Ich war sowas von bereit für Vuk Markovic – aber „King of Envy – Kings of Sin 5″
spielt leider ein bisschen zu lang mit meiner Geduld.
Viel Stimmung, viel Chemie, aber ein Slow Burn, der seinen Namen
sehr sehr ernst nimmt. Meine ganze Einschätzung gibt’s in der Rezension.
King of Envy
Ana Huang
Originaltitel: King of Envy
Verlag: LYX.digital
ISBN: 978-3736325265
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0F4K91VVJ
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2025
Genre: Zeitgenössisch
Teil einer Serie: Kings of Sin
1) King of Wrath: Vivian & Dante
2) King of Pride: Isabella & Kai
3) King of Greed: Alessandra & Dominic
4) King of Sloth: Sloan & Xavier
4) King of Envy: Ayana & Vuk
5) King of Gluttony:
7) King of Lust:
Klappentext
Er hat alles, was er jemals wollte ― nur sie ist unerreichbar für ihn
Gefährlich, mächtig, verschlossen ― Vuk Markovic ist bekannt für sein schroffes Verhalten und seine Schweigsamkeit. Der Billionaire mit den Narben hat kein Verlangen nach Beziehungen und vertraut nur sehr wenigen Menschen in seinem nächsten Umfeld. Die einzige Ausnahme ist sie: Ayana Kidane, Supermodel, die Schöne zu seinem Biest, das Objekt seiner Begierde. Schon seit er sie das erste Mal gesehen hat, wollte er sie, doch nun ist Ayana mit seinem besten Freund verlobt ― und Vuk ist nur der Trauzeuge. Aber je näher die Hochzeit rückt, desto stärker ist er zwischen Verlangen und Loyalität hin- und hergerissen. Und riskiert schließlich alles, um Ayana für sich zu gewinnen …
Quelle Klappentext: LYX.digita
Kas Bewertung

Vuk Markovic, der schweigsame, vernarbte CEO, der wirkt wie ein wandelndes Trauma im Maßanzug, ist seit Jahren in Ayana Kidane verliebt – ein Supermodel mit Knebelverträgen, die direkt aus der Hölle zu stammen scheinen. Schon in den vorherigen Teilen hat sich in mir eine ordentliche Portion Spannung und Neugier auf diesen Mann angestaut. Dumm nur, dass Ayana ausgerechnet mit seinem besten Freund Jared verlobt ist. Noch dümmer, dass dieses Verlobungsdrama sich zieht wie eine nie endende Warteschlange.
Der Anfang liefert genau das, was ich von Ana Huang erwarte: Spannung, leicht düsterer Flair, viel unausgesprochene Sehnsucht. Und Vuk? Pures „tortured-hero“-Material mit Herzschlag. Der Mann spricht kaum, aber wenn er es tut, dann sitzt jedes Wort. Und ja – seine leise, obsessive Schwäche für Ayana funktioniert. Sehr gut sogar.
Ayana selbst hat mir ebenfalls gefallen. Stark, elegant, verletzlich zwischen den Zeilen. Keine naive Figur, sondern jemand, der weiß, was sie will – oder zumindest, wovor sie flieht. Ihr Streben nach Selbstbestimmung ist greifbar und macht sie zu mehr als einer bloßen hübschen Kulisse.
Aber dann kommt der Mittelteil. Und zieht. Und zieht. Und zieht. Das Buch erreicht eine Länge, bei der ich mir irgendwann sicher war, dass es zwischendurch heimlich neue Kapitel nachwachsen lässt. Der Slow Burn verwandelt sich in eine leserische Ausdauerprüfung, bei der ich zwischen Faszination und Ungeduld hin- und herkippe. Manche Szenen brennen, andere glimmen, manche dampfen nur noch ein bisschen vor sich hin – und genau hier hätte eine straffere, kompaktere Erzählweise Wunder gewirkt. Weniger Länge, mehr Fokus, und das Ganze wäre um einiges kurzweiliger zu lesen gewesen.
Was das Buch aber rettet, ist die Dynamik zwischen Vuk und Ayana. Diese schleichende Anziehung, diese stillen Momente, dieses Gefühl, dass hier zwei Figuren umeinander kreisen, obwohl die Welt sie ständig auseinanderziehen will. Das funktioniert irgendwie. Und genau deshalb bin ich trotz meiner Kritikpunkte drangeblieben.
Kurz gefasst: „King of Envy“, der 5. Teil der „Kings of Sin“-Reihe von Ana Huang ist ein Roman voller Atmosphäre, intensiver Blicke und gefühlsgeladener Momente – aber auch einer, der sich streckenweise endlos zieht. Der Slow Burn ist da, keine Frage, aber er ist so ausgedehnt, dass die Spannung zwischendurch bröckelt. Trotzdem liefern Vuk und Ayana genug Tiefe, um mich mitzunehmen. Nur eben nicht genug, um mich vollends umzuhauen – dabei hätte Vuk ein Feuerwerk verdient, kein immer wieder leises Knistern im Hintergrund.
