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Von Schwänxen, Tixxen und dem Drumherum

  • 19. Oktober 2016

Geneigte Leserinnen und Leser,

ich möchte darauf hinweisen, dass der folgende Beitrag hauptsächlich von Körperregionen handelt, die sich eher in den südlich gelegenen Regionen des menschlichen Körpers befinden. Okay, zwei Halbkugeln, um die es auch gehen wird, befinden sich weiter …  nördlich! Wer also das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, beziehungsweise, wem es zuwider ist, über erotisches Vokabular zu lesen, sollte bitte umgehend diesen Artikel verlassen, um sich eher einfacheren Themen, wie zum Beispiel dem Wachstum der subtralen Knolle zuwenden. Danke 😉trenner-spiraleHallo Ihr, die Ihr geneigt seid, Euch ein wenig in Sachen „erotisches Vokabular“ zu suhlen. Wahrscheinlich sollte ich eher sagen: „vermeintlich erotisches Vokabular“, das trifft die Sache besser! Ein richtig fettes Suhlen wird es wohl nicht werden, weil diese Wörter zum Einen  mit x und * gespickt sein werden, zum Anderen, weil es nicht allzu schöne, augen- und lesefreundliche Wörter gibt, die sich homogen, in das beschriebene, sexuelle Handeln einfügen. Also den Status „prikelnd“, „erregend“, „sexy“ erfüllen.

Leserinnen und Leser, die nicht nur über eine gesunde Portion Phantasie, sondern auch über ausgeprägtes Wissen bezügliche der geschriebenen ( in erotischen Filmchen auch gestöhnten *hust* ) Erotik haben, werden diese Wörter, die die diversen Betitelung von Testikel, Penis, Vagina, Papilla mammaria, Mamma wieder geben, natürlich sofort verstehen! Die anderen auch, glaube ich …trenner-spiraleBetrachtet man also die männliche bzw. die weibliche „begriffliche“ Anatomie näher, stellt man fest, dass es ziemlich schwer ist, Wörter für diese „erotischen“ Zonen zu finden! Zum einen, soll der in einer erotischen Szene dargestellte Begriff nicht zu obszön sein, zum anderen gibt es, vor allem was das weibliche Geschlechtsorgan anbelangt, schlicht und ergreifend verdammt wenig Auswahl. Selbstverständlich könnte man von vorne weg, gleich mal die beiden Worte Honigtöpfchen, oder das Lustknöpfchen nennen.

Apropos Honigtöpfchen. Dies ist bereits einer der Begriffe, der mitunter in erotischen Szenen verwendet wird. Nicht so sehr in der zeitgenössischen Literatur, er mutet eher „medieval“ an. Hier findet man manchmal sogar Ausdrücke für den Penis, wie z.B. Truthahnhals! Wenn dann auch noch von Auberginen, Erdbeeren ( Ich habe mir übrigens sagen lassen, dass „Erdbeeren“ besser schmecken als „Auberginen“!!! :3 ) oder gar Spargel, Sellerie mitunter auch Bratwurst fallen, findet man sich eher in ein kulinarisches Wörterbuch, denn in einen erotischen Roman hinein versetzt. Ihr glaubt es nicht? Doch, doch geneigte Leserinnen und Leser, ich habe mich umgehört ( und natürlich selbst gelesen ) – sowohl unter Leserinnen, als auch unter Autorinnen! Die erotische Lebensmittelfraktion gibt es tatsächlich! Unsere Leserin Viky, kann davon ein Liedchen singen. Ich selbst natürlich auch, genug erotische Literatur ist schließlich schon durch meine Hände gewandert, und so hatte ich auch das Vergnügen von „Krokantpralinen“, oder „Schokoladenrosinen“ anstelle von Brustwarzen bzw. Nippeln zu lesen.

dasnordlichegefildeDoch was sagen, wenn der Wortschatz so schrecklich begrenzt ist? Es gibt Begriffe, die fallen – aus erotischer Sicht gesehen – komplett aus dem Zusammenhang! Persönlich habe ich keine Lust, mich mit „Mörderteilen“, „Rammböcken“ oder gar einem „Bauernlümmel“ auseinanderzusetzen. Sollte ich einen „Presslufthammer“ benötige, beauftrage ich ein Straßenbauunternehmen, aber mit Sicherheit kein Buch! Und wenn ich eine “Dose” öffnen will, nehme ich keinen „Schwengel“, sondern einen Dosenöffner! *kreiiiisch* Bei diesem Thema weiß ich wirklich nicht, ob ich zu Agressionspusteln oder doch eher zu Lachflashs neige. Wobei bei „Sambanüssen“ und „Kuheutern“ liegt eindeutig das Lachen an erster Stelle. Nicht ob des Wortes an sich, sondern viel eher ob der Bilder, die beim näheren Betrachten erzeugt werden. :3

