Buch

Nicolaus, Santa Claus und der Weihnachtsmann

  • 12. Dezember 2021

Geneigte Leserinnen und Leser,

bereits in der Grundschule lernt man, dass es den Nikolaus tatsächlich gegeben hat. Nämlich als Nikolaus von Myra. Myra (heute Demre, Türkei) war in der Mitte des vierten Jahrhunderts Teil des römischen Reiches. Und Nikolaus war dort als Bischof tätig. Am 6. Dezember feiern Christen den Nikolaus-Tag, denn es ist der Tag an dem er gestorben sein soll. Es gibt viele Legenden, die sich um diesen heiligen Mann ranken.

In Bayern und Österreich nennt man den Nikolaus zum Bespiel Nikolo oder Niklo. Auch als Samichlaus oder Santichlaus ist er am 6. Dezember in der Schweiz unterwegs. Doch jeder positive Genosse, so wie der heilige Nikolaus, bringt durchaus auch einen Bad Boy mit. Im Falle vom Nikolaus ist es Knecht Ruprecht. Der seit dem späten Mittelalter als Kinderschreck den Nikolaus begleitet. Und Kinderschreck ist für ihn der richtige Begriff. Bei uns heißt er übrigens auch Krampus.

Als meine Kinder klein waren, kam der Nikolaus stets zu Besuch, doch den Krampus ließen wir nie zu ihnen. Einmal habe ich einen halben Herzkasper bekommen, da ich nicht wußte, dass sich der Krampus bei uns im Haus befand. Der Nikolaus war bei den Kindern im Wohnzimmer und ich wollte noch was holen und öffnete die Wohnzimmertür um im Dunkeln in die Speise zu tappen, das mache ich manchmal. Also das Licht auslassen und so rumlaufen. 😀 Egal. Ich also raus aus dem Wohnzimmer und plötzlich sehe ich zwei Augen im Dunkeln glühen. Das Einzige, das mir in dem Moment einfiel war laut zu schreien! Als auch schon ein breites Grinsen eine Reihe weißer Zähne entblößte. Da wurde mir klar, dass der Krampus nicht draußen vor der Türe, sondern drinnen gewartet hatte und mir entkam prompt ein: „Du Depp! Musst du mich so erschrecken?“ Woraufhin ich seinerseits heftiges Lachen erntete.

Doch zurück zu Santichlaus oder sollte ich besser Santa Claus oder Weihnachtsmann sagen? Santa Claus schippert seit den 20er Jahren des neunzehnten Jahrhunderts mit seinem fliegenden Rentier-Schlitten in Amerika umher, um Kindern in der Weihnachtsnacht Geschenke zu bringen. Diese dürfen natürlich nicht vergessen dem Weihnachtsmann ein Glas Milch und ein Paar Plätzchen bereit zu stellen, denn Geschenkauslieferungen machen hungrig. Davon können die Paketauslieferer in Zeiten von Corona sicherlich ein Lied singen.

Doch den Weihnachtsmann gibt es nicht nur in Amerika sondern er ist auch teil der weihnachtlichen Schenkens bei uns in Ost-, Nord- und Mitteldeutschland. Wohingegen in den westlichen und südlichen Regionen das Christkind an Weihnachten die Geschenke bringt. Der Weihnachtsmann symbolisiert in der weihnachtlichen Zeit den heiligen Nikolaus und Knecht Ruprecht in einem. Denn der Weihnachtsmann beschenkt nur brave Kinder. Die, die nicht so brav waren, bekommen von ihm lediglich eine Rute.

Mal ehrlich, irgendwie kommt es auch von der Optik her zu Vermischungen. Manchmal sieht der Nikolaus, der Nuss- und Mandelkern bringt, ein wenig aus wie der Weihnachtsmann und manchmal ist es umgekehrt. Vielleicht lässt es sich ein klein wenig damit erklären: Früher, also im Mittelalter, wurden am Nikolaustag und am Tag der unschuldigen Kinder, das am 28. Dezember gefeiert wurde, selbige beschenkt. Weihnachten, wie es heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Man geht allerdings davon aus, dass Martin Luther den Nikolaustag durch das Fest Jesus Christus ersetzt hat. Es ist alles ein wenig verzwickt und auch abhängig davon, ob man in einer protestantischen oder einer katholischen Gegend wohnt. Oder ob das Christkind rüber zu den Protestanten oder der Weihnachtsmann zu den Katholiken „geschwappt“ ist.

Wie dem auch sei, die Advents- und Weihnachtszeit mit all ihrer Symbolik und Tradition ist – für mich persönlich – eine schöne Zeit. Einerseits ist es draußen kalt und ungemütlich, andererseits drinnen gemütlich und kuschelig. Was noch hinzukommt: überall funkeln Lichter und Kerzen. Herrlich! Und natürlich gibt es viele weihnachtliche Geschichten, die Einzug in die Welt der Bücher gefunden haben. Hier ein paar wenige Buch-Beispiele. Von historisch bis erotisch ist was dabei …

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Euch eine weiterhin schöne, friedvolle Adventszeit und vor allem bleibt gesund und habt einen wundervollen 3. Advent!

Ka