Fiktive Charaktere

[HeldenSalon] Cameron Glothe

  • 28. März 2016

Geneigte Leserinnen und Leser,

ich schleiche, wenn man das denn so bezeichnen kann, 😉 seit einigen Wochen um einen gewissen Helden herum. Sein Name ist Cameron Glothe. Er ist Gitarrist bei der Heavy Metal-Band “Grave Angels” und spielt die Hauptrolle in Alexa Lors Buch “Camerons Geheimnis”, dem zweiten Teil der “Bad Boy”-Reihe. Und während ich so um ihn herum schlich und mir seine Geschichte sehr gut gefallen hatte – der Plot ist absolut ungewöhnlich für dieses Genre – habe ich bei seiner Schöpferin nachgefragt, ob er wohl Lust auf ein Gespräch hätte.

Und jetzt ist er hier! Und wird unseren HeldenSalon um ein weiteres Interview bereichern …  *streicht sich eine verirrte Haarsträhne hinters Ohr und öffnet ihrem Gast die Türe*

Camerons Geheimnis (Bad Boys)

Hi Cameron, wow! Ich freue mich sehr, dass Du bei uns bist, komm doch rein. *schließt hinter ihm die Tür und reicht ihm die Hand zum Gruß* Herzlich Willkommen im HeldenSalon von Happy End Bücher! Hey, das ist für mich, besser gesagt für den HeldenSalon, Musiker-Premiere. Max Leif, ein Musikproduzent war vor kurzem hier, und nun ein waschechter Musiker …! *lächelt ihn erfreut an*

*lächelt zurück*
Ich muss gestehen, Deine Einladung hat mich überrascht. Ich meine, da gibt es doch ganz andere Kaliber, mit denen ein Interview bestimmt interessanter wäre. Vor allem für die Premiere. *Sein Blick gleitet an Ka entlang, vom Scheitel bis zur Sohle und wieder zurück. Das Lächeln wird zum verschmitzten Grinsen* Es ist mir allerdings ein ausgesprochenes Vergnügen und sag doch bitte Cam.trenner-spirale Gerne!
Du hast bereits in Deiner Geschichte einen sehr sympathischen Eindruck gemacht und Du besitzt Humor, da konnte ich nicht anders, als Dich einladen! Außerdem, war ich immens neugierig auf Dich! *errötet leicht* Setz` Dich doch. *deutet auf das HeldenSofa* Hast Du Lust auf einen Kaffee? Etwas Süßes?

*Setzt sich entspannt aufs Sofa. Legt das linke Bein abgewinkelt mit dem Knöchel auf dem rechten Knie ab und die Arme ausgebreitet auf die Rückenlehne.* Alexa hat gesagt, bei dir gibt es Erdbeertörtchen. Und dazu kann ich nie Nein sagen! *schlägt sich lachend mit der flachen Hand auf den (Waschbrett)Bauch*

Joa, ich denke, ein Erdbeertörtchen kann diesem Bauch nicht schaden * reicht ihm mit einem Augenzwinkern den Törtchenteller*

Zum Glück kann ich es mir ja auch leisten. Zumindest noch. Vielen Dank!
Allerdings hoffe ich, Deine Erwartungen an mich als Musiker-Gast sind nicht zu hoch. Unterm Strich, am Ende des Tages bin auch ich nix weiter als ein stinknormaler Mensch. Dieser ganze Musiker-Mythos *er kichert leise* von wegen Sex and Drugs and Rock’n‘Roll ist nämlich ziemlicher Bullshit. Ein Image, das nach außen hin gepflegt wird, aber nicht der Realität entspricht. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Verschwiegene Wahrheit (Bad Boys 1)

Nun …. *hüstelt verhalten* …. ich habe da allerdings in “Camerons Geheimnis” sehr wohl was von Sex, Drugs and Rock’n‘Roll gelesen …

Ja, doch die Wahrheit ist, dass die meisten von uns, insbesondere die, die das mit der Musik ernst nehmen und weniger auf Ruhm und Kohle aus sind, im Grunde ihres Herzens spießige Langweiler sind und ein ebensolches Leben führen. Tut mir leid, aber so ist es. Auch wir kochen unseren Kaffee nur mit Wasser. Die ganzen Leute, die diese seltsam verklärte Vorstellung vom Leben eines Musikers haben, würden sich umgucken, wenn sie wüssten, wie es wirklich aussieht. Das ist nämlich nicht das Zuckerschlecken, als was es gerne dargestellt wird. Auch dann nicht, wenn man es geschafft hat. Gerade dann nicht.

