Paranormales Rezensionen

Laurann Dohner — Fury

  • 11. Februar 2017

Fury — Animalische Leidenschaft
Laurann Dohner

Originaltitel: Fury
Verlag: Lago
ASIN: B01A5U7JY4
Erscheinungsdatum:  11. Juli 2016
Genre: Paranormal – Erotik



Teil einer Serie: New Species

Klappentext

Als die verdeckte Ermittlerin Ellie erfährt, dass in dem Pharmaunternehmen, in dem sie arbeitet, an zu Versuchszwecken genmanipulierten Menschen illegale und grausame Experimente durchgeführt werden, kämpft sie mit allen Mitteln für die Befreiung der Opfer. Vor allem einer der Gefangenen, Fury – ein Mann, dessen DNA mit der eines Hundes kombiniert wurde –, zieht sie von Anfang an in ihren Bann. Er ist stark, wild und unberechenbar – und hegt einen wilden Hass auf Ellie, von der er sich fälschlicherweise hintergangen fühlt. Kaum in die Freiheit entlassen, will er Rache. Aber er kann der Anziehungskraft, die Ellie auf ihn ausübt, nicht widerstehen. Die Berührung ihrer Hände, ihre Zärtlichkeit und Wertschätzung, die sie ihm und allen seiner Spezies entgegenbringt, ist die einzige Erfahrung von Zuwendung und Nähe, die er in seinem geknechteten Dasein erleben durfte. Ob Ellie sein verhärtetes Herz heilen und seine animalische Unberechenbarkeit bändigen kann?

Quelle: Lago Verlag

Animalische Leidenschaft 1: Fury

Kas Bewertung

Ellie arbeitet in einem großen Pharmaunternehmen, als man mit einer ungewöhnlichen Bitte auf sie zukommt: Sie soll verdeckt in den Labors des Unternehmens ermitteln, da dort grausame Versuche an genmanipulierten Menschen gemacht werden. Ellie ist geschockt darüber, was dort passiert und willigt ein. Sie erschleicht sich als Laborassistentin das Vertrauen der Mitarbeiter und sammelt Informationen, die sie weiter geben kann, um dem, was in den geheimen Laboratorien geschieht, ein Ende zu bereiten. Bereits von Anfang an, hat es ihr einer der Probaten besonders angetan, ein Mann namens 416, dessen DNA mit der eines Hundes gemischt wurde. Doch um ihn und all die anderen „Testobjekte“ zu befreien, muss Ellie zuerst etwas schreckliches tun. Die Frage ist nur: Wird 416 ihr das jemals verzeihen?

11 Monate sind inzwischen vergangen, dass Ellie die menschenunwürdigen und grausamen Gräueltaten, die an den „Testobjekten“ durchgeführt wurde, aufgedeckt hat. Zwischenzeitlich arbeitet sie für die Regierung, die den „New Species“, wie die neu „geschaffenen“ Menschen sich selbst nennen, „Homeland“ zur Verfügung gestellt haben. Womit Ellie jedoch nie gerechnet hat ist, dass 416, der sich nun Fury nennt, einer der Männer ist, die für die Sicherheit von „Homeland“ verantwortlich sind. Als er Ellie ansichtig wird, greift er sie an, mit dem Willen, sie zu töten.

„Fury“, der erste Teil der „New Species“-Reihe von Laurann Dohner, ist ein interessanter Auftakt in diese paranormale Reihe. Nun sind die „New Species“ – Dank Ellies Engagement – zwar ihren Peinigern entkommen, doch das ist noch nicht das Ende der Probleme. Denn sie sind anders als die normalen Menschen, durch die tierische DNA, die sowohl Männern als auch Frauen eingesetzt wurde. Dies macht sie teilweise „tierischer“, wenn man es so bezeichnen mag.

Menschen, die nicht damit umgehen können, bildet sich zu einer Front gegen die „New Species“. Dabei schrecken sie auch nicht vor Gewalt zurück! Eine Gewalt, die sich auch auf die Menschen ausbreitet, die für die „New Species“ arbeiten. Laurann Dohner hat die Umstände, wie und aus welchem Grund, die unterschiedlichsten „New Species“ geschaffen wurden, bildhaft dargestellt, was einem beim Lesen nicht nur einmal gehörig auf den Magen geschlagen hat. Man entdeckt durchaus auch Parallelen zu unserer eigenen Gesellschaft.

Ein wenig hatte ich Schwierigkeiten mit dem Charakter von Fury, den ich mir an manchen Stellen, Ellie gegenüber einerseits etwas einsichtiger gewünscht hätte, andererseits war mir sein Besitzanspruch, den er auf Ellie geltend gemacht hat, etwas zu viel. Anderseits empfand ich ihn als fürsorglich, auch gegenüber den Frauen der „New Species“, doch es gab Begebenheiten, bei denen mir Fury etwas „zu viel von allem“ wurde. Ellie selbst ist eine tolle Protagonistin, ebenso wie die Nebencharaktere, die diesem ersten Teil zusätzlich Farbe verliehen haben. Die erotischen Szenen sind heiß und ohne schnörkeligen Umschreibungen beschrieben. Leser, die es bei der Erotik etwas „sanfter“ mögen, könnte es das ein- oder andere mal vielleicht zu heftig sein. 4 Punkte für „Fury – New Species 1“. Ich würde mich freuen, mehr von den Männern und Frauen der „New Species“ als deutsche Übersetzung zu lesen.

Kurz gefasst: „Fury“ ist ein Buch, das zu fesseln weiß. Es ist spannend, dramatisch, erotisch und hat auch humorvolle Passagen. Einmal angefangen, mag man es nur schwer zur Seite legen.