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Wenn Autor auf fiktive Reisen geht – Teil IV

  • 2. Januar 2017

Eines ist klar, geneigte Leserinnen und Leser,

mit so einem lecker Schmankerl, startet mein Lesejahr wunder-wunder-wunderbar! Habe ich Euch schon gesagt, dass ich auf die Schreibe von Alexa Lor abfahre? Ja? Macht nix, Ihr wisst ja: Doppelt hält besser! *grinst frech*

Spaß beiseite, ich finde die Geschichten der Autorin schlicht und ergreifend lesenswert! Denn mit ihren Büchern, packt sie mich immer wieder aufs Neue! Egal ob sie im paranormalen, oder im zeitgenössischen (MC)-Genre schreibt. Es passt einfach und ich hoffe, dass ich in Zukunft noch viel aus der Feder von Alexa Lor zu lesen bekommen werde.

“Jäger der Dessla”-Reihe

Liebe unaufhörlich (Jäger der Dessla 1) Liebe unwiderruflich (Jäger der Dessla) Liebe unbeirrbar: Jäger der Dessla 3 Liebe unerschöpflich (Jäger der Dessla 4)

Wie Ihr wisst, hat sie sich – rein fiktiv versteht sich – auf nach Merulah gemacht, um dort an einer Patch Party, ihrer „Desert Wolves“ teilzunehmen. Beim letzten mal, hatten wir das Vergnügen Fist zu treffen! Hach jaaaa … ähm … ja. Für alle, die ein wenig Auffrischung benötigen, habe ich hier den —> Link zum dritten Teil.  Doch nun, geneigte Leserinnen und Leser, lasst uns zusammen eintauchen … *yummi*

Patch Party Desert Wolves MC 19.11.2016 – Merulah, Nevada / USA

Partyausklang

“Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, die Zwillinge hatten mich gerade mit Beschlag belegt. Wir mussten schließlich noch ausschnapsen (im wahrsten Sinne … *hicks*), wer wann und wie zum Erzählen bei mir sein wird. Immerhin können sie wegen dem Puppethouse nicht beide gleichzeitig aufschlagen. Ich werd dann wohl auch noch mal nach Nevada reisen müssen für die Szenen, bei denen ich beide Blickwinkel gemeinsam brauche. Das wird ein teures Buch, das seh ich schon. Aber was tut man nicht alles … *seufz*
Den Auftritt der Grave Angels hab ich mir trotz eines tollen Gesprächs, vor allem mit Damian (ich liebe diesen Kerl! Ehrlich!), natürlich nicht entgehen lassen. Als alter Metaller war das für mich Pflicht und Kür gleichermaßen. Oh, ich sag’s Euch – wer keine Gänsehaut bekommt, wenn Aidan You’re So Far Away zum Besten gibt, ist entweder tot oder hat kein Herz in der Brust. Für wen auch immer er den Text geschrieben hat, diese Person muss verrückt und/oder blind sein. Allerdings, und jetzt kann ich Ethans Frage im Gartenhaus wirklich viel besser verstehen, bin ich so ziemlich die Einzige, die den Auftritt richtig genießt. Natürlich wissen alle ihn zu schätzen und Gabs platzt beinahe vor Stolz (zumindest sieht er so aus), aber man erkennt durchaus, dass diese Rocker Metall nur unterm Hintern schätzen. Auf den Ohren weniger … Naja, sei’s drum. Die Engel spielen nicht allzu lange. Was mich angeht: Leider.

Danach will ich mir eigentlich Quentin schnappen. Er soll sich gleich mal ein bisschen mit mir vertraut machen. Aber er scheint Lunte gerochen zu haben und nimmt die Fersen in die Hand. Alter Feigling!

Also hüpf ich schnell (okay okay, ich geb’s ja zu, es war eher schwankendes Torkeln) zu Fist, der an der Bar im Zelt vor seinem Drink hockt und aussieht, als hätte er vor zu vergessen, dass das hier keine B’n’S ist (jedenfalls, was das B betrifft). Jigs ist allerdings schneller als ich, packt seinen Kumpel und zerrt ihn ins Clubhaus. Keine Ahnung, was die da drin machen, aber da ich auch G und Gabs hab reinmarschieren sehen, nehme ich an, es ist was Internes. Vor allem, da sich drei Einsterner vor der Tür aufpflanzen und den Eindruck vermitteln, dass an ihnen kein Vorbeikommen ist. Das ist definitiv was Internes, noch dazu scheint es was Wichtiges zu sein.
Irgendwer packt mich an der Schulter und lallt mir was von wegen, ich solle mit ihm doch auch was trinken, ins Ohr. Leider weiß ich nicht, wer er ist, aber er macht einen sympathischen Eindruck. Vielleicht lohnt es sich, ihn näher kennenzulernen. Man weiß als Autor ja nie, wer einem im Verlauf einer Geschichte so alles über den Weg läuft …

