„4. August und das Wetter ist heiß. Richtig heiß. Nicht schwül, nicht drückend – sondern gnadenlos trocken.
So trocken, dass der Garten nach Wasser brüllt – das man ihm nicht gibt – und jeder Blick auf den Rasen Savannen-Vibes auslöst.“
Geneigte Lesende,
ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich kann mich kaum daran erinnern, wann wir zuletzt so lange auf Regen gewartet haben. Tag für Tag scheint die Sonne vom Himmel, die Temperaturen klettern zuverlässig über die 35-Grad-Marke und selbst in den frühen Morgenstunden liegt bereits diese Wärme in der Luft, die ahnen lässt, was der Tag noch bereithält. So krass und es erinnert mich an südliche Gefilde.
In heißen Zeiten wie diesen bin ich ein wenig, nun ja … träge. Nicht träge, was das Lesen betrifft! Das wäscht nach wie vor den Alltagsmief aus meinem Leben. Allerdings lese ich momentan immer noch im Schneckchenmodus – darüber habe ich euch ja bereits berichtet. Irgendwie verlangt der Sommer gerade nach mehr Langsamheit als nach Lesemarathons.
Was das Schreiben von Blogbeiträgen betrifft, sieht die Sache ähnlich aus. Mein Büro liegt auf der Sonnenseite des Hauses — das wisst ihr ja bereits — und besitzt ein sehr, sehr großes, doppelflügeliges, bodentiefes Fenster. Ihr könnt euch denken, welche Brutstätte für Hitzeansammlungen das ist. Da hilft selbst das heruntergelassene Rollo nur bedingt, denn die Sommersonne gibt sich davon reichlich unbeeindruckt. *sich Luft zufächelt*

So sitze ich auf meinem Bürostuhl, während meine Oberschenkel eine innige Verbindung mit der Sitzfläche eingehen. Das Geräusch, das entsteht, wenn ich wieder aufstehe, könnt Ihr Euch vermutlich denken. *schmatz*
Inzwischen dreht auch wieder der Ventilator zuverlässig seine Runden, sobald wir das Schlafzimmer betreten, und ich bin jedes Mal dankbar für unseren Pool. Ein Sprung ins kühle Nass fühlt sich während eines heißen Sommertages beinahe wie ein kleiner Kurzurlaub an.
Darum war es höchste Zeit, einmal tief in den Archiven des Blogs zu stöbern und ein kleines Gedicht hervorzuholen, das ich bereits 2017 geschrieben habe. Irgendwie passt es auch neun Jahre später noch erschreckend gut.

Sommerhitze
Walle, walle welche Hitze,
kommt durch jede Mauerritze.
Quillt in alleZimmer rein,
Dampfen tut man wie ein Schwein.
Sommer ist´s – das weiß ich wohl,
Sommer, in dem man schwitzen soll.
Was tun bei diesen Temperaturen?
Schließlich schmelzen selbst die Uhren.
Eine Lösung gibt es gar,
die ist so kühl – so wunderbar.
Duschen heißt das Zauberwort,
wäscht mit Kälte die Hitze fort.
Doch kaum ist man abgekühlt,
und man sich sauwohle fühlt,
fängt man wieder an zu schwitzen,
denn die Hitze zieht durch alle Ritzen.
Hilft nichts, jetzt geht’s wieder an,
das Duschwasser, das helfen kann!
Wäscht mit Kälte fort die Hitze,
was bringt’s, wenn ich gleich wieder schwitze?
Und die Moral von dem Gedicht?
Duschen hilft – und hilft auch nicht.
© Gedicht „Sommerhitze“ Copyright Ka — Meine tägliche Dosis, Juni 2017
Bildquelle „Hektor, Ka und SUBsi-Lou im Hitzestau-Büro“:
Bildidee, Prompt und Gestaltung: Ka, erstellt mit Unterstützung einer KI.