Das kann ich mir gut vorstellen. Ruhm, ist sicher kein Pillepalle!
Erzähl mal, wie bist Du beim Heavy Metal gelandet? Und stelle bitte Dein Licht nicht unter den Scheffel, ich weiß, dass Du verdammt gut bist! Ich konnte mich in Deiner Geschichte davon überzeugen *zwinkert ihm zu* Außerdem, Deine Schöpferin hat diesbezüglich ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert … 😉

Oh, Danke für das Kompliment. *Cam wirkt fast ein bisschen verlegen*
Allerdings neigt Alexa, was ihre Söhne und Töchter angeht – ja, sie betrachtet sich durchaus als unser aller Mama *schmunzelt* – zuweilen durchaus ein wenig zum Übertreiben. Mutterstolz eben! *lacht*

Liebe unaufhörlich (Jäger der Dessla, Band 1)

Hier muss ich Dir widersprechen, schließlich habe ich Dich spielen gehört … ich meine natürlich, ich habe Dich spielen gelesen *lacht* Sorry, aber ich lebe gute Geschichten immer mit! Jetzt habe ich Dich allerdings unterterbrochen, Cam, es ging darum ….

*Cam vervollständigt Kas Satz* …. wie ich zum Heavy Metal kam? Du kennst den Spruch mit der Jungfrau und dem Kind? In etwa so. Wenn ich auf die Ausbildung zurückblicke, die ich als Kind und Jugendlicher genießen durfte, hätte es mich auch ganz woanders hin verschlagen können. Ich hatte Klavier- und Geigenunterricht. Gitarrespielen hab ich mir mehr oder weniger selbst beigebracht. Anfangs jedenfalls. Wenn ich mein Elternhaus nicht verlassen hätte, wäre ich heute vielleicht Konzertpianist. Oder der amerikanische David Garrett. Okay, vielleicht nicht ganz so hübsch *lacht lauthals*.

*Ka hebt erstaunt die Augenbrauen, schmunzelt und denkt sich: Doch, mindestens so hübsch!*

Wobei es doch eher zweifelhaft ist, dass mein Vater mich eine Musikerlaufbahn hätte einschlagen lassen. Mit der Gitarre hab ich neben den ganzen Jobs, die ich für unseren Lebensunterhalt machte, dann noch ein Zubrot verdient. Als Straßenmusiker. Ja, so fing das an. Und Heavy Metal ist für einen E-Gitarristen eigentlich naheliegend, weil man da das ganze Repertoire aufbieten kann und muss. Du kannst „schrubben“ und das klingt dann richtig, ja, wie soll ich es sagen, dreckig. In der nächsten Sekunde musst Du unglaublich präzise sein. Schnelligkeit ist ebenfalls etwas, über das man verfügen sollte, aber wenn Du nicht in der Lage bist, gefühlvolle Melodien zu spielen und die Emotion dabei auch zu transportieren, rüberzubringen, beim Publikum ankommen zu lassen, es die Leute fühlen zu lassen, dann kannst Du noch so schnell sein, das reißt es nicht raus. Heavy Metal zu spielen ist mit eine der größten Herausforderungen, der Du Dich als Gitarrist stellen kannst, auch wenn man das vielen Songs gar nicht wirklich anhört. Mit Ausnahme der Soli vielleicht. Getoppt wird das eigentlich nur von den akustischen Konzertgitarren in Richtung Flamenco oder ähnliches. Also, meiner Meinung nach.trenner-spiraleDas Thema scheint Dein Blut in Wallung zu bringen! Darum wohl auch das Wort “Vollblutmusiker”!  *feixt*
Cam, darf ich einen Blick auf Deine Fingerkuppen werfen? Denn Du hast ganz schön was auf Dich genommen, um sie … du weißt schon … ich darf nicht mehr sagen, sonst wird mir maßloses Spoilern vorgeworfen und das wollen wir doch nicht … 😉

