Blog Kas Tatsachenbericht

Enola Holmes 3: Tewkesbury zum Anschmachten, der Fall eher … miep

  • 9. Juli 2026

„Enola Holmes 3 auf Netflix: Malta glitzert, Tewkesbury schmachtet – und mein romantisches Herz gleich mit. Doch während Enola und ihr Lord einfach nur ZUCKER sind, kam mir der Detektivfall leider etwas zu früh durchsichtig daher. Warum ich trotzdem gern geschaut habe – und welche historischen Ermittlerinnen-Bücher ich euch danach ans Herz legen möchte? Kommt mit, geneigte Lesende. *hihi*“

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Mini-Spoiler-Hütchen aufgesetzt:
Ich verrate keine großen Auflösungen, spreche aber über einzelne Szenen und darüber, warum der Fall für mich recht früh durchschaubar war. Wer „Enola Holmes 3“ völlig unbeleckt – sozusagen jungfräulich – schauen möchte: erst Netflix, dann Ka. *höhöhö*

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Geneigte Lesende?

Enola Holmes ist zurück. Und da kann ich definitiv nicht NEIN sagen. Die beiden vorherigen Teile habe ich mindestens schon 5 mal gesehen. *hach jaaa*

Dieses Mal verschlägt es Elona im dritten Teil der Netflixverfilmung nach Malta – und damit an einen Ort, der schon allein optisch einiges zu bieten hat. Die Kulisse passte wunderbar zum leicht abenteuerlichen Ton des Films und machte zumindest optisch einiges wett. Sonne, historische Kulisse, Meer, alte Gemäuer, warme Farben. Herrlich. Genau die Art von Setting, bei dem mein inneres Kopfkino sofort sehr zufrieden nickt.

Malta fürs Auge, Tewkesbury fürs Herz
Millie Bobby Brown und ihr Tewkesbury, gespielt von Louis Partridge, machen tatsächlich einen tollen Job. Ich mag die Interaktion zwischen den Protagonisten seit dem ersten Teil sehr, sehr gerne. Sie harmonieren und agieren gemeinsam sehenswert – und lassen mein romantisch veranlagtes Herz höher schlagen. Tewkesbury ist einfach nur ein lieber Mensch, der seine Enola liebt, egal, was sie auch wieder anstellt. Sogar dann, wenn sie die eigene Hochzeit verpasst. *lacht*

Auch mochte ich die kleinen, skizzenhaften Rückblicke auf sie, die den Zuschauenden während des dritten Teils häppchenweise offeriert wurden. Ebenso die tiefschürfenden Momente, die sich rund um Dr. Watson ergeben. Das wurde wirklich schön in Szene gesetzt und gab dem Film zwischendurch genau jene leiseren, ernsteren Töne, die der Geschichte gutgetan haben.

Der Fall? Nun ja … mein innerer Spürhund war schneller
Leider war für mich von dem Moment an, als zu Beginn des Films eine vermummte Gestalt in ein Besuchszimmer eines Gefängnisses geführt wurde, klar – spätestens, als der Besucher zur besagten Gestalt sprach –, wer sich darunter verbarg. Und das, geneigte Lesende, nahm dem Film leider die komplette Spannung. *miep*

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in meinem Leben schon so viele Bücher gelesen habe, dass ich oft relativ schnell darauf komme, wer den gegenwärtigen Antagonisten mimt beziehungsweise wohin die Reise in einem Buch oder Film gehen wird. Hält mich das vom Lesen oder Schauen ab? Nada! LOL

Der Detektiv-Plot war also weniger intensiv orchestriert als in den vorherigen Teilen 1 und 2, was ich persönlich sehr schade fand. Dort war das Spiel rund um das Lösen der jeweiligen Fälle viel diffiziler und verwirrend-schön inszeniert. In „Enola Holmes 3“ wurden für mein Empfinden Romantik, Beziehung und große Gefühle sowie der eigentliche Fall recht gleichwertig behandelt, was dem Detektivplot jedoch etwas an Wirkung und Intensität, ja eine gewisse Art der, nennen wir es, Verspieltheit nahm.

Ka Hektor SUBsi-Lou spionieren hinter Enola Holmes hinterher
Hektor, Ka und SUBsi-Lou bei der unauffälligsten Observation seit Erfindung der maltesischen Steinmauer.

