Blog Kas Tatsachenbericht

Liebe versus Sex in Büchern

  • 16. Oktober 2020

Geneigte LeserInnen,

im Laufe der Jahre, die ich nun schon lese, habe ich immer und immer wieder feststellen müssen, dass ich mit Literatur, die sich nur mit Sex beschäftigt – die man als „Porno in Buchform“ bezeichnen kann – sich für mich persönlich nicht wirklich gut anfühlt. Denn es fehlt etwas essentielles, was das Ganze rund macht: Liebe, Zuneigung zwischen den Protagonisten.

Wenn das Körperliche da rauf reduziert wird und die Menschen, manchmal auch mehr als zwei, locker flocker von einem Bett ins nächste springen um es wie die Karnickel zu … ähm, was auch immer. Oder von einem Tisch auf den Boden. Oder von der Dusche auf den Waschtisch. Oder von der Waschmaschine auf den Trockner. Oder von wohin auch immer nach wohin auch immer.

An dieser Stelle muss ich eine kleine Zwischenanmerkung loswerden: M-F-M-Geschichten lese ich verdammt gerne, sofern die Anziehungskraft und Gefühle vorhanden sind. Ihr wisst, was ich mein! OMG, wenn ich da nur an „Rough, Raw and Ready – Wenn es Liebe ist“ von Lorelei James denke, bekomme ich irre Lust das Buch wieder zu lesen! Das ist Erotik + Liebe + Leidenschaft + allem was nötig ist um ein erotisches Buch mit tiefen Gefühlen und toller Handlung zu schreiben. Übrigens handelt es sich dabei um den 5. Teil der „Rough Riders“-Reihe der Autorin.  Klickt einfach auf die Dose, dann landet Ihr bei der Rezension:

Liebe versus Sex in Büchern

Doch zurück zum Thema. Versteht mich nicht falsch, sie dürfen ruhig von da nach dort springen, hüpfen, laufen, rennen, keuchen oder fleuchen! Aber eines darf dabei nie fehlen! Der Autor, die Autorin muss mir das Gefühl vermitteln, dass das, was die beiden – oder auch mehr Personen :3 – miteinander teilen ( … hätte jetzt fast doch treiben geschrieben! Aber nur fast!) dies aus Liebe tun. Nicht nur aus dem Gefühl heraus: „Oh, mir ist heute gerade mal danach, mich auf dem WC des Restaurants vom Oberkellner bespringen zu lassen! Ich wollte nämlich schon immer mal testen, wie toll sich bei stetiger Bewegung der Abdruck der Klobrille auf meinem Hintern macht!!!“

Selbstredend kann jeder lesen was er möchte, aber für mich ist Sex pur in Büchern eher nicht geeignet. Ich brauche in den Geschichten Gefühle, Emotionen, Nähe, Wärme, Anziehungskraft, dieses spezielle Knistern, das Autoren zu mir transferieren.

Natürlich verteufle ich Bücher nicht, die sich auf Sex pur beschränken, sie können durchaus anregend geschrieben sein. Jedoch ist mir das etwas zu wenig. Wenn, dann bevorzuge ich Erotik mit Handlung und nicht Sex ohne Rahmenhandlung. 😀

In diesem Sinne

Ka