Meine Fingerkuppen? *lacht herzhaft*
Ich bin bestimmt der allererste Gitarrist der Welt, der bei einem Interview darum gebeten wird, seine Finger zu zeigen. Aber okay …

*Verändert die bequeme Sitzhaltung, indem er die Arme von der Lehne nimmt, die Beine parallel zueinander stellt und die Ellbogen auf die Knie platziert, während er sich nach vorne beugt. Schielt Ka leicht von unten an.*
Wirklich nur die Fingerkuppen, oder möchtest Du Deinen Blick noch woanders hin werfen?

Cameron Glothe!!! Na hör mal …

*Gluckst* Wirst Du gerade rot oder kommt das vom Licht hier drin?
*Streckt Ka die Hände entgegen, ohne auf eine Antwort zu warten* Bitteschön. Aber sei nicht enttäuscht. Viel zu sehen gibt’s da nicht.

*streicht vorsichtig über die Fingerkuppen der rechten Hand und ist erstaunt darüber was sie sieht* Meine Neugierde wird mich nochmal umbringen! *lacht ihn an* Erzähl mal, wie geht es Dir und Jayna? Und wie geht es Nelson, er ist ja ein ganz ein Süßer!

Oh ja, Nelson ist ein richtig toller kleiner Kerl. Ich möchte ihn um nichts auf der Welt mehr missen. *lächelt versonnen* Du weißt ja, dass ich zweimal pro Woche die Kids im Kindergarten unterrichte. Immer noch beziehungsweise wieder nach der Pause, die ich notgedrungener maßen einlegen musste. Und da du meine Geschichte kennst, nehme ich an, Du kannst Dir zumindest denken, warum ich das tue. Ich liebe Kinder und genieße es, das Strahlen in ihren Augen zu sehen. Vor allem, wenn ich dazu beitragen kann, dass sie strahlen.
Aber Nelson hat da echt nochmal ne Schippe draufgelegt. In Denver, wo Jayna und er bis vor kurzem ja noch gelebt haben, haben viele ihn für geistig zurückgeblieben gehalten und das tun bestimmt auch einige in Vegas, aber das stimmt gar nicht. Im Grunde genommen ist er hochintelligent. Er braucht für manche Dinge eben einfach ein bisschen länger als andere Kinder seines Alters. Aber wenn er irgendwas erstmal intus hat, dann sitzt es. Außerdem ist er extrem musikalisch. Es macht total Spaß, ihm das Spielen beizubringen oder mit ihm zusammen zu spielen, weil er eine solche Liebe dafür hat, und da ist es dann auch völlig egal, ob es richtig ist oder daneben liegt. Es muss nicht perfekt sein, es muss schön für ihn, für uns sein. Das macht es dann automatisch perfekt, auch wenn es vielleicht alles andere als perfekt klingt. Alexa hat mir erzählt, dass Du selbst Mutter bist, da verstehst Du wahrscheinlich, was ich meine.

*Ka nickt*

Alles, was Nelson tut, macht er mit ganz viel Liebe. Er ist einfach toll! Er hat meinem Leben eine völlig neue Dimension, eine ganz andere Tiefe geschenkt. Mit ihm zusammen sein zu können, ist wirklich das Beste, was mir je passiert ist – neben seiner Mutter natürlich.

Liebe unwiderruflich (Jäger der Dessla)

Und da fragst Du noch, warum ich Dich eingeladen habe? Hallo? Du bist einfach ein toller Mensch, jetzt weißt Du´s! Aber mit Nelsons Schwester und Bruder sieht es etwas anders aus, oder?

