Paranormales Rezensionen

Lara Steel — Spiegelherz

  • 15. März 2019

Spiegelherz
Lara Steel

Originaltitel:  —
Verkauft durch:
Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07P5V99NR
Erscheinungsdatum: Februar 2019
Genre: Paranormal

Teil einer Serie:

Klappentext

Ein dunkler Gott!
Eine geheimnisvolle Prophezeihung!
Eine unbezwingbare Liebe!

Lajana ist eine Kyrische Jungfrau, geboren und erzogen, um durch den Spiegel der Welten zu blicken und für ihren König Kontakt zu den Göttern herzustellen:
Ihr Leben im Tempel wird von drei Gesetzen beherrscht:
1. Sieh niemals alleine durch den Spiegel.
2. Durchquere niemals das Portal
3. Vertrau keinem der Götter auf der anderen Seite.
Als Lajana in dieser Nacht vor dem Spiegel steht, weiß sie: Sie wird all diese Gesetze brechen!

Quelle: Lara Steel

Kas Bewertung

Seit kleinauf wurde Lajana zur Kyrischen Jungfrau erzogen, um – sobald ihre Vorgängerin verstorben ist – den Kontakt zur Götterwelt herzustellen. Dies geschieht durch einen Spiegel, der als Portal fungiert. Als Lajanas großer Tag kommt, sieht sie sich unverhofft dem Rachekönig Vidar gegenüber und bis sie sich versieht, befindet sich Lajana auf der anderen Spiegelseite, mitten im Reich der Götter. Was dann auf sie einstürmt, hätte sie sich selbst in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

„Spiegelherz“ von Lara Steel ist ein Buch mit einer tollen Grundidee: eine Kyrische Jungfrau, nordische Gottheiten, Magie, Portale in andere Welten, Ragnarök und Völuspá. Wow. Wow. Wow! Leider gibt es für mich persönlich ein Aber, das darin begründet ist, daß die Geschichte an sich kurzweilig erzählt wurde, ohne Frage, doch meines Erachtens fehlt das tiefer hinein Dringen in die Materie, da manche Dinge nur angekratzt werden. Ich dachte für mich nicht nur einmal: „Erzähl mehr. Geh tiefer hinein. Da geht noch was!“

Wir haben z.B. das Heldenpaar Lajana und Vidar. Sie kommen sich näher, was an sich eine schöne Sache ist, nur fehlte es mir hier an diesem speziellen Kribbeln des Verliebtsein, der Aufbau der Gefühle der beiden zueinander. Vielleicht liegt es auch daran, dass alles so rasend schnell ging? Lajana ist an sich eine toughe Heldin, die genau weiß, was sie will. Doch es gibt einen Wehmutstropfen, denn alles was Lajana tut, macht sie richtig. Sie trifft in brandgefährlichen Momenten tadellose Entscheidungen. Ist innerhalb eines Tages in die Gesellschaft der Götter integriert. Sprüht vor zündenden Ideen, was dem Götterreich natürlich zupass kommt u.s.w.. Sie macht dadurch einen unfehlbaren, aber auch etwas vorhersehbaren Eindruck.

Dann, im letzten Viertel macht es plötzlich „BÄHM!“ und es kommt eine Situation um die Ecke, mit der ich nie und nimmer gerechnet hätte. Gleichzeitig wird ein weiblicher Charakter ins Geschehen integriert, welche einen sehr interessanten Eindruck hinterlassen hat. Vor allem auch im Hinblick darauf, dass Lajanas Cousin die Dame offensichtlich kannte und, er selbst allem Anschein nach ein Geheimnis mit sich herum trägt. Auch die Intrige, die im Hintergrund gesponnen wurde war höchst überraschend, was den „Täter“ betrifft. Es bleiben einige Fragen offen, weswegen ich vermute, dass ein zweiter Teil nachkommen könnte. Schon der klasse Idee wegen vergebe ich trotz der Kritikpunkte, knappe 4 Punkte.

Kurz gefasst: Ein „Spiegelherz“ — im wahrsten Sinne des Wortes!