So vergeht die Nacht. Ich trinke mal mit diesem, mal mit jenem und habe Spaß.
Wie ich auf die (erstaunlich saubere) Matratze in einem der kleinen Hinterzimmer des Clubhauses gekommen bin, auf der ich am nächsten Morgen – durch einen ohrenbetäubenden Knall geweckt – aufwache, vermag ich beim besten Willen nicht zu sagen. Dunkel kann ich mich daran erinnern, dass mir so gegen fünf die Lider zugefallen sind. Nüchtern bin ich definitiv noch nicht. Kein Wunder, es ist erst acht Uhr, wie ich feststelle, als ich den Wecker neben der Matratze endlich entdecke. Drei Stunden Schlaf reichen bei Weitem nicht, um sich den Rausch, den ich mir angesoffen hab, auszuschlafen.

Was ich ebenfalls entdecke ist ein neben mir liegender Kerl. So gut wie nackt. Knackiger, gut trainierter Oberkörper. Keine Überraschung. Voller Tattoos. Noch weniger Überraschung. Der Rest ist halbgar von einem Laken bedeckt, der Kopf steckt unter einem Kissen, weshalb ich nicht weiß, mit wem ich es hier zu tun habe. Mir steckt ein mächtiger Kloß im Hals und das Schlucken fällt mir zusehends schwer, was allerdings weniger an dem wirklich sagenhaft guten Anblick liegt, sondern vielmehr daran, dass ich mir nicht vorzustellen wage, was … Ich taste mich hastig ab und nehme mit großer, waaaahnsinnig großer Erleichterung wahr, dass ich noch vollständig angezogen bin. PUH! Das einzige, was fehlt, sind die Schuhe.

Als ich mich auf der anderen Seite von der Matratze runterrollen will, entdecke ich zu meinem Entsetzen einen zweiten Kerl! Der hat auch nicht wesentlich mehr Stoff an sich, und das Laken bedeckt nicht mal seinen (überaus ansehnlichen!!!) Knackarsch. Auch dieser Typ versteckt seinen Kopf, nein, nicht unter sondern in einem Kissen, denn er liegt auf dem Bauch. Sein Rücken ist wunderschön tätowiert (hab ich schon mal erwähnt, dass ich ein absoluter Tattoo-Fan bin?). Das ist doch mal ein netter Anblick. Rechts ein dreiviertel (oder vllt. auch ganz?) nackter heißer Typ und links ebenso. Was will man mehr? Naja, evtl. 20 Jahre jünger und unverheiratet sein? *ggg*

Vorsichtig robbe ich zum Fußende der Matratze. Da finde ich meine Schuhe. Ich schlüpfe hinein und aus dem Zimmer hinaus. Hoffentlich gibt’s schon einen einigermaßen genießbaren Kaffee!
Ob ja oder nein, verrate ich Euch im letzten Teil meines Berichtes, auf den Ihr hoffentlich nicht so lange warten müsst wie auf diesen hier.”

“Bad Boys”-Reihe

Verschwiegene Wahrheit (Bad Boys 1) Camerons Geheimnis (Bad Boys)

OMG! Ich hoffe, Ihr habt nichts dagegen, wenn ich kurz auftauche um mich ein wenig abzukühlen. Grundgütiger, ist das ein Wunder bei den … bei den … Aussichten? *wahhh*

Der Tag danach

“Ich war also von der Matratze runtergekrabbelt, weil mich ein Scheppern geweckt hatte, und neugierig, wie ich nunmal bin, wollte ich wissen, was es verursacht hat. Außerdem hatte ich einen tierischen Durst (man nennt das auch Brand – dabei wusste ich gar nicht, dass man den schon nach so wenig Schlaf bekommen kann. Tja, man lernt halt nie aus!).