Ich wünschte, mit Jaynas beiden Großen wäre es ebenso leicht und unkompliziert. Na, immerhin ist mittlerweile das „Der will doch nur Deine Kohle“ vom Tisch. Der Rest findet sich dann mit der Zeit schon.
Ja, und Jayna und ich? Uns geht es klasse und wir sind superglücklich. Ich glaube, das haben wir uns auch verdient, nach allem, was wir durchgemacht haben. Vor allem sie. Leicht hatte sie es eine Zeit lang mit mir ja nicht. Aber wir sind auch sehr beschäftigt. Zum Einen kommt da in nächster Zeit ja was Größeres auf uns zu … *lächelt* … Du weißt schon … Ich will ja auch nicht spoilern, ich sag nur: Denk an das, womit die Geschichte aufhört. *Das Lächeln wird zum Grinsen* Da sind wir schon voll im Vorbereitungsstress. Zum Anderen haben wir das Haus ständig voller Kids. Nelsons Freunde. Die neue Schule tut ihm wirklich gut. Über mangelnde Beschäftigung oder gar Langeweile kann sich Jayna jedenfalls nicht beschweren, auch dann nicht, wenn ich mal nicht zu Hause bin. Tja, und dann … Es werden wohl noch ein paar andere Veränderungen auf uns zukommen in nächster Zeit. Möglicherweise ein Umzug. *Nuschelt „eventuell Familienzuwachs“ vor sich hin* Aber dazu darf ich jetzt nicht mehr sagen, sonst krieg ich womöglich Schläge von der Chefin – und damit meine ich jetzt nicht Jayna. *lacht*

*Ka stimmt in sein Lachen ein* Ich muss gestehen, dass ich als Leserin sehr erstaunt war, von Deiner Affinität zu Frauen zu lesen, die älter sind als Du. Es ist, wie soll ich sagen, eher untypisch im Bereich des Liebesromans und dafür umso interessanter. *lächelt ihn interessiert an* Was macht für Dich eine ältere Frau reizvoller?

Puh. *strubbelt sich durchs Haar* Für mich hat sich diese Frage nie gestellt, weil es ja nie anders war. Ich habe jüngere oder junge Frauen nie reizvoll gefunden, daher kann ich nicht sagen, was an älteren reizvoller ist. Möglicherweise liegt es an der höheren Gelassenheit, und dass eine ältere Frau, zumindest im Regelfall, schon genau weiß, wer sie ist und was sie will. Jüngere müssen sich erst noch finden und erfinden. Das kann ziemlich anstrengend sein.
Und? *Er beugt sich vor und legt den Kopf schief* Willst Du jetzt auch noch was über Myrtel wissen? *Augen blitzen belustigt*trenner-spiraleUnbedingt! Das war etwas, was ich mir nur sehr sehr schwer vorstellen konnte. *sieht ihn verlegen an*

Das dachte ich mir schon! Lag nach der Lektüre Deiner Rezension quasi auf der Hand. *schmunzelt* Verstehe ich ja auch. Eine solche Beziehung muss für Außenstehende ja bestenfalls befremdlich wirken und für Irritationen sorgen. Ich meine, ich Anfang zwanzig, sie über siebzig. Hallooooo! Myrtel hätte meine Großmutter sein können. Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Man darf sie sich aber nicht wie eine klassische Omi vorstellen. Schon leicht gebeugt gehend, eher schlurfend, Gicht gebeutelt und mit runzeligen Gesichtsrunen, die dem Grand Canyon zur Ehre gereicht hätten. Nein, nein, nein. Myrtel war eine Frau, die sehr auf sich geachtet hat, auch viel Sport getrieben hat. Sie war fitter als so manche Dreißigjährige und sah bedeutend jünger aus, als sie war. Sie sah jünger aus als ihre Kinder! Mit Ausnahme von Zara. Ich war selbst ganz überrascht, als ich erfuhr, wie alt sie wirklich ist. Und, glaub mir, wir haben’s uns beide nicht leicht gemacht am Anfang, uns vehement gegen das gewehrt, was sich zwischen uns entwickelt hat. Aber gegen Gefühle ist man einfach machtlos. Ich hab mich nicht in ihr Aussehen verliebt, sondern in das, was sie ausgemacht hat. In ihre Wärme, ihren Humor, ihre Art, das Leben zu sehen. Mit einer gewissen Leichtigkeit, trotz allem, was sie erlebt hat.

