Ein modernes Aschenputtel mit Baby, Blaublut und ordentlich Gefühl:
„Das Baby und das Blaublut“ überzeugt mit einer starken Heldin und einem glaubhaften Prinzen.
Das Baby und das Blaublut
Tru Taylor
Originaltitel: The Baby and the Blueblood
Verlag: Oxford South Press
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0FXN65NNJ
Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2025
Genre: Zeitgenössisch – Rom Com
Teil einer Serie: Eastport Bay Billionaires
1. Bookworm and the Beast – Bücherwurm und das Biest
2. Bargain with the Bachelor – Deal mit meinem Milliardärsmitbewohner
3. The Baby and the Blueblood – Das Baby und das Blaublut
4. The Baby-whisperer and the Brute – Die Babyflüsterin und der Rohling
5. The Bombshell and the Bodyguard – Die Pop-Prinzessin und der Leibwächter
6. Scarlett and the Big Bad Billionaire – Scarlett und der große böse Milliardär
7. The Grumpy Billionaire – Der schlaflose Milliardär
8. The Merry Billionaire – Der fröhliche Milliardär
Klappentext
Eine prickelnde Royal-Romance – mit einem geheimen Baby und einer zweiten Chance auf die Liebe! Sie ist aus der Asche eines gebrochenen Herzens auferstanden…
Cinda:
Als alleinerziehende Mutter bin ich nicht auf der Suche nach Prinz Charming. Das letzte Mal, als ich mich in einen gutaussehenden, kultivierten und wohlhabenden Kerl verliebte, verließ er mich zum denkbar schlimmsten Zeitpunkt, ohne einen Blick zurück oder auch nur ein Wort der Erklärung.
Allerdings hinterließ er mir ein hübsches Abschiedsgeschenk … das neun Monate später eintraf.
Da ich keine Möglichkeit hatte, ihn zu erreichen, hob ich die Scherben dieses zerbrochenen Glasschuhs auf und machte weiter. Jetzt führe ich mein eigenes Unternehmen – Gute Fee Haushaltsreinigung. Meine Hände – und all meine Stunden – sind mehr als voll damit beschäftigt, meine Angestellten (einschließlich meiner beiden träge Stiefschwestern) zu managen und meinen vierjährigen Sohn glücklich, gesund, satt und angezogen zu halten.
Es ist nicht leicht, das alles alleine zu stemmen, aber ich habe null Interesse an einer neuen Beziehung. Und wer hat schon die Zeit dafür? Meine Kunden aus der High Society erwarten, dass ihre Herrenhäuser blitzblank sind – pünktlich – komme Hölle, Hochwasser oder Hurrikan.
Als also am Tag, bevor die königliche Familie von Aubernesse in Eastport Bay eintreffen soll, eine Grippewelle durch meine Agentur fegt, ziehe ich mir meine Dienstkleidung an und springe ein. Ich arbeite wie besessen, um sicherzustellen, dass ihr wunderschönes Sommerhaus makellos und bereit für den pompösen Ball ist, den sie veranstalten wollen.
Er ist auf der Suche nach der perfekten Passform…
Alex:
Ich bin zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in Eastport Bay – und nicht gerade glücklich darüber, hier zu sein. Es gibt einen Grund dafür, warum ich so lange weggeblieben bin.
Der Ort hat seinen Zauber für mich schon lange verloren – in der Nacht, als das einzige Mädchen, das ich je geliebt habe, zweifelsfrei bewies, dass sie nicht dasselbe empfand.
Aber diese Reise ist nicht verhandelbar, eine Frage der Pflicht. Ich plane, einzufliegen, den lächerlichen Ball zu besuchen, auf den meine Mutter so sehr besteht, und dann so schnell wie möglich zu meinem Leben in Europa zurückzukehren.
Das heißt, bis ich früher auf dem Familienanwesen ankomme und die Putzkolonne noch bei der Arbeit erwische.
Und einen Blick auf die Frau unter dieser Schicht aus Staub, Asche und Spinnweben erhasche …
(Quelle Cover und Klappentext: Tru Taylor, Oxford South Press)
Kas Bewertung

Mit dem dritten Band „Das Baby und das Blaublut“ der „Eastport Bay Milliardäre“ liefert Tru Taylor eine charmante, moderne Märchenvariante, die sich locker am Aschenputtel-Motiv orientiert, ohne sich darin zu verlieren. Statt Glaspantoffel gibt es Alltag, Verantwortung und ein kleines Geheimnis, das alles verändert.
Alexander wirkt in seiner Rolle als Protagonist erstaunlich glaubhaft. Kein aalglatter Märchenprinz, sondern ein Mann, der zwischen Pflichtgefühl, Herkunft und eigenen Entscheidungen steht – und dabei nicht immer alles richtig macht. Gerade das macht ihn greifbar.
Cinda hingegen ist für mich das emotionale Zentrum der Geschichte: bodenständig, hart arbeitend und mit einer klaren Vorstellung davon, was sie will – und vor allem, was sie nicht mehr will. Ihre innere Haltung, Alexander kein zweites Mal unkritisch in ihr Leben zu lassen, wirkt konsequent und nachvollziehbar, besonders nachdem klar ist, dass er nicht nur reich, sondern tatsächlich von königlichem Blut ist.
Die Anlehnung an Aschenputtel ist da, aber angenehm dosiert. Intrigante Stiefmutter, zwei arbeitsscheue und verschwenderische Stiefschwestern – ja, sie existieren, bleiben jedoch eher Randfiguren. Für mich genau richtig: genug Märchenflair, ohne ins Überzeichnete abzurutschen.
Was mir allerdings gefehlt hat, ist mehr Tiefe im Ausblick auf das gemeinsame Leben. Der Widerstand, insbesondere von Alexanders Vater, wird zwar deutlich, aber meiner Meinung nach zu schnell abgehandelt. Gerade dieser massive Gegenwind hätte mehr Raum verdient. Wie sieht ein Alltag aus, wenn Liebe auf Titel, Traditionen und familiäre Erwartungen trifft? Hier hätte ich mir mehr Konflikt, mehr Reibung und mehr Ausarbeitung gewünscht.
Kurz gefasst: Trotz dieses Kritikpunkts bleibt „Das Baby und das Blaublut“ ein unterhaltsamer, gefühlvoller Roman, der genau das liefert, was man von einer romantischen Märchenadaption für Erwachsene erwartet: Herz, Emotionen und eine Prise Eskapismus.
