Die vierteilige Serie „Drachenclan“ von Paige Anderson gehört dem paranormalen Genre an. Grundlage der Reihe sind übernatürliche Krieger, die auf der Erde verweilen, um die Menschen vor den Übergriffen von „bösen“ paranormalen Wesen, wie zum Beispiel den Satyrn, zu schützen. Sie sind dem „Rat der Nephelim“ unterstellt. Doch was die Drachenkrieger nicht wissen: Der Rat spielt ein perfides Spiel mit ihnen. Dabei greifen die Nephelim auf alle Mittel zurück, die ihnen zur Verfügung stehen. Allen voran ist hier die Ratsherrin Marvae zu nennen, die man nur als eines bezeichnen kann: hinterhältig und abgrundtief böse.
Der Drachenclan besteht aus den Kriegern Mennox, er ist der Älteste und Anführer des Clans, Darian, ein sehr düsterer Krieger, bei dem man merkt, dass er schon zu oft in seinem Leben Feinde getötet hat. Liam, einem Schwerenöter, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Callista, Liams bester Kumpel und die einzige weibliche Kriegerin, die es an Geschicklichkeit und Kampfeskunst mit ihren männlichen Kollegen aufnehmen kann sowie Venor. Er ist ein paar Jahre jünger als Mennox und ein Krieger, dessen Seele verletzt ist.
Mennox ist als einziger der Clankrieger, bereits zu Anfang der Reihe, vergeben. Seine Seelengefährtin heißt Lillian, sie ist die Heilerin des Clans und hat viel zu tun, wenn die Krieger zum Beispiel von einem Scharmützel mit den Satyrn zurück kommen. Es gibt auch einen abtrünnigen Clankrieger, namens Baltes. Er ist ein 600 Jahre alter Drachenkrieger und spielt den Bösewicht toll! Baltes hat einen Sohn namens Keleth, der in der Reihe ebenfalls eine tragende Rolle spielt.
Geliebter Krieger
Die Reihe beginnt mit der Geschichte „Geliebter Krieger“, in der Darian und Mercy die Hauptrolle spielen. Mercy ist seit vielen Jahren zusammen mit ihrem Ziehkind Max auf der Flucht. Dabei hält sie sich und den Jungen mit Kellnern über Wasser. Mercy trägt ein Geheimnis in sich, dass sie im Laufe von „Geliebter Krieger“ erst erforschen wird. Sie lernt Darian kennen, als er sie vor dem Übergriff eines Wesens beschützt, das sie in einer Vision gesehen hat …
Schreckliche Visionen plagen die junge Kellnerin Mercy und zwingen sie zu einem Leben auf der Flucht. Als der attraktive Krieger Darian sie vor blutrünstigen Angreifern rettet, scheint ihre Odyssee vorerst beendet. Mercy ist fasziniert von der übernatürlichen und gefährlichen Ausstrahlung Darians. Doch ihr attraktiver Retter hat noch mehr Überraschungen auf Lager. Er ist ein Mitglied des uralten Drachenclans, seit jeher dazu bestimmt, über die Menschen zu wachen. Ihre aufkeimende Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, denn die gemeinsamen Feinde schlafen nicht.
Rezension
Mercy ist seit Jahren auf der Flucht. Doch im Grunde genommen weiß sie nicht, vor was genau sie flieht. Nur eines weiß sie, das oder was auch immer sie verfolgt, will ihr und ihrem Zögling Max nichts Gutes. So leben beide mehr schlecht als recht von den Einkünften, die Mercy als Kellnerin verdient. Mercy wird immer häufiger von Visionen geplagt. Visionen, die ihr Schreckliches kund tun. Plötzlich sieht sie sich eines Nachts solch einer Vision gegenüber. Doch es naht Rettung, auch wenn die Rettung auf den ersten Blick nicht wie eine Rettung auf Mercy wirkt: der riesige Krieger Darian.
Darian ist Krieger des Drachenclans. Seine Aufgabe ist es, zusammen mit den anderen Kriegern, wie Mennox – dem Anführer und dessen Frau Lillian (eine Heilerin), Liam, Callista – die einzige weibliche Kriegerin des Clans und Venor, die Menschen vor Übergriffen von den anderen Wesenheiten zu beschützen. So rettet er eines nachts Mercy vor Satyrn, die es auf sie abgesehen haben. Was Mercy zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß ist die Tatsacht, dass sie ein Geheimnis mit sich trägt. Beziehungsweise, sie selbst das Geheimnis ist. Mercy und Max werden beide zum Hauptsitz des Drachenclans gebracht. Doch jemand hat es auf Mercy abgesehen und so ist nicht nur sie, sondern der ganze Clan in Gefahr.