Ihr Vater starb im Zweiten Weltkrieg, da ging sie noch nicht mal zur Schule. Ihr Mann, der Vater von Zara und ihren Geschwistern, starb an Krebs, da waren die Kinder noch nicht aus dem Haus. Trotzdem war sie immer fröhlich und zu Scherzen aufgelegt. Ich hab das bewundert. Durch sie habe ich gelernt, dass man immer nach vorne sehen soll, möglichst nicht nach hinten. Was vergangen ist, ist vorbei und kommt nicht mehr zurück. Sie pflegte immer zu sagen: Die beste Art, dem Leben die Zähne zu zeigen, ist beim Lachen. Ich hab das eine Weile vergessen, jetzt versuche ich, mich daran zu halten. Sie hatte für jede Lebenslage einen passenden Spruch parat und immer einen Rat. Das fehlt mir am meisten. Ihr Tod war ein wahnsinniger Schock für mich, weil er aus meiner Sicht und der ihrer Kinder völlig überraschend kam. Herzversagen. Dass sie schon eine Zeitlang Probleme mit ihrer Pumpe hatte, hat sie uns allen vorenthalten. So war sie eben. Klagen kam gar nicht in Frage.

Puh, wie gut, dass Du das jetzt so dargestellt hast, ich hatte da nämlich eine gänzlich andere … Vorstellung. 😉
Kannst Du unseren Lesern – aus Deiner Sicht der Dinge – berichten, was in “Camerons Geheimnis” auf sie zukommt? Mich hat das Buch nämlich nicht nur an einer Stelle überrascht, es war nicht ohne!

Mein Leben war nicht ohne und hat einige auch für mich überraschende Wendungen vollzogen. Meine Güte, wie das klingt. *lacht verhalten* Als wäre ich ein Neunzigjähriger auf dem Sterbebett, der ein Resümee zieht. Dabei bin ich erst siebenundzwanzig, habe das Leben quasi noch vor mir und keine Ahnung, was die Zukunft noch so an Überraschungen für mich parat hält.
Was kommt so alles auf die Leser zu? Hm. Wie soll ich das jetzt bitte beantworten, ohne wirklich hoffnungslos zu spoilern? Ich würde vorschlagen, die Leute, die sich für meine Geschichte interessieren, sollen die Rezension lesen, die Du darüber verfasst hast. Da steht alles drin, was man wissen muss, wenn man noch nicht sicher ist, ob man die Geschichte lesen will oder nicht.

Liebe unbeirrbar: Jäger der Dessla 3

Du bist normalerweise ein Charakter, der sich – abgesehen von den Umständen, die dies nötig gemacht haben – nicht verstellt, der … hmmm … der einfach ist wie er ist. Jemand, der es hasst, Spielchen zu spielen, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich. Ein Mann, der zu dem steht, was er sagt. Liege ich damit einigermaßen richtig, oder muss das Bild, das ich mir von Dir gemacht habe, etwas gerade gerutscht werden? *lehnt sich in Camerons Richtung um nichts zu verpassen*

Jein. Ich kann eine ganz schöne Plaudertasche sein, wie Du schon bemerkt haben dürftest *lächelt*. Vor allem, wenn ich mich irgendwo wohl fühle.
Das heißt nicht, dass ich mein Herz ständig auf der Zunge trage. Ich bin, wer ich bin und was ich bin. Die Summe meiner bisherigen Erfahrungen. Und so agiere ich auch. Du hast Recht, ich mag es nicht, mich zu verbiegen und ich bin eher der Typ Geradeaus. Das ist Cameron Glothe. Aber da gibt es noch einen Teil in mir, den ich zehn Jahre lang verleugnen und verstecken musste. Jetzt bin ich gerade dabei herauszufinden, wer ich wirklich bin. Da sind Jayna und Nelson eine große Hilfe. Ja, und Aidan und Ethan natürlich auch. Was dabei letztendlich herauskommt? Ich weiß es noch nicht.

