vom Mira Verlag übersetzt werden würd! 5 sehr zufriedene Punkte!

Kurz gefasst: The Point, wie es leibt und lebt mit einem Heldenpaar, welches sich ins Leserherz schleicht. Das Helle und das Dunkle. Das Dunkle und das Helle. Das Eins.