Paranormales Rezensionen

Jasmine Wylder — Des Bären Jungfrau

  • 15. Februar 2018

Des Bären Jungfrau
Jasmine Wylder

Originaltitel: The Bear Shifter’s Virgin
Verlag:
CreateSpace Independent Publishing Platform
eBook verkauft durch:
Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07913QGRT
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2018
Genre: Paranormal – Gestaltwandler

Teil einer Serie:  Vom Schicksal bestimm
1) ( November 2017 ) The Bear Shifter’s Virgin – Des Bären Jungfrau ( Januar 2018 )

Klappentext

Rebecca Lake ist eine kurvige und weltberühmte Autorin, die keine Zeit für Plaudereien mit den Nachbarn hat. Es sei denn, der Nachbar ist zufällig der extrem heiße, mysteriöse Milliardär namens Isaias Durant, von dem Rebecca die Augen nicht nehmen kann. Definitiv würde dieses menschliche Kunstwerk sich nicht zu ihr hingezogen fühlen… dieser schüchternen Jungfrau. Oder vielleicht doch? Isaias Durant ist nicht irgendein Milliardär. Er hat Geheimnisse, für die seine Eltern sterben mussten und deshalb darf sie auch niemand jemals erfahren. Rebecca zu fragen seine Verlobte zu spielen, mag nicht gerade nach gutem Benehmen schreien, aber außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Maßnahmen. Und außerdem ist da etwas an Rebecca, wovon Isaias immer mehr angezogen wird… Stück für Stück. Er ist kaum in der Lage sein inneres Biest zu kontrollieren. Jede Zelle in seinem Körper schreit nach ihren üppigen Rundungen. Aber zum Wohle aller, muss er sich selbst kontrollieren. Wenn Beckys Leben in Gefahr ist, bleibt ihm nichts Anderes übrig als ihr zu vertrauen. Wenn sein Leben in ihren Händen liegt, wird sie dann rennen… oder sich nur noch mehr in ihn verlieben? Finden Sie es heraus!

Quelle: CreateSpace Independent Publishing Platform

Kas Bewertung

Eigentlich schreibe ich sehr ungern Rezensionen, die alles andere als „gut“ bewerten. Doch bei „Des Bären Jungfrau“ ( Hier beim Titel beginnt es schon. ), konnte ich nicht anders. Ein Blick auf die sehr unterschiedlichen Rezensionen animierte mich dazu, das Buch überhaupt zu kaufen. Zudem zeigte ein zweiter Blick auf die Buchbesprechungen des Originals ( 188 Rezensionen mit einem Durchschnitt von 4,5 Punkten, das kommt echt gut! ), daß da durchaus Raum nach oben ist. Nun finde ich leider die negativen Rezensionen, der deutschen Übersetzung, bestätigt. Doch worum geht’s in „Des Bären Jungfrau“:
Rebecca ist eine erfolgreiche Autorin, ohne großes Selbstbewußtsein. Sie lebt unweit des Milliadärs Isaias Durant. Was Rebecca nicht weiß ist, dass Isaias mehr ist als ein „normaler“ Mann. Isaias hat zudem ein Problem, aus dem ihm spontan nur Rebecca helfen kann. Er bitte um ihre Hilfe und Rebecca willigt ein. Doch damit beginnen die wirklichen Probleme erst richtig, denn es gibt jemanden in Isaias Vergangenheit, der nicht nur ihm, sondern auch allen anderen, die ihm am Herzen liegen, zur tödlichen Gefahr werden kann.

„Des Bären Jungfrau“ ist eine Gestaltwandler Geschichte, die mir etwas auf den Magen geschlagen hat. Was nicht an der Idee dahinter lag, sondern daran, wie sie erzählt wurde. Eine unterschätze Jungfrau. Ein „heimlicher“ Bär und eine Menge Probleme samt einer missverkannten Liebe und mächtigem Rachedurst. Das alles hatte das Potential zu etwas Gutem zu werden. Nur dass von den Problemen wenig erzählt wurde, die Jungfrau manchmal Dinge von sich gab, die eigentlich nicht passend waren und vom Lektorat „geschluckt“ hätten werden müssen und eine hastige, fluchtartige Art und Weise des Schreibens, haben das Erzählte für mich nicht rund gemacht. Ich denke, es ist nur eine Vermutung, da ich das Original nicht gelesen habe, dass es vielleicht zum Teil auch an der Übersetzung lag, die manchmal etwas stockend und hölzern anmutet. Wie gesagt, nur eine Vermutung.

Normalerweise habe ich erwartet, jedenfalls den Klappentext entsprechend mit dem Hinweis, daß Thematik und Sprache nur für Leser ab 18 Jahren sei, auf sinnlich-erotische Momente zu stoßen. Doch die dünn gestreute Erotik fühlte sich für mich unerotisch an, ähnlich einem Besenstil. Sie war ohne gefühlsintensiven Aufbau und flach im Abgang. Ich denke, wenn wenigstens diese Szenen einfühlsam und stimmig gewesen wären, würde mein Urteil etwas nach oben geschraubt worden sein. Doch diese Momente, haben keinerlei Kribbeln oder Funken erzeugt. Sehr schade.

Die Protagonisten selbst bleiben wenig beleuchtet und es wird nur über deren Oberfläche hinweg gestrichen. Man hätte aus ihrer Vergangenheit, aus dem was sie ausmacht wesentlich mehr heraus holen können. Doch so blieben mir die Charaktere, vor allem Rebecca und Isaias fern. Entsprechend blieb auch die Sympathie ihnen gegenüber, aus. Wobei ich sagen muss, dass ich einer der Nebendarstellerinnen, nämlich Adela, ihres Zeichens schwesterliche Freundin und Haushälterin von Isaias noch am sympathischsten fand und auch Marcus Handeln konnte ich bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Denn er hatte für ein typisches „Alphatier“ allen Grund so zu agieren, wie er agiert hat: Brennende Eifersucht! Sogar der Antagonist hat einen glaubhafteren Eindruck hinterlassen. Doch die Gestaltung des Covers passt sehr gut zum Inhalt, sogar was die Farbgebung betrifft. Warum dem so ist, müsst ihr allerdings selbst lesen. Trotz allem, bin ich  am Überlegen, ob ich dem zweiten Teil der „Vom Schicksal bestimmt“-Reihe eine Chance geben soll. Mal sehen …

Kurz gefasst: Nicht genügend ausgebaute Geschichte und hastig skizzierte Charaktere. Schade.