Da kann nur gutes dabei raus kommen …
Ich fand es während des Lesens übrigens wunderschön, dass man die Liebe regelrecht gespürt hat, die Du Jayna entgegenbringst. Überhaupt finde ich, dass Deine Schöpferin es herrlich versteht, Gefühlswelten zu erschaffen, in die man als Leser versinken kann. Man lebt und fiebert richtiggehend mit Euch mit! *schwelgt dahin* Aber zurück zum Thema! Könntest Du mir und unseren Lesern Jayna in kurzen Worten beschreiben?

Ich werd Alexa erzählen, dass Du so geschwärmt hast. Da wird sie sich total freuen! *Lehnt sich wieder gegen die Rückenlehne und schließt die Augen*
Jayna in kurzen Worten beschreiben? Völlig unmöglich! Wenn ich es versuchen wollte, würde ich sagen: Egal, was sie tut, es geschieht mit aller Leidenschaft, die in ihr steckt. Sie macht keine halben Sachen. Das macht sie zur schönsten, tollsten, einfühlsamsten, zärtlichsten Frau auf Erden und verdammt sexy, auch wenn sie das immer noch bestreitet. *lacht und öffnet dabei die Lider. Seine Augen funkeln.* Sie ist der Fixstern, um den sich mein Universum dreht. Mein Fels in der Brandung. Meine Lebensretterin. Sie ist das, was mich komplett macht, und ich kann und will mir ein Leben ohne sie überhaupt nicht mehr vorstellen. Du sagst, man hat beim Lesen die Liebe gespürt, die ich ihr entgegenbringe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich sie liebe. Über alles.
*Schüttelt leicht den Kopf, wie, um sich von einem Gedanken loszureißen*
Wenn man mit einem Vollblutmusiker zusammen ist, in einer Beziehung, dann muss man damit leben, dass man bestenfalls an dritter Stelle steht. Im Leben eines Vollblutmusikers kommt zuerst die Musik, dann das Instrument, das er spielt, in meinem Fall also die E-Gitarre, und dann erst, mit viel Glück, der Partner. Stelle einen Vollblutmusiker nie vor die Wahl zwischen Dir und seiner Musik oder seinem Instrument. Du verlierst! Hundert Pro! Würde Jayna mich vor diese Wahl stellen, ich würde meine geliebte Explorer für sie an den Nagel hängen. Das sagt wohl genug darüber aus, was ich für sie empfinde. Zu meinem Glück würde sie das nie tun, weil sie weiß, was das Spielen mir bedeutet.trenner-spiraleJetzt habe ich echt Herzchen in den Augen, Cam! *ist sehr gerührt*
Was machen zwischenzeitlich die “Grave Angels”? Ich meine, Du hast ein wahnsinniges Talent als Gitarrist, und es wäre total schade, wenn nicht mehr daraus zu machen wäre! Vor allem jetzt, da Ethan, Euer Bandleader, auch nach oben will!

