Rezensionen Spannendes Zeitgenössisches

Tammy Andresen — King of Depravity

  • 19. Mai 2026

„Las Vegas, ein gefährlicher Mann und eine Künstlerin, die zur falschen Zeit am falschen Ort ist. In „King of Depravity“ treffen Dunkelheit, Besitzdenken und Schutzinstinkt auf zwei verletzte Seelen, die einander schneller verfallen, als gesund sein kann. Eine düstere Mafia-Romance mit Sog, kleinen Stolperstellen und ordentlich „Touch her and die“-Energie.“

 

King of Depravity
Holly Roberds

Originaltitel: Tasting Red
Verlag: Swift Romance Publishing Corp
ISBN: 979-8268143706
ASIN: B0GTBS8FWD
Erscheinungsdatum: 31. März 2026
Genre: Mafia Romance

Teil einer Serie: Kings of Las Vegas
1) King of Depravity
2) King of Desire
3) King of Malice
4) King of Corruption
5) King of Damnation
6) King of Chaos

Klappentext

Verfolgt von einem psychotischen Milliardär …
Kellnern ist für mich keine Berufung, sondern ein Weg, um mein Kunststudium zu finanzieren. Bis Killian Smith in die Bar spaziert und meine Welt auf den Kopf stellt. Es liegt nicht daran, dass er umwerfend gutaussehend ist. Reich. Mächtig. Es liegt daran, dass er nicht ganz richtig im Kopf ist. Ich kenne den toten Blick in seinen Augen. Ich habe den schon einmal gesehen. Und er sieht mich auch. Jede Nacht ist ein verdrehtes Katz-und-Maus-Spiel, und er ist immer näher dran, mich zu fangen. Bis ich eines Nachts in die Gasse hinter der Bar trete und Zeuge eines Bratva-Mordes werde. Es gibt nur einen Mann, an den ich mich um Hilfe wenden kann. Der Mann, in dessen Gegenwart ich zu Stein werde, ist der Einzige, der mich beschützen kann. Killian Smith. Ein schönes Ungeheuer. Er wird mich beschützen. Aber was will er als Gegenleistung?
Willkommen auf der dunklen Seite von Vegas, wo die Einsätze hoch und die Männer tödlich sind.

Quelle Klappentext und Cover: Swift Romance Publishing Corp

Tammy Andresen — King of Depravity

Kas Bewertung

Tammy Andresen — King of Depravity

Mit „King of Depravity“ startet Tammy Andresen ihre Reihe „Kings of Las Vegas“ und führt direkt auf die dunklere Seite von Las Vegas. Mafia, Bratva, Machtspiele, Gewalt, Besitzdenken und ein Held, der vor allem zu Beginn sehr deutlich in moralischen Grauzonen wandert – das Buch bringt einige typische Dark-Romance-Zutaten mit.

Killian ist dabei kein harmloser Bookboyfriend mit ein paar rauen Kanten, sondern eher die Sorte gefährlicher Abgrund, bei dem man sehr genau wissen sollte, worauf man sich einlässt. Sein Verhalten Chloe gegenüber ist anfangs bedrohlich, kontrollierend und definitiv nicht unproblematisch. Wer mit Stalking, Besitzanspruch und dominanten Helden Schwierigkeiten hat, sollte die Triggerwarnungen ernst nehmen. Doch Killian macht im Laufe des Geschehens eine klar erkennbare Wandlung durch.

Chloe mochte ich, weil sie trotz ihrer Vergangenheit nicht hilflos wirkt. Sie trägt ihr eigenes Päckchen, ist vorsichtig und misstrauisch, aber nicht gebrochen. Gerade dadurch entsteht zwischen ihr und Killian eine besondere Verbindung. Beide haben Dunkelheit erlebt, beide erkennen im anderen etwas, das nicht sofort sichtbar ist. Sie haben sich nicht gesucht, aber definitiv gefunden, und die Beziehung entwickelt sich rasant schnell.

Interessant fand ich die Familienkonstellation rund um Killian und seine Brüder. Dass die Smiths tatsächlich englischer Adel sind, erklärt zwar mitunter die besondere Stellung der Familie, trotzdem klang der Familienname Smith für mich — als Historical-Romance-Fan — sehr ungewohnt für eine adelige Familie mit dieser mächtigen, gefährlichen Aura. Immerhin ist der älteste Smith ein Herzog. Zudem hatte ich stellenweise das Gefühl, als gäbe es bereits Vorgeschichten oder Zusammenhänge, die ich kennen sollte, obwohl das Buch als erster Band der Reihe gelistet ist.

Sprachlich war „King of Depravity“ für mich nicht immer ganz rund; manche Stellen lasen sich etwas holprig. Trotzdem hat die Geschichte definitiv genug Sog, um dranzubleiben. Es gibt Gefahr, Anziehung, verletzte Seelen, Beschützerinstinkt und genau diese typische Dark-Romance-Spannung zwischen „Das ist definitiv nicht gesund“ und „Aber für diese beiden funktioniert es irgendwie“.

Kurz gefasst: „King of Depravity“ ist eine düstere, schnelle und besitzergreifende Mafia-Romance. Nicht alles war für mich rund, manches wirkte etwas überhastet, aber die Dynamik zwischen Killian und Chloe, die gefährliche Las-Vegas-Atmosphäre und die interessante Familienkonstellation hatten definitiv ihren Reiz.

 

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