Hallo?!?! Stellt Euch doch mal bitte eine satte Portion Hoden vor. Also die, die in die Kategorie „gut gefüllt und sehr schwer“ fällt. Spiel dazu einen ordentlichen Samba, der den Hoden in Wallung *hust* bringt. Na, könnt Ihr Euch nun diese tanzenden, schwingenden, vibrierenden, hüpfenden, gleitenden Sambanüsse vorstellen? Bitte bei der Erstellung des Bildes darauf achten, DASS der stolze Besitzer diese Sambanüsse, breitbeinig in Position geht. Ihr wisst schon, wegen der Quetschungsgefahr. Dies hatte sonst eine äußerst schmerzvolle Konsequenz, genannt: „blaue Eier“.  *schelmisch zu Angie linse*

Aber noch viel eher sind es die Kuheuter, die ich schon anstelle der Testikel vorgefunden habe. Bezüglich dieser „Anhängsel“, habe ich mich erst vor ein paar Tagen mit Alexa Lor unterhalten! *grinsend zu ihr rüber winke* „Kuheuter“ lassen etwas im Kopf entstehen, das mit dem eigentlichen Zweck erotischer Literatur, so wirklich gar nichts, zu tun haben. Man nehme einen Cowboy, setze ihn ununterbrochen für ein- zwei Jährchen auf einen Gaul, was passiert dann wohl, wenn er nach dieser langen Zeit, endlich wieder vom Sattel steigt? Exakt, geneigte Leserinnen und Leser. Er geht dermaßen O-beinig, als hätte er keine Testikel, sondern Kuheuter im südlichen Bereich hängen, schwenken, what ever!

Natürlich gibt es auch erotische Begriffe, die genau das sind was sie sein sollen und kein Rezept für eine Spargelcremesuppe mit Würsteinlage ergeben, wie zum Beispiel: Schwanx, Tixxen, Kitzler, Klitoris, Nippel, etc. pp. usw. Manche „erotischen“ Worte, sagen dem Leser vielleicht nicht so zu. Diesbezüglich habe ich mich mit Inka Loreen Minden unterhalten, die etwas in die Waagschale der „erotischen Begrifflichkeit“ geworfen hat, das für mich sehr stimmig war, nämlich dass es nicht nur darauf ankommt, was „gesagt“ wird, sondern vor allem, wer es sagt. Und es stimmt tatsächlich. Manchen Protagonisten nimmt man das Wort „Pussy“ nicht ab! Wohingegen das Wort „Möxe“ oder noch schlimmer „Fotxe“ nicht nur für mich ein erotisches „NoGo“ ist. Dazu ein paar passende Wörter von unseren Leserinnen … *Danke fürs Mitmachen Mädels*trenner-spiraleAngie:
Ich mag das Wort M*se auch nicht. Oder so ganz schwülstig wie Liebesgrotte und Lustlanze ist auch nicht meins. Klinisch rein muss auch nicht sein. Selbst das böse Wort mit F ist nicht so schlimm, wenn es der Richtige seiner Partnerin in der passenden Situation ins Ohr haucht… ” ich werde dich jetzt f… bis du meinen Namen schreist” oder so

Alexandra:
Ich mag das F-Wort für Vagina nicht. Aber echt gar nicht. Muschi muß auch nicht sein. Liebestunnel würg. Schnecke geht auch gar nicht. Pussy geht so. Also Scheide find ich nicht schlimm. Und beim Mann finde ich die Begriffe aus den alten Ritterromanen, die eher keusch waren nicht so schlimm. Liebesschwert oder Liebeshammer oder so. Da muß ich immer grinsen und das finde ich doch eigentlich ganz gut. Pimmel ist doof, eher kindlich. Sch….. daran kann ich mich null gewöhnen. Glaube aber, das Männer den Begriff total cool finden.

Viky:
Also M*se mag ich nicht. Egal wers benutzt.
Und Lebensmittel für Schwa*z finde ich auch nicht gerade prickelnd. Z.B. Spargel oder Bratwurst, Sellerie ist mir auch schon untergekommen. Aber ich glaube, die Prota wollte ihn da ärgern. Da geht es wieder.trenner-spiraleWie man es auch dreht und wendet! Der Sprachschatz in Sachen männlicher- und weiblicher Attribute, ist nicht sonderlich groß und es ist so wie mit vielen Dingen des Lebens: Geschmäcker sind unterschiedlich UND Presslufthammer sollten unbedingt beim Straßenbau bleiben. Ich persönlich finde in diesem Zusammenhang den F-Spruch, der durch die weiten des Internets tingelt, einfach herrlich: „Ich werde dich so lange *icken, bis die Nachbarn meinen Namen kennen!“ Na, das nenne ich mal eine Ansage, oder?

In diesem Sinne, Euere

Ka

(Bildquelle: Pixabay.com, unter Lizenz Public Domain Picture CCO)