Als ich in den großen Raum des Clubhauses tapse (da sind übrigens Jigs und Sheronah getraut worden) – wobei es eher ein Schwanken ist – fällt mein Blick sofort auf Screw (Fists Dad), der sich gerade bückt, um ein Metallrohr aufzuheben. Mit schuldbewusster Miene sieht er mich an. »Oh, hab ich dich geweckt? Sorry, wollt ich nicht. Bin an dem Scheißding hängengeblieben.« Kein Ding, kann ja mal vorkommen. »Kaffee dürfte durchgelaufen sein. Bedien dich, sofern du ne saubere Tasse findest.« Schon wird Screw mein neuer Gott – und zur Not nehm ich auch ne gebrauchte Tasse! Gesagt, getan. Der Kaffee ist stark, also genau das, was ich gerade brauche. Ich beobachte Screw dabei, wie er dieses und jenes umsortiert. Sieht aus, als würde er aufräumen. Naja, einer muss es ja machen. Das erklärt jedenfalls, warum er zu solch unchristlicher Zeit hier ist. Allerdings nicht, warum er so verdammt fit aussieht. Ich selbst fühle mich, als hätte mich jemand durch den Fleischwolf gedreht und anschließend geteert und gefedert. Durchgekaut und ausgespuckt. »Du siehst fertig aus«, meint Screw dann auch mit einem schiefen Grinsen. So kann man’s natürlich auch zusammenfassen. »Ich werd allmählich zu alt für so nen Scheiß.« Schlürfend nippe ich am Kaffee, der nicht nur stark, sondern auch dammich heiß ist. Meine Erwiderung bringt mir ein Kichern ein. Klar, Screw ist noch ein paar Tage älter als ich, sogar als mein Mann, und sieht gerade trotzdem aus wie das blühende Leben. Keine Ahnung, wie er das macht, aber ich hätte gerne das Rezept. Ich schenke mir grade den zweiten Pott Kaffee ein, als schlurfende Schritte aus dem hinteren Teil des Hauses kommen. Herzhaft gähnend und nur mit einer Jeans bekleidet, was mir einen wunderbaren Blick auf einen schönen, durchtrainierten Oberkörper gewährt, bei dem mir sämtliches Wasser im Mund zusammenläuft, kommt ein total verstrubbelter Damian zu mir herüber. Wortlos greift er nach der erstbesten, herumstehenden Tasse und nimmt mir die Kaffeekanne aus der Hand. »Müsst ihr eigentlich so nen Krach machen?«, nuschelt er nach den ersten paar Schlucken. »Dabei kann doch keine Sau pennen, es sei denn, das Schwein heißt Keenan.« Aha, ich hab die wenigen Stunden Schlaf also zwischen den Zwillingen verbracht. Hätte schlimmer sein können. Jetzt wär’s nur noch schön, könnte ich mich daran erinnern, wie ich überhaupt mit den beiden auf diese Matratze gekommen bin …

Nachdem ich die zweite Tasse intus hab, fährt mich Screw zum Gartenhaus von Aidan, damit ich noch ein bisschen Schlaf in einem ordentlichen Bett bekomme und mich frisch machen kann, bevor er mich in Bälde zum Frühstück bei Rosie wieder abholt. Mein Kopf hat das Kissen noch gar nicht richtig berührt, als ich schon wegdämmere. Viel zu kurz allerdings, dann muss ich schon wieder hoch.
Das Frühstück bei Rosie (oh, ich liebe sie – sie ist sooooo toll!) ist genau das, was man sich im Allgemeinen so unter typisch amerikanisch vorstellt. Und die ganze Bude ist voll. Neben den Hausherren selbst, sind auch Jigs und Sheronah, G und Fiona, Fist, Aidan, Raff und Nancy sowie Gabs mit Frau und Tochter (*quietsch*, die ist echt Zucker!) anwesend. Entsprechend lustig ist die Runde. Leider habe ich es inzwischen eilig. Heute noch geht mein Flieger zurück nach Germany und die Fahrt nach Vegas zum Flughafen ist nicht in fünf Minuten zu schaffen. »Aber die Halle wirst du dir doch noch ansehen. Oder?«, fragt G. Das kann ich natürlich nicht ablehnen. Klar will ich die Partyhalle der Wölfe sehen.

