Rezensionen Zeitgenössisches

Gabrielle Sands — Marry Me Not

  • 23. Oktober 2026

„Marry Me Not“ von Gabrielle Sands: Erfrischende Kommunikation trifft auf eiskalte, familiäre Intrigen!
Während die Protagonistin durch Stärke überzeugt, zieht im Hintergrund eine absolute Giftspritze die Fäden.
Doch springt der gewohnte, intensive Sands-Funke diesmal trotz großer Machtkämpfe wirklich über?

🖤

Marry Me Not
Gabrielle Sands

Originaltitel: Marry Me Not
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0FX4WJH1W
Herausgeber: Velvet Pages LLC.

ISBN-13: 979-8175345767
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2026
Genre: Mafia Romance

Teil einer Serie: House of Ferraro
1) Be With Me
2) Marry Me Not
3)
4)

Klappentext
Sie war seine ungewollte Verlobte. Jetzt ist sie die Frau, nach der er sich verzehrt, die er aber niemals haben kann.
Ich wusste immer, dass ich eines Tages nach New York zurückkehren würde. Zurück in die Welt meiner Familie, um einen Mann zu heiraten, den mein Bruder für mich ausgesucht hatte, und meine Pflicht zu erfüllen. Ich hätte nur nie gedacht, dass dieser Mann mich nicht wollen würde. Zumindest nicht ganz.
Cosimo Ferraro ist kalt. Beherrscht. Unnahbar. Ein skrupelloser Mafia-Prinz, der niemanden hinter seine undurchdringlichen Mauern blicken lässt.
Seine Worte sind grausam, seine Zurückweisungen verletzend. Und doch schweift sein Blick jedes Mal, wenn wir im selben Raum sind, unweigerlich zu mir … und kann sich nicht von mir lösen.
Die Anziehung zwischen uns lässt sich nicht ignorieren. Doch Cosimo wehrt sich dagegen. Und gegen mich. Mit allem, was er hat.
Dann zerbricht seine Welt. Sein Vater wird ermordet. Und plötzlich braucht ausgerechnet der Mann, der nichts mit mir zu tun haben wollte, meine Hilfe, um den Thron einzunehmen, für den er geboren wurde.
Sechs Monate, verspricht er. Sechs Monate Ehe, dann wird er mich freigeben.
Doch sechs Monate sind mehr als genug Zeit, damit alles in Flammen aufgeht. Seine Selbstbeherrschung, meine Schutzmauern und die Grenze zwischen dem, was echt ist, und dem, was nur gespielt sein sollte.

Quelle Klappentext und Cover: Gabrielle Sands

Rezensionsdose zu "Marry Me Not" von Gabrielle Sands

Kas Bewertung

Gabrielle Sands — Marry Me Not

„Marry Me Not“ ist der zweite Band der „House of Ferraro“-Reihe von Gabrielle Sands. Und obwohl ich die Bücher der Autorin normalerweise regelrecht verschlinge, hat mich Cosimos und Fabianas Geschichte diesmal nicht vollständig überzeugen können. Irgendetwas fehlte. Dieses besondere Flair, das Sands‘ Romane für mich auszeichnet und ihre Figuren so lebendig werden lässt. Stellenweise hatte ich sogar das seltsame Gefühl, ein Buch einer anderen Autorin zu lesen.

Dabei mochte ich Fabiana Messero ausgesprochen gerne. Sie ist eine angenehme Protagonistin, die nicht auf Teufel komm raus widerspenstig sein muss, um Stärke zu beweisen. Vor allem beherrscht sie etwas, das in vielen Liebesromanen offenbar zur aussterbenden Kunst gehört: Kommunikation! Statt Missverständnisse über mehrere Kapitel hinweg zu kultivieren, spricht sie Probleme an. Das fand ich ausgesprochen erfrischend.

Wirklich begeistert hat mich hingegen Cosimos Mutter. Was für eine Giftspritze, was für ein Ego! Gabrielle Sands hat mit Mrs. Ferraro eine hervorragende Antagonistin geschaffen. Besonders raffiniert fand ich, dass ich dieser Frau bereits in der „The Fallen“-Reihe begegnet war und sie damals sogar sympathisch fand. Erst seit dem 1. Teil der „House of Ferraro“-Reihe offenbart sich ihr wahres Gesicht. Und macht hier in „Marry Me Not“ natürlich munter weiter. Nach außen die freundliche, respektable Dame, innerhalb der Familie eine berechnende Frau, die für ihre Machtambitionen selbst vor Intrigen gegen den eigenen Sohn nicht zurückschreckt. Eine ausgesprochen gelungene Figurenzeichnung, die auch frühere Begegnungen mit ihr in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

Leider wollte zwischen Cosimo, Fabiana und mir dennoch nicht das gewohnte Knistern aufkommen. Gerade diese besondere emotionale Intensität, mit der Sands ihre Protagonisten normalerweise aufeinander loslässt, habe ich vermisst. Ich kann nicht einmal genau benennen, woran es lag. Die Geschichte hatte durchaus ihre Reize, aber der typische Sands-Funke sprang bei mir einfach nicht über.

Kurz gefasst: „Marry Me Not“ bietet interessante familiäre Machtkämpfe, eine sympathische Protagonistin und mit Mrs. Ferraro eine hervorragend gezeichnete Antagonistin. Dennoch fehlte mir das gewisse Etwas, das ich an Gabrielle Sands‘ Romanen so liebe. Deshalb gibt es von mir diesmal vier von fünf Punkten – und da ist der Fan-Bonus bereits enthalten. Dass ich auch künftig begeistert zu ihren Büchern greifen werde, steht allerdings außer Frage.

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