„Vier Brote im Ofen, Kopfhörer auf den Ohren, und eine Geschichte, die eindeutig zu heiß fürs Multitasking ist.
Pakhan aus New Orleans trifft auf meinen Bücherdrachen Hektor – dieser merkt sofort, wann ich mich in zu heiße Szenen verlese.
Mein Backtag? Fast gescheitert.“
Geneige Lesende,
Es gibt Tage, da weiß man schon beim Aufstehen: Heute wird es …. branntheiß gefährlich. Nicht lebensgefährlich. Sondern so gefährlich, dass man am Ende mit roten Ohren, warmen Wangen und beinahe verkohltem Brot dasteht.
Ich stehe also in der Küche.
Vier Brote später – drei kernige Landbrote, ein ordentliches Vollkorn – hängt dieser Duft in der Luft, der jeden Menschen augenblicklich friedlich machen sollte. Warm. Heimelig. Willkommen heißend. Aber lest selbst was passiert …
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Der Ofen läuft auf Hochtouren, draußen herrscht Frostalarm, drinnen dagegen tropische Temperaturen, darum gibt es anstatt Wollpullover Kurzarmshirt. Mehlschlieren an den Unterarmen. Kopfhörer auf den Ohren.
Und auf meinen Ohren: „His to Defend“ von Rhenna Morgan. Ein Re-Reading – oder Listening *lacht* – des 1. Teils der „NOLA-Knights“-Reihe der Autorin. Ich hatte euch bereits davon berichtet *KLICK zu His to Defend*
Sergej Petrovyh – der Protagonist – ist keiner dieser Helden, die laut auftreten müssen. Er ist einfach da. Präsenz. Kontrolle. Dieser ruhige, gefährliche Charme eines Mannes, der viel gesehen hat – und trotzdem weiß, wann er sanft sein muss. Heiliges Kanonenrohr fächelt sich Frischluft zu Wie er sich um Evette kümmert! Um ihren Sohn! Um seine selbstgewählte Familie …
Himmel. Arsch. Und Zwirn.
Da kann selbst ein Brot ins Schwitzen kommen.
Ich wirke, forme, schiebe Laibe in den Ofen – und merke irgendwann, dass mir nicht nur vom Backen heiß ist.
Meine Ohren glühen. Wirklich. Ist das ein Wunder bei den heißen erotischen Szenen? Nicht wirklich, nee?
Ich fächere mir mit einem Geschirrtuch Luft zu und denke mir noch: Reiß dich zusammen, Ka. Du bist in einer Küche. Mit Brot. Nicht in New Orleans. Nicht im Schlafzimmer von Sergej und Evette während sie … *yummi*
Zu spät. Denn natürlich bekommt Hektor das mit.
Er hat ein unverschämtes Gespür für solche Dinge. Besonders, wenn sie mit erotischen Lesemomenten zu tun haben, bei denen man … nun ja … kurz vergisst, dass man eigentlich ein Brot im Ofen im Blick behalten sollte. Ihr wisst ja, wie er in Sachen Erotik tickt *KLICK zu Hektor oder doch sinful games?“
Ich höre ihn nicht kommen – einfach zu sehr abgelenkt vom LISTENING.
Jedoch spüre ich ihn.
Diese Veränderung der Luft. Diese Wärme, die nichts mit dem Ofen zu tun hat. Schon drehe ich mich in seine Richtung.
Sein Blick wandert von meinem Gesicht – zu meinen roten Ohren – zu den Kopfhörern.
Langsam.
Sehr langsam.
„Interessant“, sagt er schließlich ruhig.
Ich zucke zusammen, ziehe mir einen Hörer vom Ohr und sehe zu ihm hoch. „Was genau?“
Er deutet mit dem Kinn auf mich. „Du bist rot. Und nein – das kommt nicht nur von der Ofenhitze.“

Vollkornbrot, mit Weizenschrot, Sonnenblumenkernen, Haferflocken,
Roggensauerteig, um nur ein paar Zutaten zu nennen…
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Verdammt.
„Ich … äh … Brot“, murmele ich eloquent. „Ofen. Warm.“ Schnell greife ich nach dem Halsausschnitt des T-Shirts, ziehe ihn etwas weg und puste kühle Luft hinein.
Hektor hebt eine Augenbraue. Diese eine. Die nichts Gutes verheißt.
„Und Sergej Petrovyh“, ergänzt er trocken.
Erwischt. Er weiß echt immer alles, dieser Bücherdrache! Okay, okay, ich gebe es ja zu. Als Bücherdrache muss er wohl alles wissen.
Panisch drehe ich mich zum Ofen, reiße ihn auf – und werde von einer feuchten Hitzewelle – Dank Klimagaren – begrüßt, die mir endgültig den Rest gibt. Fast. Fast hätte ich das Landbrot versaut.
Aber nur fast. Warum muss mich dieser Bücherdrache auch immerzu ablenken! Doch die Brote sind goldbraun. Knusprig. Gerettet. Dem Himmel sei’s gedankt, gepriesen und … ihr wisst schon. *fg*

… und hier das Landbrot. Aus Dinkelmehl, Roggenmehl, ein bisschen Weizenmehl
Roggensauerteig, etwas Honig etc. pp. usw. Total lecker.
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Hinter mir ein leises, tiefes Schnauben.
„Du solltest beim Lesen erotischer Literatur keine Backwaren unbeaufsichtigt lassen, Kleines“, meint Hektor. „Das endet sonst tragisch.“
Ich stelle die Brote auf das Gitter, verschränke die Arme und sehe ihn an. „Das ist keine erotische Literatur. Das ist einfach nur … Stimmung.“
„Natürlich“, sagt er und seine Mundwinkel wandern belustigt nach oben. „Und deine Ohren glühen aus rein akademischem Interesse.“
Wir stehen da. Zwischen Brotduft und unausgesprochenen Gedanken und Hektor lächelt. Dieses gefährliche, wissende Lächeln eines Drachen, der genau weiß, was er da gerade entfacht – und sich köstlich darüber amüsiert.
„Du solltest vielleicht beim nächsten Re-Reading“, sagt er und beugt sich minimal näher, „etwas weniger … multitasken.“
Ich schlucke.
„Oder“, erwidere ich, „du lässt mich einfach in Ruhe Brot backen.“
Sein Blick gleitet über die Brote. Dann zurück zu mir.
„Unwahrscheinlich“, murmelt er.
Als er die Küche verlässt, bleibt Hitze zurück. Und Brot. Viel Brot. Vier Laibe. Insgesamt.
Und ich? Ich fächere mir wieder Luft zu und entschließe mich, „His to Defend“ vorerst nicht weiter anzuhören.
Man muss sein Glück ja nicht herausfordern.
Was lerne ich daraus?
Backen und Sergej Petrovyh sind eine gefährliche Kombination. Und mein Bücherdrache ist eindeutig zu aufmerksam. ^^
Ka
© Copyright 24.01.2026 by Ka, Meine tägliche Dosis.
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