Buch

The Heart of Kane Reid — Was ich nie gesucht habe

  • 23. Februar 2026

„Die „Nicht-Kauf“-Fastenzeit? Ha! Ausleihen zählt ja quasi nicht, also bin ich schon beim zweiten Buch:
„The Heart of Kane Reid“ von Anna Rush. Arrogant, frech, nervig… Kane.
Und trotzdem mag ich ihn. Ich bin hooked!“

 

Geneigte Lesende!

Erinnert ihr euch noch an meinen heldenhaften Schwur, keine neuen Bücher zu kaufen? An den Feuerlöscher? An meinen manipulativen Lesedrachen? An mich, wie ich moralisch entrüstet durchs Wohnzimmer stapfte, als hätte ich soeben die literarische Selbstdisziplin erfunden? —> KLICK

Tja. Es sind ein paar Tage vergangen. Und ich habe die Hintertür geöffnet. Weit. Sperrangelweit.
Nicht gekauft! Nein, nein. Ich bin ja nicht komplett wahnsinnig. Ich habe… ausgeliehen. AUSGELIEHEN! Das ist etwas völlig anderes. (Hört ihr im Hintergrund dieses leise Kichern? Das ist Hektor. Dieses Biest.)

Jedenfalls bin ich inzwischen beim zweiten ausgeliehenen Buch angekommen. Das erste war —> KLICK zu „The Fake Out“. Man könnte also durchaus sagen: Die Eskalation kam schneller als gedacht. *hüstelt verlegen*
Und aktuell lese ich „The Heart of Kane Reid — Was ich nie gesucht habe“ von Anna Rush:

The Heart of Kane Reid — Was ich nie gesucht habe

Mit meinem Boss zu schlafen? Ein No-Go.
Mich in ihn zu verlieben? Töricht.
Mit meinem Boss zu schlafen UND mich in ihn zu verlieben? Fluchtkofferpackzeitpunkt.

Ich bin nicht „so eine“. Ehrlich nicht.
Aber von vorn.
Verschuldet, aber hoch motiviert, suche ich dringend einen neuen Job als Assistentin.
Gegen alle Ratschläge nehme ich die Stelle bei Kane Reid an und stelle fest, dass mein neuer Boss tatsächlich eine echte Herausforderung ist.
Am ersten Tag unterstellt er mir, ich würde ihn bespannen. (Geheimtipp: Lohnt sich!)
Am zweiten bekommen wir uns richtig in die Haare und ich benutze eine Auswahl an Worten, die meine Brille hinterher vor Scham beschlagen lassen.
Ab dem dritten sind wir warmgelaufen. Ich bringe ihm Kaffee, den er nie trinkt, begleite Frauen vor die Tür, die ihm lästig geworden sind, und tue so, als wäre jedes ironisch klingende Lob für mich ernst gemeint.
Dann entdecke ich Seiten an ihm, die ich besser nicht entdeckt hätte, und in einem wirklich, wirklich schwachen Moment verlieren wir den Kampf gegen die Anziehungskraft und richten damit ein gewaltiges Chaos an. (Quelle Cover & Klappentext: Anna Rush)

The Heart of Kane Reid — Was ich nie gesucht habe

Und ich sag’s euch: Auf den ersten Seiten dachte ich ernsthaft, was für ein A-loch Kane Reid doch ist. Arrogant, überheblich, mit chauvinistischen Zügen und der emotionalen Feinfühligkeit eines Ziegelsteins. Also quasi ein wandelndes Warnschild. Ich saß da mit verschränkten Armen und dachte: „Niemals, mein Freund. Dich mag ich nicht.“

Ha! Selten so gelacht.

Die Autorin macht da nämlich etwas ziemlich Krasses. Sie schreibt ihn nicht glatt, sie entschuldigt ihn nicht plump. Stattdessen legt sie Schicht für Schicht frei: kleine Risse, leise Momente, Andeutungen. Und plötzlich erwischt man sich bei einem vorsichtigen „Hm“. Dann bei einem „Okay, vielleicht.“ Und irgendwann bei einem resignierten „Verdammt. Ja!“

Obwohl er noch immer überheblich ist. Obwohl er Dinge sagt, bei denen man ihm am liebsten die Kaffeetasse an den Kopf werfen würde. Entwickelt sich ein Verständnis. Kein billiges „Er war halt missverstanden“, sondern eines, das sich organisch anfühlt und glaubhaft heran wächst. Und das ist von Rush richtig gut gemacht.

Ich liebe es ja, wenn Figuren nicht einfach nett sind. Wenn sie Ecken haben. Kanten. Macken. Wenn sie nerven dürfen und man trotzdem dranbleibt. Kurzum: Ich bin hooked.

Während ich also heldenhaft nicht kaufe, lese ich mich fröhlich durch ausgeliehene Bücher, als hätte ich eine juristische Lücke im literarischen Fastenrecht entdeckt. *höhöhö* Hektor sitzt derweil auf seinem riesigen roten Flauschekissen, blinzelt mich aus gletscherblauen Augen an und murmelt nur: „Hab ich dir doch gesagt“, während kleine Rauchwolken aus seiner Nase quillen.

Und SUBsi-Lou? Die tanzt vermutlich im Hintergrund Samba, weil der SUB zwar nicht weiter wächst, aber immerhin nicht durch mich, die eigentliche Hüterin, dezimiert wird. Hingegen tue ich so, als hätte ich alles vollkommen unter Kontrolle. Natürlich.

Bis zum nächsten: Vor dem Buch ist während des Buches ist nach dem Buch.

Ka

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