Stolen Touches – Der Don
Neva Altaj
Originaltitel: Stolen Touches
Verlag: VAJONA Verlag
ISBN: 978-3759246424
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0DF5RMKB5
Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2024
Genre: Mafia Romance – Zeitgenössisch
Teil einer Serie: Perfectly Imperfect
1. Painted Scars – Der Pakhan
2. Broken Whispers – Das Monster
3. Hidden Truths – Der Killer
4. Ruined Secrets – Der Capo
5. Stolen Touches – Der Don
6. Fractured Souls – Der Kämpfer
7. Burned Dreams – Der Bodyguard
8. Silent Lies – Der Serbe
9. Darkest Sins – Der Dämon
10. Sweet Prison – Der Gefangene
11. Precious Hazard – Der Unterboss
Klappentext
Milene
Regeln. Ich kenne sie alle, habe jedoch keine einzige davon befolgt. Unerlaubt bin ich in seine Stadt, in sein Gebiet eingedrungen, jetzt muss ich den Preis dafür bezahlen. Ich soll den eiskalten, berechnenden Don der Cosa Nostra heiraten, den Mann, von dem kaum jemand weiß, wie er aussieht. Und mich für immer an die Mafia binden. Doch als er kommt, um mich abzuholen, stelle ich fest, dass wir uns bereits begegnet sind.
Salvatore
Ich dachte, mich könnte nichts mehr erstaunen, weil ich schon alles gesehen und erlebt hätte. Doch dann kam sie. Sie ist außergewöhnlich, lebt arm und bescheiden in meiner Stadt, und das ohne meine Erlaubnis. Ich fühle mich stärker zu ihr hingezogen, als ich es mir je hätte vorstellen können. Sie hat mich verzaubert und meine Neugier geweckt. Jetzt will ich mehr als nur ein paar gestohlene Küsse. Ich will sie ganz. Und was Salvatore Ajello will, das nimmt er sich.
Quelle Klappentext: VAJONA Verlag
Kas Bewertung

„Stolen Touches – Der Don“ ist für mich eines dieser Bücher, bei denen man genau weiß, worauf man sich einlässt – und es trotzdem (oder gerade deswegen) mit voller Überzeugung liebt. Neva Altaj bleibt ihrer Linie treu und liefert erneut eine Mafia-Romance, die düster, intensiv und emotional tief verstrickt ist.
Milene (sie ist die jüngere Schwester von Bianca aus „Broken Whispers – Das Monster“) ist eine Heldin, die mich überraschend schnell überzeugt hat eigentlich bereits, als ich sie in Biancas Teil kennen gelernt hatte. Sie hat sich bewusst von der Welt gelöst, aus der sie stammt, lebt schlicht, arbeitet hart und versucht, ihr eigenes Leben nach ihren Regeln zu führen. Dass sie damit unweigerlich mit der Mafia kollidiert, fühlt sich nicht konstruiert an, sondern wie eine logische Konsequenz ihrer Vergangenheit. Besonders gefallen hat mir, dass sie trotz aller Umstände Haltung bewahrt, nicht zerbricht und sich weder einschüchtern noch vereinnahmen lässt. Ihre Stärke ist präsent, konsequent – und genau das macht sie so wirkungsvoll.
Salvatore hingegen ist alles andere als harmlos. Er ist kontrollierend, besitzergreifend und in vielen Momenten gnadenlos. Sein Kontrollzwang war mir stellenweise zu viel, ja – aber genau dieser Zwang macht ihn authentisch. Er ist kein weichgespülter Don, sondern jemand, der Macht, Verantwortung und Besitz kompromisslos lebt. Wer hier einen soften Bookboyfriend sucht, ist definitiv falsch. Wer sich aber auf einen authentisch gezeichneten Mafia-Protagonisten einlassen kann, der mit eiskalter Wucht gegen seine Gegner vorgeht, bei Folter selbst Hand anlegt und immer in der ersten Reihe kämpft, wird mit einer vielschichtigen, glaubwürdigen Figur belohnt.
Die Beziehung zwischen Milene und Salvatore entwickelt sich langsam, spannungsgeladen und mit genau dieser unterschwelligen Intensität, die die Reihe für mich so stark macht. Es geht weniger um große Worte als um Blicke, Gesten und das permanente, unausgesprochene Kräftemessen zwischen Nähe und Kontrolle. Auch der Humor, der immer wieder durchblitzt, lockert die düstere Grundstimmung angenehm auf. Bestes Beispiel dafür ist Kurt, Milenes durchgeknallter Kater, der mehr als einmal für trockene, perfekt platzierte Momente sorgt.
Und ja, es gibt diese eine Szene, die mich beim Lesen völlig abgeholt hat. So romantisch, so beschützend und gleichzeitig so kompromisslos, dass ich kurz innehalten musste. Ich sage nur: Lagerhaus, Stuhl, Iren. In diesem Moment dachte ich wirklich: Wow. Was. Für. Eine. Frau.
Kurz gefasst: Für mich ist „Stolen Touches – Der Don“ eine starke und konsequente Fortsetzung der „Perfectly Imperfect“-Reihe. Moralisch unbequem, emotional intensiv und genau deshalb so fesselnd. Wer diese Reihe liest, sollte bereit sein, mit problematischen Charakterzügen umzugehen – denn genau darin liegt hier die Stärke.
