Zeitgenössisches

Sidney Halston — Hot Fighters – Gegen alles, was uns trennt

  • 14. Juli 2016

Hot Fighters — Gegen alles, was uns trennt
Sidney Halston

Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3956492983
Erscheinungsdatum: April 2016
Genre: Zeitgenössisch – Erotisch

Teil einer Serie: Worth the Fight

Klappentext

Was für ein Tag! Erst macht ihr Freund per SMS mit ihr Schluss, dann muss Chrissy ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Zu guter Letzt bleibt ihr Wagen nachts mitten auf dem Highway liegen. Und der Mann, der Chrissy in ihrer Not hilft, ist ausgerechnet ihr Teenager-Schwarm Jack Daniels. Früher Bad Boy, heute ein knallharter Cop und Kampfsportler. Jack ist noch heißer als in ihrer Erinnerung. Kopfüber stürzt Chrissy sich in eine Affäre mit dem durchtrainierten Martial-Arts-Fighter. Doch mit jedem Kuss gerät sie tiefer in Jacks unbeugsame Welt, die all ihren Prinzipien widerspricht und mit der sie nie etwas zu tun haben wollte …

Quelle: Mira Taschenbuch

Hot Fighters: Gegen alles, was uns trennt

Kas Bewertung

Das hat Chrissy gerade noch gefehlt. Auf dem Weg zurück in ihre Heimatstadt, macht ihr Auto schlapp, kurz bevor sie dort ankommt! Als dann auch noch ein Officer auftaucht, passiert das, was Chrissy oft passiert: etwas sehr Peinliches. Doch als sie sich gewahr wird, um wen es sich bei diesem Officer tatsächlich handelt, bekommt das ganze einen noch unwirklicheren Beigeschmack. 😉

Schließich ist Officer Jack Daniels kein Unbekannter für sie, sondern der beste Freund von Chrissys Bruder Slade. Schon als Mädchen, hat sie stets versucht in Jacks Nähe zu sein, weil sie heimlich in ihn verliebt war. Und auch jetzt – nach all diesen Jahren – hat die Anziehungskraft, die Jack auf sie ausübt, in keiner Weise nachgelassen. Im Gegenteil. Jack geht es nicht anders. Als ihm bewußt wird, dass es sich bei der Autofahrerin um Slades kleine Schwester Chrissy handelt, stellt er zu seinem Erstaunen fest, dass aus ihr eine sehr attraktive Frau geworden ist, die seine Sinne anspricht.

Von Chrissys optischer Wandlung hat er allerdings wenig mitbekommen, da Chrissy, sobald es ging – nicht ohne Grund wohlgemerkt – ihre Heimatstadt verlassen hat, um Medizin zu studieren. Seitdem ist auch ihr Kotakt zu Slade extrem reduziert. Slade hat Chrissy nur darum gebeten zu kommen, weil er in Schwierigkeiten steckt – sprich, er sitzt im Gefängnis – und Chrissy soll die sehr hohe Kaution hinterlegen. Ist er doch der irrigen Annahme, sie würde als Ärztin im Geld schwimmen. Weit gefehlt.

Ich ging mit der Erwartung an “Hot Fighters – Gegen alles, was uns trennt”, heran, dass es mehr rund um die MMA-Fights angesiedelt worden wäre, jedenfalls hat mir das der Klappentext suggeriert. Doch hauptsächlich drehte sich die Geschichte um Chrissy und Jacks Liebesgeschichte und um Chrissys Abneigung gegen die Fights. Was nachvollziehbar ist, wenn man erfährt, was in Chrissys Beziehung zu ihrem damaligen Freund schief lief.

Mir war Chrissy als Charakter an manchen Stellen jedoch zu anstrengend. Sie hat dazu geneigt – vor allem, wenn es darum ging, dass Slade nach wie vor nicht nur an legalen, sondern auch an illegalen Kämpfen teilnimmt und Jack an legalen – zu heftig zu reagieren. Klar, sie ist absolut gegen Gewalt, aufgrund vergangener Erlebnisse, und möchte die beiden Männer vom Kämpfen abhalten. Aber es bleibt ein ‘trotzdem’ stehen. Im Gegenzug, stellten bei diesen Situationen die beiden Männer, Jack und Slade, bei den Gesprächen mit Chrissy ihr Gehör völlig auf Durchzug. So dass man als Leser das Gefühl hatte, keiner hört dem anderen richtig zu.

Nichtsdestotrotz sind die Dialoge, die sich Chrissy mit Jack und auch Slade liefern, durchaus spritzig und frech. Die sexuelle Spannung, die zwischen dem Heldenpaar herrscht, entlädt sich zudem in knisternden erotischen Szenen, die ihr Übriges, Positives dazu beitragen. Allerdings ist es manchmal besser, aus dem ‘Mehr’ ein ‘Weniger’ zu machen. Z.B. etwas weniger ‘Drama’. Weniger ‘Rumgezicke’, mehr ‘Zuhören’, denn aneinander vorbeireden. Knappe 4 Punkte.

Kurz gefasst: ‘Weniger’ ist manchmal ‘Mehr’ oder: Wenn ein kleiner Chihuahua namens Drogo, plötzlich zum Sympathieträger wird.