Erotisches

Nicky Ginger – Bad Boy Boogie

  • 2. Dezember 2016

Bad Boy Boogie
Nicky Ginger

Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B01NAC9ANV
Erscheinungsdatum: 26. November 2016
Genre: Erotik

Teil einer Serie: Memento (a)mori

Klappentext

Er sieht aus wie ein Bad Boy und er verhält sich so … Mara ist fasziniert von dem Mann, der sich jeden Morgen vor dem Fenster ihres Büros mit einem Kunden zu treffen scheint – um unauffällig ein Päckchen zu übergeben. Ist er ein Dealer?
Zumindest ist es ein Riesenschreck, als er plötzlich vor ihrem Schreibtisch steht. Pirate fordert sie heraus, über ihren Schatten zu springen. Eine prickelnde Liebesgeschichte ohne Netz und doppelten Boden.

Quelle: Nicky Ginger

Bad Boy Boogie (Memento (a)mori 1)

Kas Bewertung

„Bad Boy Boogie“ ist eine Novelle, die von einer eher untypischen Romanheldin erzählt. Denn Mara ist nicht „von der Stange“, sondern das genaue Gegenteil. Sie fühlt sich zu „dick“, arbeitet als Sekretärin für einen Strafverteidiger und führt ein „Leben im Schneckenhaus“. Ja, sie ist eine junge Frau, die sich von anderen ausnutzen lässt und dabei vergißt wie es ist zu leben. Irgendwann hat sie sich dabei selbst verloren und somit den notwendigen Fokus auf sich selbst. Doch das soll sich ändern, als sie eines Tages aus dem Fenster ihres Büros blickt und ihn, ihren persönlichen „Bad Boy“ sieht …

Pirates Leben hat sich erst in letzter Zeit beruhigt, denn er hat gemerkt, dass es auf Dauer für ihn keinen Sinn mehr macht, nur auf der Überholspur zu verbringen. Durchzechte Nächte, illegale Aktivitäten, keine eigene Bleibe, Party, ein Leben am Limit. Trotzdem trifft er sich allmorgendlich zu einer gewissen „Übergabe“ mit einem anderen Mann. Was er jedoch scheinbar erst nach einiger Zeit merkt ist, dass er dabei von jemandem aus der Anwaltskanzlei von gegenüber beobachtet wird. Und dieser jemand, nämlich Mara, setzt sich irgendwann auf seine Spur um nachzuforschen, was es mit dieser „Übergabe“ auf sich hat …

„Bad Boy Boogie“ ist eine gefühlvolle, ausgewogene Novelle, in der man als Leser tiefen Einblick in das „Innenleben“ der Protagonistin Mara bekommt. Man fühlt mit ihr, spürt ihren Unsicherheiten nach und freut sich um so diebischer für sie, als sie beginnt, ihre Fesseln, die ihr ihre Erziehung aber auch sie selbst auferlegt hat, sprengt! Ich hätte ja zu gerne eine Konfrontation von Maras Mom und Pirate gelesen 😀 Doch der Platz, der Maras Mutter letztendlich am Ende des Buches zugewiesen wurde, war sehr … erquicklich! Es war sehr schön zu beobachten, welchen Wandel Mara im Laufe des Geschehens mitmacht. Wie durch das Einwirken des „Richtigen“, ihr Leben auf eine lebenswertere Spur gebracht wird. Auch wenn ein sehr ergreifender Moment, in meinen Augen der eigentliche Anstoß dafür war.

Pirate/Jens ist ein starker Charakter, der keine Angst davor hat, zu seinen Gefühlen, einer Frau gegenüber die nicht mit Model-Maßen aufwarten kann, zu stehen. Das macht ihn in meinen Augen um so sympathischer. Zudem lockt er durch seine gewagten Aktionen die wirklich Mara aus ihrem Schneckenhaus, was zu aufregenden und auch traurig-romantischen Momenten führt, die mich beim Lesen berührt haben. „Bad Boy Boogie“ ist ein Buch, dessen Fokus auf den Emotionen und auf der Entwicklung der Charaktere von Pirate und vor allem von Mara liegt! Mara zeigt Größe, auch in Momenten, in denen andere zur Furie mutieren würden. Wenn ein Kritikpunkt, dann ein kleiner: Ich hätte mir am Anfang gewünscht, dass die Anziehungskraft zwischen den beiden Hauptprotagonisten etwas mehr herausgearbeitet worden wäre, das hat mir ein wenig gefehlt. Abgesehen davon, ist „Bad Boy Boogie“ eine gefühlsintensive Geschichte, mit wohldosierten kribbelnd-erotischen Szenen, die sich prächtig in das Ganze einfügen und nie aufgesetzt wirken.

Kurz gefasst: Lesenswert. Gefühlsecht. Eben „Bad Boy Boogie.