Darian ist ein ziemlich düsterer Krieger, der schon so lange gegen das Böse kämpft, dass er teilweise selbst schon unbedacht und grausam tötet. Doch als er Mercy begegnet, bringt sie das Licht zurück in seine dunkel gewordene Welt. Mercy lernt sich und ihre Fähigkeiten erst richtig im Drachenclan kennen und endlich erfährt sie, was es bedeutet ein zu Hause zuhaben. Alles wäre schön, wenn nicht das, was in ihrer Vergangenheit geschehen ist – von der sie bis dato nichts wusste – fast gewaltsam Einzug ins Jetzt hält. „Geliebter Krieger – Drachenclan 1“ von Page Anderson ist ein gelungener Auftakt in neue, paranormale Serie, aus dem Hause Sieben Verlag.
Die Autorin hat es verstanden, „Geliebter Krieger“ mit einem sympathischen Heldenpaar auszurüsten. Sehr schön zu lesen ist, wie sich Darian um Mercy bemüht – ohne zu bemerken, dass er sich eigentlich schon in sie verliebt hat. Und Mercy selbst würde alles tun um Darian zu schützen. Die Nebendarsteller, wie Liam – der absolute Schwerenöter, oder Callista genannt Calli, mit schlagenden Argumenten, sei es mit ihren Waffen, oder ihrer losen Zunge, sind interessant aufgezeigt. Und über Venor, dessen Seele tief verletzt ist, möchte man gleich mehr wissen. Sogar der Bösewicht – der offensichtlich einen Grund hat so böse zu sein – kommt beim Lesen ansprechend rüber. Einzig kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende, das für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell da war. Ansonsten ein für mich ungetrübtes Lesevergnügen, dem ich knappe 5 Punkte gebe.
Kurz gefasst: „Geliebter Krieger“ ist ein abwechslungsreicher erster Teil in eine neue paranormale Reihe, der Lust auf mehr macht.
Kriegerherz
Teil 2 „Kriegerherz“, trägt den Titel zu recht. Denn in Liam schlägt ein großes „Kriegerherz“. Dies ist seine und Andis Geschichte. Andi ist Archäologin und soll den Drachenclan dabei unterstützen, eine Schriftrolle zu übersetzen. Die Wahl ist auf sie gefallen, da ihr ihre Ruf weit vorauseilt. Hier zeigt Liam sein wahres Gesicht, denn unter seiner „Flapsigkeit“ verbirgt sich große Intelligenz und ein schönes Herz. Beide zusammen geben ein sehr schönes Paar ab. Was auch daran liegt, dass Andi das sieht, was sich in Liam versteckt.
Der sonst eher flatterhafte Krieger des Drachenclans Liam ist auf der wohl wichtigsten Mission seines Lebens. Mitten in der Wüste Ägyptens soll er die lang ersehnten Antworten finden, welche die Übernatürlichen und auch die Menschen vor Chaos und Untergang bewahren können. Aber was ihm dort begegnet, hebt seine Welt aus den Fugen. Eine Frau, wie er sie sich in seinen kühnsten Fantasien nicht erträumt hätte, stellt ihn und seine Geduld gehörig auf die Probe. Doch die geheimnisvolle Fremde ist ebenso gefährlich, wie anziehend. Nichtsahnend verschenkt er sein Herz, und bringt somit sich und den gesamten Drachenclan in allerhöchste Gefahr
Rezension
Lima ist so etwas wie das Enfant terrible unter den Drachenkriegern, nicht nur dass er ein absoluter Schwerenöter ist, er trägt auch immer einen frechen Spruch auf den Lippen! So ist er nach langen Wochen ziemlich gefrustet – schließlich hat er keine Möglichkeit sich der Matratzengymnastik hinzugeben 😉 – dass ihn sein Anführer beauftragt hat nach Ägypten zu reisen, um den Archäologen Andi Pherson zu suchen, der dem Drachenclan beim Übersetzen einer geheimnisvollen Schriftrolle helfen muss, die Licht ins Dunkle bringen soll, was es mit dem „Rat“ tatsächlich auf sich hat.
Mit vielen hätte Liam gerechnet, als er Andi Pherson endlich bei einer Ausgrabung in einer geheimnisvollen Höhle ausfindig macht, aber nicht damit, dass es sich um eine Frau handelt. Noch dazu über eine sehr attraktive Frau, die 12 Sprachen spricht und drei Doktortitel ihr eigen nennt. Eine Frau also, der er, Liam, nie genügen würde. Mit im Schlepptau hat Andi stets ihren Mentor David, der sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgezogen hat. David ist Liam von Anfang an ein Gräuel, da er Andi vereinnahmt und nieder zu halten sucht, in allem, was sie tut.