Wir fahren also gemeinsam – alle vierzehn – dorthin und, was soll ich sagen, als wir ankommen, sind sie alle da! Der komplette Club hat sich versammelt, um mich zu verabschieden. Alle miteinander, ausnahmslos, sogar das komplette Washington-Chapter. Das verschlägt mir glatt die Sprache und treibt verdächtiges Wasser in meine Augen. Damit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Doch es kommt noch besser. »Na, gefällt dir deine Ehreneskorte?« Das Grinsen in Gabs‘ Gesicht reicht von einem Ohr zum anderen. Meine was? Du liebe Zeit. Womit hab ich das denn verdient? »Ohne dich wären wir alle nicht hier«, erklärt Jigs, während er mich von hinten umarmt. Da ist was Wahres dran, trotzdem. Wow, einfach nur Wow! Ich steige also hinter demjenigen, mit dem alles begann, aufs Motorrad (Sheronah kann leider nicht mitfahren) und ab geht die Post. Über hundert Motorräder bahnen sich ihren Weg über die Straße. Keiner wagt es, ihnen in die Quere zu kommen. Wahnsinn!!!! Stellt Euch allein mal den Sound vor. Der Hammer! Das ist es definitiv wert, den Flieger zu verpassen. Keine Frage!

Tatsächlich ist noch reichlich Zeit übrig, als wir am Flughafen ankommen. Misstrauisch beäugt von den hiesigen Sicherheitskräften. Klar, sowas sehen selbst die nicht jeden Tag. Ich fühl mich wie eine Königin umringt von ihrem Hofstaat. Klingt doof, trifft es aber am besten. Wenn jetzt noch meine Lieblingsband – Five Finger Death Punch – aus dem Flughafen rauskommt, immerhin sind die in Las Vegas daheim, schweb ich nach Hause anstatt zu fliegen. Den Gefallen tut mir die Band natürlich nicht. Die sind grad irgendwo zwischen Illinois und Ohio auf Arenatour mit Shinedown … Schade!
Die Verabschiedung zieht sich ein bisschen, weil jeder nochmal gedrückt werden will. Keenan flüstert mir zu, dass er mich am liebsten behalten würde, und ich gebe zu, ich würde wahnsinnig gerne bleiben. Aber zu Hause wartet ein Leben auf mich – ein echtes obendrein – und ein Ehemann, und naja … Man kann eben nicht alles haben. Nicht mal dann, wenn man als Autor in seiner eigenen Fantasiewelt rumreist. Ein letztes Mal winke ich den Jungs zu. Ich weiß, dass ich zumindest ein paar davon bald wiedersehen werde, das nimmt dem Moment einiges an Traurigkeit.

Im Flieger fange ich an, meine Gedanken zu sortieren und mir erste Notizen zu machen. Nach dem Umsteigen in Boston möchte ich die ersten Ideen für einen Plotentwurf beisammen haben. Anregungen habe ich genug bekommen, obwohl noch lange nicht alle meine Fragen beantwortet wurden. Ich bin eine sehr glückliche Frau, stelle ich fest, denn ich habe nicht nur die Erinnerungen an viele Erlebnisse im Gepäck, sondern auch eine Einladung zu Gabs‘ Sechzigstem im nächsten Jahr. Das werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen und diesmal hab ich ja viel Vorlauf für die Planung.

Das Allerbeste allerdings ist die Gewissheit, dass ich all diese tollen Jungs (shit, ich hätte die Serie „Awesome Boys“, „Great Boys“ oder „Cool Boys“ nennen sollen!) jederzeit treffen kann. Wann immer mir danach ist. Wo immer mir danach ist. Sie sind ein Teil von mir – und ich werde sie nie wieder hergeben!”

“Gefährlicher Geliebter”-Reihe

Gefährlicher Geliebter - Göttliche Intrigen  Gefährlicher Geliebter

Ich würde sie auch nicht mehr hergeben, Frau Lor! :3 Da bekommt das Wort „bookgasm“ eine total neue Bedeutung *lacht los* Himmel. Arsch und Zwirn! Man bedenke nur, zwischen Keenan und Damien aufzuwachen. Wie dem auch sei, ich freue mich total auf die Geschichte der „Zwillinge“ … *tiriliii und hopp-sassa*

An dieser Stelle, möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Alexa Lor bedanken, dass ich die Erfahrungen, die sie in der Patch Party des Desert Wolves MCs gemacht hat, mit Euch teilen durfte. Dankeschön! <3 <3 <3

Euere zufrieden vor sich hingrinsende

Ka, die jetzt erst mal versuchen wird, Keenan und Damian aus dem Kopf zu bekommen :3

Die in Anführungsstrichen, kursiv gesetzten Textpassagen durfte ich mit freundlicher Genehmigung von Alexa Lor in diesen Artikel miteinbringen. Copyright © Alexa Lor · Dezember 2016, Party-Teil 3 – “Partyausgang”, Dezember 2016, Party-Teil 4 – “Der Tag danach”