Blog Buch

Orakeln wir uns mal ein Süppchen

  • 18. Juli 2019

Geneigte Leserinnen und Leser,

ich möchte ein wenig orakeln. Orakel kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie „Sprechstätte“. Schlägt man im Fremdwörterbuch nach, findet man zusätzlich zu dieser Erklärung, dass mit Orakel eine Stätte gemeint ist – besonders im antiken Griechenland – wo Priester(innen), Seher(innen) o. Ä., Weissagungen verkündeten oder rätselhafte, mehrdeutige Aussagen machten. Ein Orakel ist also etwas, das eher nebulös, rätselhaft oder auch undurchschaubar in seinen Äußerungen ist.

Berühmtestes Orakel ist wohl das Orakel von Delphi, welches bereits zu Homers Zeiten dem Apollonkult zugesprochen wurde. Apollon ist neben diversen andern Jobs als Gott auch noch der Gott der Weissagungen und der Künste. Er gehört zur Riege der Hauptgötter des griechischen Pantheons. Aber das wissen wir spätestens seit Sherrilyn Kenyons „Dark Hunter“ Reihe!  Zwischenzeitlich gibt es übrigens rund um die „Dark Hunter“ 18 übersetzte Teile! Hier zu sehen der erste Teil „Magie der Sehnsucht“ und der 18. Teil „Herrin der Dämmerung“, beide erschienen beim Blanvalet Verlag.

Überlegt, auch in Filmen wie z. B. „Matrix“ mit Keanu Reeves oder „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ mit Vin Diesel, spielen Orakel eine Rolle. Aber wie ging so ein „Orakelsprechen“ von dannen? Ganz schon undurchsichtig, das Ganze, das kann ich Euch sagen. Denn Pythia, also das Medium das als Sprachrohr fungierte, wurde von  zwei Priesterinnen zuerst gebadet! Denn nur sauber lässt sich so ein Orakelspruch anlocken. Richtig geäubert und rein, wurde man nur in der heiligen Quelle Kastalia. Dann trank Pythia einen Schluck heiliges Wasser aus der Quelle Kassiotis um dann – von fünf Kerlen, nämlich dem Fünfmännerrat, zum Tempel des Apollon begleitet zu werden. Diese führten Pythia zum Altar der Hestia, sie ist Mitglied der zwölf olympischen Götter. Aus einer Erdspalte beim Altar, stiegen berauschende Dämpfe auf, mitten hinein in Pythias zartes Näschen. Ich sag‘  jetzt einfach mal zartes Näschen, es könnte auch ein mords Zinken gewesen sein, doch dies kann ich an dieser Stelle nicht einwandfrei nachweisen, weil sowohl ein zartes Näschen, als auch ein mords Zinken im Sturdel des Raum-Zeit-Kontinuums verschwunden wäre, ist oder so. Ähm, ja …. Durch die Inhalation dieser Dämpfe, wurde das Medium mal mehr, mal weniger in Trance versetzt und so entstanden die Weissagungen.

Aber hey, vielleicht wussten die alten Griechen damals schon ob der berauschenden Wirkung von Canabis? Könnte ja sein, dass Hestia zusammen mit Thanatos, dem Gott des Todes, unterhalb der Erdspalte in Thanatos Reich saßen, sich ordentlich an einem Doobie gütlich taten um so für Pythia weissageförderlichen Rauch erzeugten? *mimimi*


Ansicht auf die Ruinen des Tempels von Delphi.
( Public Domain Picture )

Nicht umsonst habe ich von nebulös gesprochen. *hust* Berauschende Dämpfe umschmeicheln die Sinne, verführen zu Aussagen die noch nebulöser und rätselhafter sind als die Dämpfe, die da aus dieser Erdspalte heraufsteigen. Und dann auch noch die Göttin Hestia, die idealer weise für den Familien- und Staatsherd verantwortlich ist! Wie passend, oder? Wasser, Herd, Feuer, Rauch – und schwupp – entsteht ein trübes Süppchen, welches sich Weissagung nennt.

Jetzt könnte ich noch mit Sibylle (Prophetin) weitermachen. Die ihre Weissagungen am „Sybillenfels“, unweit des Orakels von Delphi, machte. Eine der berühmtesten Sibyllen der griechischen Mythologie war Kassandra, die nicht nur stets Unheil vorraussah. Nein, nein! Sie wickelte Männer grundsätzlich um den Finger. Eine delphische Sybille erhielt sogar einen Stammplatz auf dem Gemälde Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle (Vatikan, Rom).  Doch jetzt wird es noch  … süßer! Es gibt ein Orakel, welches ich unbedingt noch vorstellen möchte. Es ist aus unserer modernen Zeit und nennt sich „Das Gummibärchen Orakel“. Der Orakelmeister ist niemand anderes als Dietmar Bittrich, der dieses besondere Orakel *hihi* in einem Buch manifestiert hat. Erschienen ist das Buch beim Goldmann Verlag …

Bis zum nächsten Mal bei „Mythologie mit Augenzwinkern“.

Howgh, Ka das Orakel hat gesprochen!