Geneigte Leserinnen und Leser,
immer wieder habe ich mir in der Vergangenheit vorgenommen, mich an Blätterteig oder Plunderteig zu wagen, sprich, ihn selbst zu machen. Am WE war es endlich soweit! Ich habe tatsächlich Plunderteig gemacht, um damit Croissants zu backen. Meine Familie liebt die Teile nämlich. Darum bin ich losgetigert und habe Recherche betrieben. Kam mir vor wie ein Autor! Nur dass ich kein Buch geschrieben habe, sondern essbare Gedichte! *lacht* Spaß beiseite. Ich fand es erquickend in die Materie Plunderteig einzutauchen. Und abgesehen vom Arbeitsaufwand, fand ich es nicht mal schwer, ihn herzustellen!
Doch was Plunderteig mit Touren zu tun? Ganz einfach, als Touren bezeichnet man die Arbeitsschritte, in denen der Teig gerollt und dreifach zusammen geklappt wird, um dann für 30 – 45 min. zum Ruhen in den Kuhlschrank zu kommen. Beim Plunderteig (Das Rezept habe ich aus zwei vorhandenen zusammen gemixt und auch noch etwas – nach meinem Gusto – dazu gefügt.) sind das vorab drei Touren. Die vierte Tour folgt vor dem Backen der Croissants. Ich wusste auch nicht, dass man, wenn man den Teig in längliche Dreiecke geteilt hat, man die unterseite mit einem kleinen Schlitz einschneidet, um so beim Rollen die typische Croissantsform zu erhalten, die sich doch etwas vom normalen Hörnchen unterscheidet! Man lernt doch nie aus.
Die Teile sehen aus wie kleine Eifeltürme! Niedlich.
Damit ich die einzelnen Arbeitsschritte nicht vergesse und auch die Zutaten der Croissants, wie ich sie in Zukunft backen werde, habe ich natürlich alles in meine Kladde geschrieben, die ich eigens für meine eigenen Rezepte „eröffnet“ habe! Doch hier für Euch ein wenig Foodporn …
Das folgende Bild zeigt übrigens eine Art Resteverwertung. Zwecks Erfahrungswertesammlung, habe ich zwei Teiglinge der Croissants eingefroren, um sie dann wieder aufzubacken. Ich wollte wissen, wie sie sich nach dem Einfrieren machen und ich war begeistert, dass sie es toll überstanden haben. Da noch Rest vom Plunderteig über war – den ich als Fladen ebenfalls eingefroren hatte – wünschte sich mein Liebster, dass ich daraus einen Obstplunder mache. Kein Problem, ich hatte alle Zutaten dafür zuhause! Doch was tun mit dem übrigen Vanillepudding und dem Obst? Glasklar; Resteverwertung. Ich habe das Obst in keine Gläschen gefüllt, mit Vanillepudding aufgegossen und obendrauf einen kleinen Spiegel aus Erdbeermarmelade (auch selbstgemacht) gesetzt. Fazit Sohnemann: „Schmeckt lecker, Ma!“
Ich bin wirklich froh, dass ich mich an das Touren getraut habe! Zu meinem Erstaunen musste ich zudem feststellen, dass mir selbstgemachte Croissants schmecken. Mit den gekauften vom Bäcker, hatte ich immer so meine … Geschmacksprobleme! 😀
Apropos Geschmack: Ich habe Euch ja noch gar nicht erzählt, dass ich auch Brioches gemacht habe. WOW! Das sind Geschmacksbomben. Die mag ich sehr! Hier zum Abschluss noch ein kleines Frühstücksfoto. Ich habe das Brioche wirklich genossen. Das Buch „Liebe All Inclusive“ von M.L. Busch übrigens auch. Rezi folgt in Kürze …
Himmel noch und eins! Ich habe, wenn ich mir dieses Brioche ansehe, habe ich plötzlich höchst unanständige
Assoziationen im Kopf. *was von hummel vor sich hinmurmelt. hust*
Bis später, in diesen foodpornischen Hallen!
Ka