Was haben Worte mit Verlangen zu tun?
Zwischen Anziehungskraft und Zungenkuss liegen mehr als nur
Buchstaben, ein Buchstabenrauschen!
Ein gedankliches Spiel mit Liebe, Erotik und der Macht der Worte.
Geneigte Lesende,
lasst uns mal gemeinsam überlegen. Oder besser: fühlen.
Welche Wörter fallen euch ein, wenn ihr an Liebe denkt? An Erotik? An dieses schwer greifbare Etwas, das uns beim Lesen den Atem anhält, die Wangen wärmt oder ganz leise unter die Haut kriecht? Gibt es für jeden Buchstaben des Alphabets einen Begriff, der Liebe oder Erotik einfäng. Mal zart, mal roh, mal mit einem verschmitzten Grinsen?
Und überhaupt: Was ist Liebe eigentlich? Was ist Erotik? Große Gefühle? Kleine Gesten? Körperliche Nähe, tiefe Verbundenheit oder etwas dazwischen? Vielleicht ist es Wissen. Vielleicht Erfahrung. Vielleicht das, was wir zwischen zwei Buchseiten finden, wenn wir eigentlich längst schlafen sollten.
Gedanken, denen ich mich in letzter Zeit immer wieder gern hingebe. Denn würde man Leserinnen und Leser nach ihren ganz persönlichen Liebes- und Erotikbegriffen fragen, ließe sich daraus vermutlich ziemlich gut ablesen, in welchen Genres sich ihre Leseleidenschaft am liebsten festsaugt. Da stolpert man beim A plötzlich über Anziehungskraft oder direkt über Analverkehr. Und beim H würde es dann vielleicht irgendwo zwischen Hörigkeit und Hingabe schwanken. Und ich, ich lande hier …

Und genau da kam mir dieser Gedanke:
Was wäre eigentlich, wenn man all diesen Begriffen ein Zuhause gäbe? Kein starres Regelwerk, eher ein spielerisches Gedankenkonstrukt. Vielleicht so etwas wie ein alphabetischer Streifzug durch das, was Liebe, Lust und Romantik in Geschichten ausmacht. Wortverliebtes Romance ABC von Alphaheld bis Zungenkuss. Zumindest in der Theorie ein reizvolles Konzept.
Ob daraus jemals mehr wird als eine Idee, die neugierig mit den Buchstaben flirtet, zu einem Buchstabenrausch wird, wird sich zeigen. Zeit ist schließlich auch so ein Faktor, der mich immer wieder in meinem „Tun“ aufhält. *grinst* Aber allein der Gedanke daran macht schon Spaß: vom A wie Atemlosigkeit bis zum Z wie Zärtlichkeit, irgendwo zwischen Herzklopfen und heißen Szenen.
Denn Liebe kann vieles sein. Sie kann leise sein oder überwältigend, sanft oder fordernd. Erotik bewegt sich oft genau dazwischen. Zwischen Kopf und Körper, zwischen Fantasie und Realität. Sie spielt mit Nähe, mit Andeutungen, mit dem, was vielleicht noch kommt.
Oder, um es mit den Worten des österreichischen Schriftstellers Karl Kraus zu sagen:
„Erotik ist die Überwindung von Hindernissen. Das verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral.“
(Karl Kraus, Zitat)
Und während Erotik gern Grenzen auslotet, erinnert uns die Liebe manchmal daran, worum es wirklich geht. Die amerikanische Schauspielerin Katharine Hepburn brachte es einmal so auf den Punkt:
„Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben.“
(Katharine Hepburn, Zitat)
Ihr seht also: Allein der Gedanke an ein solches Alphabet, solch ein spezielles ABC hat es schon in sich. Und ich sehe mich durchaus hier sitzen, mit leicht geröteten Bäckchen, grübelnd, welche Worte man eigentlich ohne Zögern tippt und bei welchen man kurz innehält.
Aber das kennt ihr vermutlich selbst nur zu gut, oder?
In diesem Sinne, eure jetzt noch nicht, aber vielleicht irgendwann rotwangige (Himmel, wie soll ich das vor Hektor verheimlichen)
Ka
Bildquelle „Alphaheld bis Zungenkuss“: Ertellt mit Hilfe einer KI