Andi ist – obwohl hochintelligent – ein Mensch, der sich stets vor anderen zurückzieht und zu viel Kontakt – auf Anraten von David – meidet. Denn sie trägt ein Geheimnis in sich, das ausgelöst, Zerstörung mit sich bringen kann. So hält sie es tief unter Verschluss. Doch als sie Liam begegnete, scheint die Mauer, die sie um sich gebaut hat tiefe Risse zu bekommen. Obwohl sie – von David nicht anders gewünscht – die Krieger des Drachenclans für gewalttätige Barbaren hält, fühlt sie sich von Liam angezogen. Je näher sie Liam kennen lernt, um so mehr wird ihr Glaube an David und an das, was er ihr von Kindesbeinen an eingetrichtert hat, in den Grundfesten erschüttert.
Paige Anderson hat es auch im zweiten Teil der Drachenclan-Reihe verstanden, mich wunderbar zu unterhalten. So hat sie mit Liam einen Krieger ins Rennen geschickt, der durch seine flapsige Art und sein großes „Kriegerherz“ (hier ist der Titel des Buches eindeutig Programm) zu bestechen weiß. Er ist eine „ehrliche Haut“ und ein Sympathieträger. Indem die Autorin ihm eine intelligente, kluge Frau zur Seite gestellt hat, haben beide so die Möglichkeit miteinander stärker zu werden.
Natürlich werden wir tiefer in die Geheimnisse des „Rates“ eingeweiht und auch Baltes, ein 600-jähriger abtrünniger Drachenkrieger, mimt den Bösewicht herrlich. Sein Sohn, spielt eine nicht unwesentliche Rolle und es ist zu erwarten, dass wir noch einiges von ihm zu lesen bekommen werden. Hoffentlich! Freude macht auch das Wiedersehen mit alten Bekannten aus dem ersten Teil! Gerne vergebe ich 5 zufriedene Punkte.
Kurz gefasst: „Kriegerherz“ oder wenn Held und Heldin miteinander wahre Größe erreichen.
Die Liebe der Kriegerin
In „Die Liebe der Kriegerin“ erfahren wir, was es mit Calista, von den anderen Kriegern kurz Calli genannt, und Keleth tatsächlich auf sich hat. Denn bereits in „Kriegerherz“ konnte man beobachten, wie sich die beiden umschleichen. Doch stets hatte man im Hinterkopf, dass Keleth eigentlich zu den Bösen gehört, schließlich ist er Baltes Sohn und entsprechend erzogen worden. Doch Keleth hat seinen eigenen Kopf, den er – zugunsten von Calli – ordentlich verliert. Calli hat es in „Die Liebe der Kriegerin“ sehr schwer, vor allem fühlt sich Mennox von den Entscheidungen, die sie trifft, enttäuscht. Eine explosive Folge!
Gejagt, verfolgt und ohne Verbündete muss der Drachenclan der größten Prüfung seines Daseins entgegenblicken. Die Kriegerin Callista fühlt sich mehr und mehr ausgeschlossen vom Clan, da ihre männlichen Gefährten mittlerweile die große Liebe gefunden haben. Sie ist oft allein und einsam. In dem charismatischen Keleth findet sie einen neuen Kampfpartner. Und noch mehr. Keleth ist halb Drachenkrieger, halb Satyr und Sohn des Baltes. Er fürchtet, dass seine dämonische Seite irgendwann durchbricht und hält sich daher nur mit Hilfe eines Medikamentencocktails über Wasser. In Callistas Nähe wird er jedoch ruhiger und seine Drachenseite stärker. Während es noch unklar ist, für welche Seite er sich entscheiden wird, könnte seine leidenschaftliche Affäre zu Callista den Clan für immer spalten und ihren Feinden ein leichtes Spiel liefern.
Rezension
Bereits im zweiten Teil der Drachenclan-Reihe „Kriegerherz“, wurde dem Leser bewusst, dass sich zwischen der Kriegerin Callista und Keleth, dem Sohn des abtrünnigen, ehemaligen Drachekriegers Baltes und eines weiblichen Satyrs, etwas anbahnt. Genau dort setzt nun der dritte Teil „Die Liebe der Kriegerin an“, auf sehr unterhaltende Art und Weise an.