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Sherlock im Schatten, dafür Zucker fürs Herz aber weniger Biss für den Fall
Zudem fand ich Enolas Bruder Sherlock Holmes diesmal erstaunlich farblos. Und ja, ich weiß: Es ist Enolas Film, nicht Sherlocks. Trotzdem hatte ich bei Henry Cavill, der Sherlock Holmes verkörpert, stellenweise das Gefühl, als würde er eher mehr oder weniger dekorativ durchs Bild getragen, statt die Szene wirklich zu dominieren. Sherlock Holmes sollte eigentlich messerscharf, präsent und ein wenig gefährlich wirken – hier blieb er für mich jedoch seltsam blass. Fast so, als hätten ihn die anderen Schauspielenden mühelos an die Wand gespielt. Was womöglich auch daran lag, dass er nur wenig Spielzeit hatte. Dennoch: Wenn Sherlock Holmes auftaucht, erwarte ich eben mehr als hübsches Herumstehen mit Denkerstirnchen. Selbst wenn er an eine Wand gekettet ist. *hüstel*

Unterm Strich bleibt für mich also ein Film, der mich wegen Enola und Tewkesbury, der Atmosphäre, Malta und einiger schöner Figurenmomente durchaus unterhalten hat – dessen Detektivanteil aber leider ziemlich angezogene Handbremse war. Der Fall wirkte auf mich nicht bissig genug, nicht verspielt genug, nicht überraschend genug. Vor allem im Vergleich zu den ersten beiden Teilen, in denen das Rätseln noch deutlich diffiziler, verwinkelter und verwirrend-schön inszeniert war. Hier dagegen hatte mein innerer Spürhund leider viel zu früh die Nase am richtigen Tatort. Kein Totalausfall, natürlich nicht, dafür waren Enola und Tewkesbury viel zu zuckerig. Aber detektivisch? Nun ja. Sagen wir es so: Aus den Socken gehauen hat mich dieser Fall nicht.

Ich muss mich an dieser Stelle ganz, ganz dringend wiederholen: Enola und Tewkesbury sind zusammen einfach nur ZUCKER! Hach, sie sind so süß, cute, romantisch, einfach lieb und die Schlußszene, der romantische Burner. *schmachtet vor sich hin*

Noch mehr historische Ermittlerinnen gefällig?
Wer sich unabhängig von „Enola Holmes 3“ für Detektivgeschichten mit historischem Setting und ermittelnden jungen Damen interessiert, dem möchte ich gerne die „Triple A Agency“-Trilogie von Felicity D’Or ans Herz legen. Klickt dazu einfach auf die Dosen und ZACK landet ihr bei der dazugehörigen Rezension.

Enola Holmes 3: Tewkesbury zum Anschmachten, der Fall eher ... miep

Darin geht es um drei Außenseiterinnen im London des Jahres 1812 – und um einen Spion, der militärische Geheimnisse an die französischen Feinde weitergibt. Mittendrin: eine Detektivagentur, die so gar nicht in das sittsame Bild der Regency-Gesellschaft passen will. Schließlich sind die ermittelnden Detektivinnen drei junge Damen. Nämlich George beziehungsweise Georgiana, Bobby beziehungsweise Roberta und Jack beziehungsweise Jacqueline.

Und ja, geneigte Lesende: Historisches Setting, Ermittlungen, Außenseiterinnen, Spionage und eine Prise Regency-Widerstand gegen gesellschaftliche Erwartungen? Das passt für mich als Buchtipp ganz wunderbar im Anschluss an Enolas neuestes Abenteuer.

Wir lesen uns!

Ka

P.S. Und weil wir gerade bei historisch angehauchten Netflix-Verfilmungen, Buchvorlagen, Romantik und meinem kritischen Serienäuglein sind: Mein Bridgerton-Sammelartikel wartet ebenfalls auf neugierige Lesende. Dort findet ihr alles rund um diese Reihe – inklusive meiner Kritik an der Netflix-Verfilmung, Gedanken zu den Figuren, zur Buchreihe und zu allerlei weiterem Bridgerton-Stoff. Dazu einfach auf das Banner klicken und ZACK landet ihr bei den Bridgertons.

Die Bridgertons Bridgerton Julia Quinn Regency Historical Romance Lords & Ladys

Bildquelle des „Bridgerton“-Banners: gestaltet von Ka mit Hilfe einer KI. Keine Verbindung zu Netflix, Julia Quinn oder den jeweiligen Rechteinhabern; die Nennung erfolgt ausschließlich redaktionell.

Bildquelle „Hektor, Ka & SUBsi-Lou“: gestaltet von Ka mit Hilfe einer KI. Ka, Hektor und SUBsi-Lou sind eigene Kreationen. Kein offizielles Bildmaterial zu „Enola Holmes 3“; die Nennung von Netflix und Enola Holmes erfolgt ausschließlich redaktionell.

 

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