Blog Kas Tatsachenbericht

Meine persönliche Kiacherl-Geschichte

  • 26. Oktober 2020

Geneigte Leserinnen und Leser,

seit Jahren übe ich mich am perfekten (für meinen Mann perfekten :D) Kiacherl. Sein Kredo: Die besten Kiacherl macht unsere Nachbarin. Sie ist inzwischen über 80 Jahre alt. Mein Kredo: Die besten Kiacher machte meine Oma Elisabeth! Mein Liebster kam nie in den Genuss von Omas Kiacherl, weil sie vorher verstarb. Leider hat sie ihr Kiacherl-Wissen mitgenommen.

Übrigens wird das Kiacherl je nach Region sehr unterschiedlich benannt. Wir sagen Kiacherl. In Oberbayern hingegen heißen sie schlicht Nudeln. Es gibt aber auch Begriffe wie Ausgezogene, FentschterKiachle, Kiachl, Kücherl, Rottnudel oder Kiarchen … 😉

Inzwischen habe ich es tatsächlich geschafft, meinen Gatten Kiacherl-technisch zufrieden zu stellen. Man höre und staune! Jane Christo würde, wenn wir noch miteinander telefonieren könnten, jetzt sagen: „Du hast ihn furchtbar verwöhnt. Ich hoffe, er weiß, was er an dir hat!“ Ich kann sie regelrecht in meinem Ohr hören. Ich denke oft an dich, JC. <3

Doch zurück zum Kiachal. Über die Jahre habe ich mir also dem perfekten Kiachal angenähert und mein Ziel endlich erreicht. Es ist fluffig, es ist weich, es schmeckt – sofern man natürlich Schmalzgebäck mag – einfach lecker. Muss ich selbst zugeben. Die Erfahrungsreise hat sich für mich – speziell für meinen Liebsten – gelohnt! Hier lasse ich Euch einen kleinen Blick auf sie werfen, im Rohzustand, Rohlingzustand, Schwimmzustand und Is(s)tzustand … 😀

Meine persönliche Kiacherl-Geschichte

Da wollte jemand definitiv schon endverarbeitet werden. 😀 Aus einem
Kilogramm Mehl bekommt man übrigens ca. 30 Kiacherl heraus.

Meine persönliche Kiacherl-Geschichte
Teigrohlinge unter sich.
Sie müssen jetzt nochmal gehen, bevor sie ins Butterschmalz dürfen.

Meine persönliche Kiacherl-Geschichte

Schwimmen. Schwimmen. Schwimmen. Im Butterschmalz schwimmen …

Meine persönliche Kiacherl-Geschichte

Fertig ausgezogen und geschwommen fehlt jetzt noch der Puderzucker,
dann kann es losgehen mit dem Wegfuttern. Am besten sind sie, wenn sie noch
ganz leicht lauwarm sind. *sabbert*

Und das Rezept? Nop, das gebe ich nicht aus der Hand. Da bin ich ausnahmsweise mal geizig mit und verweise gerne auf viele andere Rezepte, die es gibt. Die ebenfalls lecker sind, jedoch nicht lecker genug für GöGas Gaumen. Ich habe schon oft zu ihm gesagt, dass wenn ich nicht so gerne Backen und dergleichen machen würde, ich ihm die Kiacherl schon längst um die Ohren gehauen hätte. *lacht*

In diesem Sinne

Ka, die nun bessere Kiachal macht als die Nachbarin.