Calista, von ihren Freunden Calli genannt, ist die einzige Frau unter den Drachenkriegern. Sie ist alles, nur kein schwaches Weibchen und steht ihren männlichen Kollegen in nichts nach! Doch seitdem Liam, wir kennen ihn aus „Kriegerherz“, in Andi seine Seelengefährtin gefunden hat, ist nichts mehr so wie es war. Callista und Liam waren ein eingeschweißtes Team, beste Freunde, für jeden Unsinn bereit. Beide kannte die Verrücktheiten des anderen. Doch nun? Aus dieser Konstellation heraus, lernt Callista den charismatischen Keleth kennen.
Keleth wurde von seinem lieblosen Vater nur darauf hin erzogen, Zuchterfolge mit den Satyrn zu erzielen und gegen den Drachenclan vorzugehen. Doch er ist sich dessen bewusst, dass bei seinem Vater Baltes, einiges im Argen liegt. Keleth versucht mit allen Mitteln, seine dämonische Satyr-Seite zu unterdrücken. Hochintelligent wie er ist, hat er sich mit einem – extra dafür zusammen gestellten – Medikamentencocktail über Wasser, der aber seine Tücken hat.
In Callistas Nähe, empfindet er das erste Mal so etwas wie Ruhe und seine dämonische Seite in ihm, wird stiller, entspannter. Doch manches 😉 macht ihn in Callis Nähe trotzdem, nun ja, wild. Was ihn zutiefst erschüttert, schließlich ist Callista eine Frau, die man so nicht behandeln sollte. Doch dabei vergisst er, dass sie eben nicht nur Frau, sondern auch eine Kriegerin ist, die mit allen Wassern gewaschen ist.
„Das Herz der Kriegerin“ ist eine lesenswerte Fortsetzung der Drachenclan-Reihe von Paige Anderson! In diesem Buch, wird Callista und der Zusammenhalt des Clans, auf eine harte Probe gestellt. Der Rat – allem voran ein Ratsmitglied – plant Übles! Zusätzlich trifft Calli Entscheidungen, die nicht mit denen von Mennox, dem Anführer des Drachenclans, konform laufen. Aber Callista fühlt sich, als würde sie nur noch am Rande dazu gehören, schließlich hat sie mit Liam ihren Partner verloren! Und als dann auch noch herauskommt, wer Keleth tatsächlich ist, scheint nichts mehr so zu sein, wie es war! Zudem gar nicht dienlich ist, dass die Krieger nicht wissen, was Keleth tatsächlich vorhat. Spioniert er die Drachenkrieger für seinen Vater aus, oder ist er doch auf deren Seite?
Es ist immer wieder schön, wenn die Charaktere der vorherigen Teile, einen Platz bekommen, wie in „Das Herz der Kriegerin“. Baltes ist spielt auf ein Neues, den absolut üblen Bösewicht! Einfach herrlich! Wenn es einen kleinen Kritikpunkt an der Geschichte gibt, dann den, dass Keleth anfangs neben Calli manchmal etwas weniger intensiv wirkt. Ich hoffe sehr, dass auch noch der letzte Drachenkrieger des Clans, seine eigene Geschichte bekommen wird, schließlich muss ich wissen, was aus ihm wird!
Kurz gefasst: „Das Herz der Kriegern“ eine sehr explosive Geschichte, was die Gefühle und die Spannung betrifft! Gerne mehr
Kriegerseele
„Kriegerseele“, der abschließende vierte Teil der „Drachenclan“-Reihe ist ein fulminantes Ende, das den Leser zufrieden zurück lässt. Hier bekommt nun Venor, der bereits in den anderen Teilen eine sehr gute, wenn auch zurückhaltende – außer es geht um den Kampf 😉 – Figur gemacht hat. Venor ist ein sympathischer Charakter, der in „Nutzlos“, einer Assassine, die im Auftrag von Ratsherrin Marvea den Drachenclan beobachtet, seine Gefährtin findet. Paige Anderson wäre nicht Paige anderson, wenn sich die Liebe zwischen den beiden leicht angehen würde! „Kriegerseele“ ist stellenweise sehr traurig, vor allem dann, wenn man die Gelgeheit bekommt, über „Nutzlos’“ Vergangenheit zu lesen.
