Buch

Wenn das nicht Scar ist …

  • 8. August 2019

Geneigte Leserinnen und Leser!

Ich habe mich in ein Cover verliebt und zwar in die überarbeitete Version von Roweena Shaws „Kismet“-Cover. Denn, es passt zum Buch geradezu unanständig! Was ich damit meine? Scar, einer der Protagonisten und seines Zeichens ein Alien, hat, wenn er sich in sein wahres Ich verwandelt Flügel und Reptilien-Haut. Und so, wie nun die Covergestaltung aussieht, steckt Scar hier genau in der Mitte seiner Metamorphose vom Mensch zum Alien. Und Scar ist sowas von unanständig, das kann ich Euch sagen! Die Dame hinter ihm ist übrigens Sarah und sie lässt sich von seinem Alien-Äußeren nullinger abschrecken. Würde ich an ihrer Stelle wahrscheinlich auch nicht :3 *husterer*

Das Cover hat mich so angemacht, dass ich es Euch einfach nochmal zeigen musste! Seht mal …

Ein erotischer, schwarzhumoriger, fatalistischer, apokalyptischer Fantasy-Romance-Roman mit einem Hauch von Akte X.
Ich habe euch gewarnt …
Sarah, eine junge Astrophysikerin mit einem Talent für fatale Beziehungen, ist endlich zufrieden mit ihrem Leben. Zumindest halbwegs. Gemeinsam mit ihrem norwegischen Waldkater Rembrandt genießt sie die Abgeschiedenheit ihres himmelblauen Strandhauses und glaubt, endlich zur Ruhe kommen zu können. Doch als ein splitterfasernackter Mann wortwörtlich vom Himmel fällt, steht ihr Leben gehörig auf dem Kopf. Erstens sieht er aus wie der unerreichbare Schwarm ihrer Jugend, zweitens ist er mit seinem menschlichen Körper in jeder Hinsicht überfordert. Schon bald begreift Sarah die unfassbare Wahrheit: Nicht nur, dass sie fortan an Aliens glauben muss, ihr unverschämt heißer Fund hat auch noch ein schreckliches Geheimnis mit auf die Erde gebracht. Und dann ist da auch noch ein zweites, fremdartiges Wesen, dass es auf Sarah und ihren neuen Freund abgesehen hat: Ein Wesen, so finster und alt wie die Schwärze jenseits des Himmels.  (Quelle Klappentext: Roweena Shaw)

Wow! Ist es nicht herrlich dramatisch? Ich bin hin- und weg davon. Es passt jetzt zum Buch dermaßen wie die Faust aufs Auge, das sage ich Euch! Ich schreibe Euch hier nochmal meine Rezension mit rein – und wünsche Euch – sofern Ihr Euch ran traut, ganz viel Spaß beim Lesen!

Eure scarifizierte :3

Ka

Rezension:

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, um „Kismet“ von Roweena Shawn zu rezensieren! Denn es ist komplex, speziell und besonders.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, nämlich aus der der Astrophysikerin Sarah, des „dunklen“ Scar, des „hellen“ Jarod, manchmal aus Seans Sicht und manchmal aus der von Margret. Sogar NSA-Agent Callahan kommt kurz zu Wort. Sarah, die seit zwei Jahren von ihrem Mann geschieden ist, liebt die Sterne, ihren Kater Rembrandt, ihre spritzige Yamaha und lebt direkt, etwas entfernt von der Zivilisation, am Pazifik. Als sich eines Nachts ein seltsam anmutendes Trockengewitter über dem Meer zusammenbraut, ahnt sie noch nicht, was sich kurz darauf auf ihrem Strandabschnitt manifestieren wird.

„Kismet“ ist eine ungewöhnliche Geschichte und es ist sehr schwer sie in Worte zu fassen, ohne zu spoilern. Doch so viel kann ich sagen: Immer wieder blitzt schwarzer Humor auf und ich musste nicht nur einmal vor mich hin lachen! Denn erkläre mal einem Alien, was zum Beispiel das Teil ist, welches einem Mann zwischen den Beinen baumelt! Erzählt wird vom Schicksal, von der Liebe und davon, das Liebe keine Geschlechter spezifischen Grenzen kennt, so spielen sich die erotischen Szenen, die wohlplatziert ins Geschehen integriert sind, zwischen m/m, m/w und m/w/m ab. Aber keine Sorge, reinen hetero-Lesern werden die m/m-Szenen kein Magengrimmen verursachen, da diese meines Erachtens für m/m-Leseanfänger durchaus geeignet sind. Es wird auch von der dunklen und der hellen Seite des Lebens erzählt, davon was der Mensch seinem „Blauen Planeten“ antut und nicht nur einmal haben mich Begriffe aus der Astrophysik dazu verleitet, kaum dass ich sie gelesen habe, diese nachzuschlagen. Das Wissen ob der Sterne, des Universums zeigt, dass Roweena Shawn einiges an Recherchearbeit hinter sich gebracht hat.

Sarah ist eine total sympathische Protagonistin und es hat irre Spaß gemacht sie durch „Kismet“ zu begleiten. Jarod, ein Alien, liebevoll „die Glühbirne“ genannt, steht dem in nichts nach. So sanft Jarod ist, so biestig ist Scar! Himmel, Scar ist eine Marke! Der übrigens auf keiner Seite verraten hat, wie sein wirklicher Name lautet. Er ist ein, hmmm ein extraterrestrischer BadBoy wie er im Buche steht. Einer von denen, die man eigentlich nicht mögen sollte, einfach weil das, was er tut, nicht unbedingt nett, lieb oder freundlich ist. Doch nicht alles ist schwarz oder weiß, so dass mir letztendlich gar nichts anderes übrig blieb Scar immer mehr zu mögen, bis er mein Lieblingscharakter wurde! Und Margret? Was für eine tolle alte Lady und Sean ist sowas von durch geknallt, aber erst, als er ins Feinstoffliche übergeht! 😀 Hat mir „Kismet“ gefallen? Welche Frage! Es war Hammer und einmal angefangen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

„Kismet“ ist sehr bildhaft geschrieben, so dass beim Lesen der Eindruck entstand, als wäre ich mitten drin im Geschehen. Ab und zu bin ich über kleine Wortfehler gestoßen, doch das hat meinen Lesegenuss nicht gestört. Sehr interessant fand ich auch die Denkanstöße, die man durch dieses Buch erhält. Die Tatsache, dass sich selbst in einem kleinen Wassertropfen ein ganzes Universum befindet genauso wie die Unendlichkeit des Universums selbst. Warum also, sollte es kein humanoides extraterrestrisches Leben geben? In diesem Sinne vergebe ich 5 gelungene Sterne.

Kurz gefasst: Für „Kismet“ greife ich gerne die Begriffe auf, die im Klappentext stehen: schwarzhumorig, fatalistisch, apokalyptisch, erotisch.