Ethan wollte schon immer nach oben, nicht erst jetzt. Er hatte bisher nur nie die richtige Mannschaft dafür. Die frühere Besetzung taugte nicht für die große Karriere, weil zu viele einfach nur Durchschnitt waren. Gut, was Lamar angeht, kann ich das nicht beurteilen. Ich hab ihn ja nie spielen hören, weil er lange vor meinem Dazustoßen starb. Ich wäre gar nicht in der Band, wäre er nicht gestorben. Aber auch der frühere Sänger brachte es nicht wirklich, der wurde sehr schnell sehr heiser, was beweist, dass er nicht wirklich singen konnte beziehungsweise sein Instrument, seine Stimme, nicht professionell eingesetzt hat. Das hat sich mit Aidan geändert. Gott, Aidan ist so unfassbar gut. Einer der besten Sänger, die ich je gehört habe. Der hat wirklich alles drauf. Grunting, Growling, Shouting und Screaming kriegt er genauso hin wie *macht Gänsefüßchen in die Luft* stinknormalen Gesang. In fast jeder Tonlage. Okay, die vier Oktaven von Myles Kennedy schlägt er nicht, aber er ist nahe dran. Und das, ohne jemals Unterricht gehabt zu haben. Ein Ausnahme- und Naturtalent. Ethan ist von Haus aus ein super Rhythmusgitarrist. Er hatte bisher nur die Ambition, als einziger fürs Songwriting zuständig zu sein, und da ist er … naja … nicht so der Burner. Diese Einstellung hat er jetzt überdacht und das wird die Band mit Sicherheit vorwärts bringen. Bei Quentin scheint es ebenfalls Klick gemacht zu haben. Zumindest nimmt er jetzt professionellen Unterricht, und ich denke, da wird dann ein exzellenter Bassist bei rauskommen. Und Tayron? *Rollt mit den Augen* Tayron und ich, wir sind keine Freunde, waren es nie und werden es auch nie sein. Gerade nimmt er sich meinetwegen eine Auszeit um zu entscheiden, ob er weiterhin in einer Band der Drummer sein kann und will, in der ich an der Gitarre stehe. Sollte er sich dagegen entscheiden … Lass es mich so sagen: Es würde mich nicht traurig machen.

Gefährlicher Geliebter

Mich auch nicht! *schlägt sich die rechte Hand auf den Mund* Ups!!! Das habe ich jetzt nicht wirklich gesagt!!! Entschulige! *räuspert sich*
Wie war es für Dich, also vom Gefühl her, vor einem Outlaw MC wie den “Desert Wolves” zu spielen? Die Jungs können – könnte ich mir jedenfalls vorstellen – ziemlich furchterregend wirken, oder? In deren Clubhaus würde ich gerne mal Mäuschen spielen … *schmunzelt*

Das würde ich auch gerne mal! *lacht* Als Ottonormalsterblicher hat man üblicherweise aber keinen Zugang zum Clubhaus. Ich hab’s erst ein Mal von innen gesehen und das war ein ganz besonderer Anlass. Ich glaube nicht, dass sich das so schnell wiederholt. Wir spielen ja immer in der alten Lagerhalle, in der die Partys abgehalten werden. Wie das ist, vom Gefühl her? Deprimierend, weil sie ja nicht dort sind, um uns zuzuhören. Viele mögen unsere Art Musik nicht mal sonderlich. Wir sind nur das Rahmenprogramm, das relativ schnell in den Hintergrund gerät. Und dass wir es sind, die da spielen, liegt nur an Aidan. Ohne ihn würden die Wölfe uns vermutlich nicht mal kennen. Angst habe ich vor den Jungs nicht, obwohl sie, da hast Du völlig Recht, ziemlich furchterregend sein können, vor allem, wenn sie im Rudel aufschlagen. Zum Feind möchte ich keinen von ihnen haben. Glücklicherweise werde ich als Freund betrachtet. Ich hab die Jungs als loyal bis zum Erbrechen kennengelernt. Für ihre Freunde tun sie fast alles. Untereinander, für die Brüder, gibt es keine Einschränkungen. Einen solchen Zusammenhalt mitzuerleben, das ist schon was Besonderes.

Ja, da bin ich ganz Deiner Meinung, allein schon davon zu lesen, war sehr … wie soll ich sagen … es hat gezeigt, was Freundschaft sein kann. Ich weiß nicht wie ich es sagen soll … es ist mir schon in “Verschwiegene Wahrheit” aufgefallen: Läuft da etwas zwischen Fist und Aidan? Ich meine, etwas, worüber wir in Zukunft vielleicht noch näher informiert werden? Die Spannung zwischen ihnen ist mehr als intensiv … *knabbert aufgeregt an ihrer Unterlippe*

Das fragst Du ausgerechnet mich?!

