Manche Bücher lassen mich träumen, andere lassen mich seufzen – und manche lassen mich ziemlich ratlos auf eine Banane starren.
Wenn dann noch fünf Alphas, ein „Schatzi“ und gewisse anatomische Herausforderungen ins Spiel kommen, muss ich euch einfach davon erzählen. Einfach ein Leseerlebnis, das dringend rausmusste. *höhö*
ACHTUNG!
Dieser Beitrag ist nur für Lesende gedacht, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Wer noch nicht 18 ist, dreht an dieser Stelle bitte einmal elegant um und widmet sich stattdessen einem der vielen anderen Blogbeiträge. Hier wird es nämlich stellenweise etwas … nun ja … erwachsener.
Außerdem plaudere ich ab dem SPOILER-ALARM ziemlich hemmungslos über einzelne Szenen aus „Geknotet von ihren Alpha-Chefs“. Wer das Buch noch lesen möchte und sich weder Couchfedern noch Schatzis oder gewisse … nun ja … Bananen vorwegnehmen lassen will, sollte ab hier besser nicht weiterlesen. Alle anderen: Ihr seid gewarnt. Ich lass‘ euch schon mal eine Banane da …

Schatzi, du bist ja schon klatschnass! Nein, so war es wortwörtlich nicht dort gestanden, geneigte Lesende!
Schließlich ist es natürlich nicht gestattet, einfach – ohne Zitier-Grund – Passagen aus Büchern zu nehmen. Okay, eigentlich hätte ich einen redaktionellen Zitier-Grund, schließlich habe ich mich entschieden, euch außerhalb einer Rezension vom Buch „Geknotet von ihren Alpha-Chefs“, also einem Omegaverse-Reverse-Harem-Roman aus der Feder von Layla Sparks, zu erzählen.
Nicht, weil mir das Buch überhaupt nicht gefallen hätte, das ist es nicht. Ich bin einfach über ein paar Sachen gestolpert, die mich – mal mehr, mal weniger heftig – aus der Geschichte gekickt haben. *holla die waldfee*

Wie ich zu 👉 Logiklöchern stehe, habe ich euch ja bereits unlängst erzählt. Und Logiklöcher gibt es auch in diesem Roman, aber die finde ich so witzig, dass ich nur darüber schmunzeln kann. Vor allem habe ich keine Ahnung: Liegt es an der Übersetzung? Denn wenn sich die Protagonistin auf die Couch fallen lässt, wohlgemerkt auf den Bauch, und dann, weil die Couch schon so alt ist, die Federn spürt, die in ihren Rücken (RÜCKEN, nicht BAUCH) pieksen, ist das total … niedlich.
Was mich jedoch richtig rausgekickt hat, war, als ich in einer total spicy Szene das Wort „Schatzi“ las. „Schatzi, geht’s noch oder bist du wund?“ Auch hier habe ich natürlich den Wortlaut geändert. Ich weiß, ich weiß: Koseworte sind etwas Persönliches, etwas, das man mag oder auch nicht. Auch hier gilt: Jedem, wie es gefällt. Aber mir ist „Schatzi“ in solchen Szenen einfach zu … na ja, … zu Schatzi-mäßig. Mein Hirn macht da nicht mit. Es will nicht „Schatzi“ lesen, während die Protagonistin mit mindestens zweien ihrer fünf Rudel-Alphas heißen Sex hat. Nop. Nada. Niente.
Ich habe – wie oben bereits angemerkt – keine Ahnung, ob es am Original oder an der Übersetzung liegt. Aber gerade in den erotischen Szenen stolpere ich immer wieder über Formulierungen, die sich für mich seltsam konstruiert lesen. Obwohl es auf dem Papier ordentlich zur Sache geht, kommt das Ganze bei mir erstaunlich nüchtern an. Mein Kopf fängt dann automatisch an, die Szenen in „Kopfkino-Sätze“ zu zerlegen. Da fallen mir dann sofort so herrlich unpassende Sätze ein wie:
„Saug weiter, Schatzi. Hör jetzt bitte nicht auf.“
oder
„Schatzi, ich weiß genau, was du brauchst! Spreiz deine Beine für mich …“
Hmmm, nein. Selbst wenn die im Buch gestanden hätten, die könnten nichts daran ändern. Schatzi! Vielleicht sollte ich einfach in Erwägung ziehen, die englische Originalversion zurate zu ziehen? Oder? Nö. Werde ich nicht tun. *fg*
Allerdings bin ich noch auf etwas gestoßen, was mich mächtig irritiert hat. Foodporn. An sich kein Thema, ich schreibe ja immer wieder was zum Thema Foodporn: Ka kocht, backt, weckt ein etc. pp. usw. Doch in „Geknotet von ihren Alpha-Chefs“ geht es tatsächlich um FOODPORN. Jedenfalls spielt eine reife Banane eine tragende – wenn auch bedauerlich kurzlebige – Rolle.