Jahrelang hatte Venor seine magischen Fähigkeiten verheimlicht, ist freiwillig ins Exil gegangen und hat stets die Einsamkeit gesucht. Doch seine Bemühungen blieben fruchtlos. Sein Geheimnis wurde gelüftet und im Grunde bleibt ihm nur noch die völlige Isolation. Doch eine erneute Spaltung des Drachenclans wäre fatal. Nachdem der Rat der Nephelim von Marvae ausgelöscht wurde, drängt die Zeit mehr als je zuvor. Der Clan muss reagieren und die machtbesessene Nephelim aufhalten, bevor ihre Welt in den Untergang stürzt. In der Stunde höchster Not scheint der kühle und distanzierte Drachenkrieger Venor seine Rettung jedoch in einer Frau zu finden. Sie weckt Gefühle in ihm, die er lange verloren glaubte, und gibt ihm neue Kraft. Das einzige Problem ist, sie wurde geschickt, um ihn zu töten.
Rezension
Seit längerem wird der Drachenclan von „Niemand“, einer Assassine, die unter der Herrschaft der Nephelim Marvae steht, observiert. „Niemand“ soll einen günstigen Moment abwarten, um Venor, einen der Drachenkrieger zu eliminieren. Dies alles geschieht nur aus einem Grund: Die Ratsherrin Marvae hat einen Faustpfand, und somit „Niemand“ in ihrer Hand. Gehorcht „Niemand“ nicht, lässt die Nephemlim ihren Zorn an niemand und besagtem „Faustpfand“ aus! Doch der Plan, Venor zu töten, gerät aus dem Ruder.
Venor trägt immense magische Fähigkeiten in sich, die es nun im Kampf gegen Marvae zu nutzen gilt! Doch er braucht magische Unterstützung, da die Ratsherrin zu mächtig ist, als dass Venor sie alleine in Schach halten und bezwingen könnte. Bisher weiß Venor nicht, dass er auf der Abschussliste von „Niemand“ steht, doch als „Niemands“ Attentat missglückt, stellen Venor und die anderen Mitglieder des Drachenclans allmählich fest, wer sich tatsächlich hinter „Niemand“ versteckt! Wie es aussieht, scheint sich endlich das Blatt zu wenden, im Krieg gegen Marvae!
„Kriegerseele“, der vierte und letzte Teil der „Drachenclan“-Reihe von Paige Anderson ist ein fulminantes Ende, dieser durchweg lesenswerten Reihe! Mit „Niemand“ lernen wir eine Protagonistin kennen, die dermaßen viel in ihrem Jahrtausende währendem Leben mitmachen musste, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als Mitgefühl für diese Frau zu empfinden. Da „Niemand“ keinen Sinn für Ironie und Sarkasmus hat, kommt es zu einigen witzigen Begebenheiten! Doch unter der Knute von Marvae, muss sie schlimmes erdulden und schlimmes tun, immer im Gedanken, damit jemanden vor Marvae zu schützen. Allerdings spielt Marvae ein extrem perfides Spiel mit „Niemand“! So perfide, dass man Angst hat, das „Niemand“ daran zerbricht.
Venor ist ein toller Gegenpart zu „Niemand“, der erkennt, dass sie die eine ist, auf die er schon immer gewartet hat. In ihrer Gegenwart gehören seine Gedanken nur ihm, nichts stürzt mental auf ihn ein und er empfindet Ruhe. Doch „Niemand“ hat es nicht leicht, sich mit den anderen Drachenkriegern zu einigen, da sie – im Auftrag der Ratsherrin – den Mitgliedern des Drachenclans Schlimmes angetan hat. Doch Venor steht hinter ihr und versucht sie mit allem, was ihm zur Verfügung steht zu schützen, zu lieben, was Paige Anderson wunderbar erzählt hat.
„Kriegerseele“ ist stellenweiße herzzerreißend traurig, wenn man liest, was „Niemand“ bereits als kleines Mädchen aushalten musste. Gekonnt werden Wendungen und Winkelzüge in die Geschichte integriert und es ist toll, alle Mitglieder des Drachenclans und deren Gefährten wieder zu sehen. Sehr schön fand ich am Ende auch die abschließenden Gedanke der Krieger! 5 zufriedene Lesepunkte!
Kurz gefasst: „Kriegerseele“ ist spannend, knisternd-intensiv, magisch und hat mich, auch Dank „Niemand“ und Venor, beim Lesen begeistert. Ein toller letzter Teil dieser paranormalen Reihe!
Abschließend möchte ich hinzufügen, dass die „Drachenclan“-Quadrologie ein wirklich gelungenes, lesenswertes Beispiel, für das paranormale Genre ist! Für Liebhaber dieses Genres sehr zu empfehlen. Beim Lesen kam bei keinem der Teile Langeweile auf. Die Serie ist spannend, knisternd in ihren erotischen Momenten, manchmal dramatisch und wartet mit sympathischen weiblichen und männlicher Helden auf, sowie interessanten Nebencharakteren.
Quelle der vier Klappentexte: Sieben Verlag