Klar! Wen sonst! Du bist da und du kennst sie … *Lacht wieder laut los*

Zur Hölle, das würde ich selber gerne wissen! Zweifellos läuft da irgendwas zwischen Aidan und Fist. Ich hab nur keine Ahnung, was. Und Du brauchst nicht glauben, dass mich Alexa, bloß, weil sie mich mit Aidan befreundet sein lässt, in alles einweiht, was ihr da so im Kopf rumschwirrt. Gerade darüber schweigt sie sich genüsslich aus und amüsiert sich vermutlich köstlich, dass wir alle – inklusive Jigs!!!!! – diesbezüglich völlig planlos sind.

*was von typisch Autor vor sich hinmurmelt* Eine letzte Frage, Cam: Wenn Du auf Deine Vergangenheit zurück blickst, würdest Du manche Dinge anders entscheiden?

Nein! *Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Dann nach kurzem Zögern* Doch, vielleicht. Eine Sache. *Atmet tief durch* Ich würde mich von Myrtels „Alles in Ordnung“ nicht mehr einlullen lassen, sondern darauf bestehen, dass sie zum Arzt geht. *seufzt tief*

Gefährlicher Geliebter - Göttliche Intrigen

*Ka lehnt sich zu Cam und drückt mitfühlend seine Hand, um dann aufzustehen* Es war klasse, mit Dir zu plaudern, Cam! Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast für dieses Gespräch! Und vor allem: Werde ich Dich in einem der nächsten Bände vielleicht nochmals wieder sehen? Und wann gibt es “Bad Boy”-Nachschub? *grinst ihn breit an und bringt ihn zur Türe*

Klar, wirst Du nochmal über mich stolpern. Ich bin schließlich ein Teil der Grave Angels! Bezüglich des Nachschubs wirst Du wohl Alexa fragen müssen, aber soweit ich es gehört habe, soll der nächste Band Ende des Jahres kommen. Der spielt dann wieder bei den Wölfen. *tapst hinter Ka her zur Tür*
Es war wirklich ein Vergnügen mit Dir zu sprechen. Und Dich kennenzulernen auch.

Das Vergnügen lag ganz auf meiner Seite! *schüttelt ihm herzlich die Hand*

*lässt Kas Hand auch nach dem Schütteln nicht los und grinst dabei*
Wie? Du ziehst mir superpersönliche Sachen aus der Nase und dann krieg ich nur eine Hand?
*zieht sie an der Hand zu sich her und nimmt sie in den Arm. Dabei flüstert er ihr ins Ohr* Dein Mann ist ein Glückspilz. Ich hoffe, er weiß das und schätzt es auch! *Huscht schnell durch die Tür*trenner-spirale

*Blickt ihm erstaunt hinterher und seufzt kerkertief* Ist er nicht einfach … hach ja, ich sagte ja bereites oben, er ist ein toller Mensch, geneigte Leserinnen und Leser! Na, seid Ihr neugierig auf diesen Helden geworden? Mehr zum Buch gibt es in der Rezension —> “Camerons Geheimnis”, hier auf Happy End Bücher. Ich freue mich sehr auf Nachschub in Sachen “Bad Boys” von Alexa Lor und auf ein Wiederlesen mit Cam, Jayna, den Desert Wolves und natürlich dem Rest der “Grave Angels”, allen voran Aidan!

Natürlich könnt Ihr Euch näher über Alexa Lor und ihre Bücher informieren. Folgt dazu einfach dem Link zur BibliographieSeite auf HEB —>  “BIB Alexa Lor”. Es gibt auch immer wieder Neuigkeiten rund um die Bücher der Autorin auf ihrer —> facebook-Seite zu entdecken!

Bis bald, geneigte Leserinnen und Leser, in diesen heldenhaften Hallen … 😉

Euere Ka