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Butter vom Brot.

  • 16. Januar 2018

Och, was klau ich mir denn heute, geneigte Leserinnen und Leser?

Ein e-Book, oder wie wäre es mit einem Bild? Es muss wirklich etwas für sich haben, sich an fremden Eigentum gütlich zu tun. Wächst da das eigene Ego, oder wie muss man sich das als „Nicht-Dieb“ vorstellen? Vielleicht ist sich der Grand gar nicht mal dessen bewusst, was er da tut? Schließlich ist das Dokument, das Bild in den großen Weiten des Internets „frei“ zugänglich? Also Allgemeingut? Keine Ahnung, jedenfalls ist es ein Unding, jemand anderem die Butter vom Brot zu klauen.

Butter vom Brot

Ein Dieb an sich, der ist schon dreist,
Sich Dinge untern Nagel reisst,
Für die ein andrer muss mächtig schwitzen
Um es letztendlich zu besitzen.
Und er, er kommt dann so daher,
Schnappt sich das Eigentum anderer.
Da kommt mir glatt die Galle hoch,
Ich denke mir: Was soll das bloß!
Es wird geklaut, es wird gestohlen,
Ganz offensichtlich, unverhohlen.
Bringt Schaden so über die Leut’
Der Dieb darüber sich noch freut.
Das er die Fähigkeit entwickelt’
Sich gütlich tun an andren Stücken.
Ohne Gewissen, ohne Herz,
Bereitet er emotionalen Schmerz.
Denn Herzesblut steckt in den Sachen,
Die er sich in sein Täschel packet.
Zurück bleibt des Eigentümers großer Frust,
Der Gedanke: „Ich mach doch noch Schluss.
Was bring tmir meine Kreativität,
Wenn Diebstahl wird gar nicht verschmäht.
Wenn zugegriffen wird wie wild,
Als Kavaliersdelikt das anscheinend gilt!“
Egal ob Bild, ob Buch, ob Wort,
man kann Gestolenes finden an jedem Ort.
Und die Moral von der Geschicht’
die gibt`s bei Dieben wirklich nicht.

— © Ka, 16.1.2018

P.S. Bildquelle Butterbrot: Pixabay.com, unter der Lizenz CCO – Public Domain Picture