Das letzte Foto, bevor die Banane Karriere machte.
Das Absurde an der beschriebenen Szene ist dabei natürlich besonders die Bananenlogik: Ausgerechnet eine eher reife, weiche Banane – dann auch noch geschält – erweist sich für das geplante Unterfangen (hier nur ein Schlagwort: ANUS) als konstruktiv eher ungeeignet und bricht. Eine Hälfte ist dann im anustischen Nirvana, während die andere Hälfte wo auch immer bleibt. Deshalb habe ich so für mich gedacht:
„Leute, eine geschälte reife Banane? Was genau habt ihr erwartet?“
Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber dieser Alpha – er ist sowieso analfixiert, was absolut in Ordnung ist, ihr wisst ja, jeder, wie er möchte und womit er zufrieden ist – ist mir an dieser Stelle jedoch zu bananen-anustitisch unterwegs. Denn: Was ist nun mit der stecken gebliebenen Banane? Ihr wollt es nicht wissen. Oder doch? Egal. *räuspert sich umständlich*
Spätestens an dieser Stelle war für mich klar: Das hier wird keine Rezension. Denn eigentlich möchte ich das Buch gar nicht bewerten, auseinandernehmen oder ihm irgendwelche Sternchen um die Ohren hauen. Ich wollte euch einfach nur von den Dingen erzählen, über die ich beim Lesen gestolpert bin. Über Couchfedern mit Orientierungsschwierigkeiten, über „Schatzi“ mitten im Rudelsex und über eine Banane, die den an sie gestellten Anforderungen nun wirklich nicht gewachsen war. Aber vielleicht war das ja von besagtem Anal-Alpha tatsächlich geplant und klein Ka hat das in ihrer Bananenlogik-Rebellion einfach falsch interpretiert? *mit den wimpern klimpert*
Trotz allem: Ich habe das Buch gelesen. Ich habe mich amüsiert, ich habe den Kopf geschüttelt, ich bin aus so mancher Szene geflogen und bei anderen dringeblieben. Wer’s mag, für den kann genau das das Höchste sein, wer’s nicht mag, sollte vermutlich die Finger davon lassen. Und ich? Ich bleibe mit dem Gefühl zurück, dass die Geschichte sprachlich an einigen Stellen zu kämpfen hat. Ob bereits im englischen Original oder erst auf dem Weg ins Deutsche? Keine Ahnung. Das werde ich auch nicht herausfinden, denn wir erinnern uns: Die englische Ausgabe werde ich nicht zurate ziehen. *gnihihi*
Gehabt euch wohl,
Ka
P.S. Wer an dieser Stelle noch nicht genug von bucherotischen Eskapaden hat, darf sich gerne hier weiter amüsieren: 👉 Was zur Hufe habe ich da gelesen? Zentauren-Erotik eskaliert.
Und falls euch die Banane anatomisch noch nicht genug beschäftigt hat: 👉 Wenn Romance-Anatomie nach der Übersetzung kurz die Physik verlässt

Bildquelle „Banane“: Pixabay, von fikirielias
Bildquelle „Mann schält Banane“: Bildidee, Prompt, Gestaltung von Ka, mit Hilfe einer KI.