Paranormales/Fantasy Rezensionen

Laurann Dohner — Fury

  • 29. September 2026

Mit „Fury“ startet Laurann Dohner ihre paranormale New-Species-Reihe. Ellie hat 416 einst die Freiheit geschenkt – und gleichzeitig etwas getan, das er ihr nicht verzeihen kann. Als sie sich elf Monate später wiedersehen, ist aus 416 Fury geworden. Und zwischen Rache, alten Wunden und heißer Anziehung fliegen gehörig die Funken …

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Fury — Animalische Leidenschaft
Laurann Dohner

Originaltitel: Fury
Verlag: Lago
ASIN: B01A5U7JY4
ISBN-13: 978-3957611291
Erscheinungsdatum:  11. Juli 2016
Genre: Paranormal – Erotik



Teil einer Serie: New Species
1) Fury (2011)
2) Slade (2012)
3) Valiant (2012)
4) Justice (2012)
5) Brawn (2011)
6) Wrath (2013)
7) Tiger (2013)
8) Obsidian (2013)
9) Shadow (2013)
10) Moon (2013)
11) True (2014)
12) Darkness (2015)
13) Smiley (2015)

Klappentext

Als die verdeckte Ermittlerin Ellie erfährt, dass in dem Pharmaunternehmen, in dem sie arbeitet, an zu Versuchszwecken genmanipulierten Menschen illegale und grausame Experimente durchgeführt werden, kämpft sie mit allen Mitteln für die Befreiung der Opfer. Vor allem einer der Gefangenen, Fury – ein Mann, dessen DNA mit der eines Hundes kombiniert wurde –, zieht sie von Anfang an in ihren Bann. Er ist stark, wild und unberechenbar – und hegt einen wilden Hass auf Ellie, von der er sich fälschlicherweise hintergangen fühlt. Kaum in die Freiheit entlassen, will er Rache. Aber er kann der Anziehungskraft, die Ellie auf ihn ausübt, nicht widerstehen. Die Berührung ihrer Hände, ihre Zärtlichkeit und Wertschätzung, die sie ihm und allen seiner Spezies entgegenbringt, ist die einzige Erfahrung von Zuwendung und Nähe, die er in seinem geknechteten Dasein erleben durfte. Ob Ellie sein verhärtetes Herz heilen und seine animalische Unberechenbarkeit bändigen kann?

Quelle Klappentext und Cover: Lago Verlag

Rezensionsdose Fury - Animalische Leidenschaft, Teil 1 von Laurann Dohner

Kas Bewertung

Laurann Dohner — Fury

Ellie arbeitet in einem großen Pharmaunternehmen, als man mit einer ungewöhnlichen Bitte auf sie zukommt: Sie soll verdeckt in den Labors des Unternehmens ermitteln, da dort grausame Versuche an genmanipulierten Menschen durchgeführt werden. Ellie ist geschockt darüber, was dort passiert, und willigt ein. Sie erschleicht sich als Laborassistentin das Vertrauen der Mitarbeiter und sammelt Informationen, die sie weitergeben kann, um dem, was in den geheimen Laboratorien geschieht, ein Ende zu bereiten. Bereits von Anfang an hat es ihr einer der Probanden besonders angetan: ein Mann namens 416, dessen DNA mit der eines Hundes vermischt wurde. Doch um ihn und all die anderen Testobjekte zu befreien, muss Ellie zuerst etwas Schreckliches tun. Die Frage ist nur: Wird 416 ihr das jemals verzeihen?

Elf Monate sind inzwischen vergangen, seit Ellie die menschenunwürdigen und grausamen Gräueltaten, die an den Testobjekten verübt wurden, aufgedeckt hat. Zwischenzeitlich arbeitet sie für die Regierung, die den New Species, wie die neu geschaffenen Menschen sich selbst nennen, Homeland zur Verfügung gestellt hat. Womit Ellie jedoch nie gerechnet hat, ist, dass 416, der sich nun Fury nennt, einer der Männer ist, die für die Sicherheit von Homeland verantwortlich sind. Als er Ellie erblickt, greift er sie an – mit dem Willen, sie zu töten.

„Fury“, der erste Teil der „New-Species“-Reihe von Laurann Dohner, ist ein interessanter Auftakt in diese paranormale Reihe. Dank Ellies Engagement sind die New Species zwar ihren Peinigern entkommen, doch damit sind ihre Probleme noch lange nicht vorbei. Durch die Verbindung ihrer menschlichen DNA mit tierischer DNA unterscheiden sie sich von normalen Menschen und weisen teilweise auch tierische Verhaltensweisen und Instinkte auf.

Leute, die mit der Existenz der New Species nicht umgehen können, bilden eine Front gegen sie und schrecken dabei auch vor Gewalt nicht zurück. Diese richtet sich nicht nur gegen die New Species selbst, sondern ebenso gegen die Menschen, die für sie arbeiten. Laurann Dohner schildert sehr bildhaft, unter welch grausamen Umständen und aus welchen Gründen die verschiedenen New Species erschaffen wurden – und das schlägt einem beim Lesen mehr als einmal gehörig auf den Magen. Dabei lassen sich durchaus auch Parallelen zu unserer eigenen Gesellschaft entdecken.

Ein wenig Schwierigkeiten hatte ich mit Furys Charakter. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass er Ellie gegenüber etwas einsichtiger reagiert, und auch sein ausgeprägter Besitzanspruch war mir bisweilen zu viel. Auf der anderen Seite zeigt er durchaus eine fürsorgliche Seite, nicht nur Ellie, sondern auch den Frauen der New Species gegenüber. Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen mir Fury einfach zu viel von allem war. Ellie hingegen ist eine tolle Protagonistin, ebenso wie die Nebencharaktere, die diesem ersten Teil zusätzlich Farbe verleihen.

Die erotischen Szenen sind heiß und ohne schnörkelige Umschreibungen beschrieben. Lesern, die es bei der Erotik etwas sanfter mögen, könnte es das eine oder andere Mal vielleicht zu heftig sein. Ich würde mich freuen, mehr von den Männern und Frauen der New Species in deutscher Übersetzung zu lesen, allen voran Slade, der im zweiten Teil die Hauptrolle spielt und auch hier, in diesem ersten Teil, bereits eine tolle Figur gemacht hat.

Kurz gefasst: „Fury“ ist ein Buch, das zu fesseln weiß. Es ist spannend, dramatisch, erotisch und hat auch humorvolle Passagen. Einmal angefangen, mag man es nur schwer zur Seite legen.

 

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