„Ich sage es gleich vorneweg: Diese Nutella-Glücksbomben sind verdammt gefährlich.
Gefährlich für alles, was man „Selbstbeherrschung“ nennt. Meine ging jedenfalls dramatisch flöten.
Sehr zu Hektors Leidwesen …“
Geneigte Lesende!
Gestern hab ich mich an Nutella-Brot-Kugeln versucht. Klingt süß, ist es auch. Hefeteig, der erst einmal geduldig gehen muss, bis er fluffig und unwiderstehlich ist. Dann wird er in kleine Kugeln geteilt. Und hier beginnt die Magie: Die Kugeln werden auseinandergezogen, fast wie kleine Teller, und dann kommt der beste Teil – ein Klecks Nutella (oder zwei, oder drei… wer zählt schon?). Dann wird alles wieder zusammengefaltet, zu Kugeln gerollt und in die runde Backform gelegt.
Ein bisschen Eidotter-Sahne-Mischung obendrauf gepinselt, 180 Grad Ober- und Unterhitze, ca. 25 Minuten warten – und plötzlich hat man kleine, süße, flauschige Glücksbomben auf dem Teller.
Ich konnte mich nicht beherrschen. Vier Stück auf einem Satz. Ja, vier – richtig gelesen! Hektor, mein armer, hungriger Drache, musste sich mit dem Rest der 16 Kugeln zufrieden geben.
Sein Blick sagte alles als er sich dessen gewahr wurde und ein dermaßen tiefes, bedrohliches Knurren kam aus Hektors Drachenmagen, dass die Küche fast zu vibrieren begann. „Ka! Du kannst doch nicht einfach drei von MEINEN Nutella-Brot-Kugeln futtern?“ murrte er, während sein Magen weiter wie ein wütender Donner grollte.

Sehen sie nicht … yummi aus? ^^

„Na hör mal, Hektor! Seit wann bist du so… verfressen?“ entgegnete ich schelmisch grinsend, eine weitere Kugel zum Mund führend. Lecker!
„Von wegen verfressen!“ Sein Magen polterte mittlerweile wie ein wildes Gewitter. „Du warst doch diejenige, die gesagt hat, ich dürfte alle haben. Und jetzt sieh dich an, du futterst nun bereits die vierte Kugel. Sag du noch einmal was zu mir von wegen verfressen!“
Ich konnte nicht anders und musste lachen. „Stimmt, Großer! Aber hey, die Dinger duften so gut und sehen sooo verdammt lecker aus, da konnte ich mich einfach nicht am Riehmen reißen. Sie sind pure Magie, Drache!“
Ein verstehendes Schmunzeln huschte über sein Gesicht. „Das sehe ich. Sie haben auf maaagische Weise ihren Weg in deinen Mund gefunden.“ Er beugt sich zu mir und wischt mit einer Klaue vorsichtig über meine Unterlippe. „Du hast da Nutella, Kleines“, sprach er und leckte es genüsslich von seiner Klaue.
Fazit: Nutella-Glücksbomben = pure Magie. Kalorien? Egal. Selbstbeherrschung? Ein Mythos. Glücksgefühl? Absolut real.
Tipp von mir: Immer genug für Hektor übrig lassen. Oder eben nicht. In diesem Sinne,
Ka