Historisches Rezensionen

Megan Frampton — Küsse niemals einen Duke

  • 29. Juni 2021

Küsse niemals einen Duke
Megan Frampton

Originaltitel: Never Kiss a Duke
Verlag:
CORA Verlag
Verkauft durch:
Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B094D32669
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2021
Genre: Historical Romance

Teil einer Serie: Hazards of Dukes

Klappentext

Einer Frau wie Miss Ivy ist Sebastian Dutton noch nie begegnet. So stark und unabhängig wie sie sollte er selbst auch schnellstens werden – notgedrungen. Denn nach dem Verlust seines Adelstitels muss der einstige Duke of Hasford sich seinen Lebensunterhalt auf einmal selbst verdienen. Da kommt ihm Ivys Angebot gerade recht: Er soll ihr florierendes Spielcasino noch erfolgreicher machen. Nicht nur seine Ideen für das Casino kommen fantastisch an. Auch seine leidenschaftlichen Küsse sind Ivy bald höchst willkommen! Doch dann unterbreitet sein Cousin ihm einen Plan, wie Sebastian in die Gesellschaft zurückkehren kann. Allerdings müsste er dafür seine Zukunft mit der hinreißenden Ivy aufgeben …

Quelle: CORA Verlag

Megan Frampton — Küsse niemals einen Duke

Kas Bewertung

Megan Frampton — Küsse niemals einen Duke

Ivy führt erfolgreich ein Casino. Das Schicksal – besser gesagt ihr spielsüchtiger Vater – ist der Auslöser, dass sie sich nicht mehr unter dem Adel bewegt. Doch nun, nicht länger gebunden an die strengen Etiketten des Ton, ist ihr Leben um einiges freier. Unverhofft lernt sie Sebastian, den ehemaligen Duke of Hasford kennen, der zusammen mit einem seiner besten Freunde, Ivys Casino besucht. Kurz darauf kommt er wieder und prompt stellt Ivy Sebastian ein, der sie mit seinen guten Ideen den Ablauf des Casinos betreffend, sehr überzeugt. Doch noch überzeugender findet Ivy Sebastians Küsse. Allerdings traut Ivy der Sache nicht recht, denn sie ist überzeugt, dass er Mittel und Wege finden wird, zurück in sein privilegiertes Leben zu kehren …

„Küsse niemals einen Duke“ hatte mich sofort mit dem Klappentext für sich eingenommen. Aber der Inhalt entsprach nicht ganz dem, was ich mir erhofft hatte. Ich fand ihn stellenweise etwas an den Haaren herbei gezogen, was die Geschichte recht unglaubwürdig gemacht hat. Es kam zu gewisse Begebenheiten, z.B. zu Beginn mit dem Anwalt des Dukes of Hasford, die ziemlich fragwürdig waren, im Speziellen in Hinblick auf die Briefe von Sebastians Mutter.

Dann die Tatsache, dass Sebastian so tat, als hätte er mit seiner Duke-Würde auch die Möglichkeit verloren, seine Freunde zu sehen. Es war höchst seltsam zu beobachten, wie sowohl die beiden besten Freunde des Dukes, als auch dessen Schwester stets so taten, als hätten sie ihn seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, obwohl er grade mal ein- zwei Wochen im Casino gearbeitet hat. Hallo? Was hat sie denn abgehalten nach Sebastian zu sehen, oder umgekehrt wenn sie ihn so sehr vermisst haben? Sie lebten alle in London und nicht tausende von Kilometern voneinander entfernt.

Den Charakter von Ivy fand ich irgendwie entzückend, auch ihre jüngere Schwester Octavia. Ivy hatte ihr Casino und die darin arbeitenden Angestellten toll im Griff und hat Menschen, die anderswo keine Anstellung gefunden hätten, eingestellt. Was sie als Menschenfreund darstellt und sehr sympathisch macht. Auch wenn sie manchmal – selbst mir – zu modern agiert hat. Ich glaube nicht, dass man ruck zuck anerzogene Verhaltensweisen vergißt wie Ivy in einer gewissen Situation.

Sebastian hat meines Erachtens Biss, Antriebskraft und Stärke vermissen lassen. Ich hätte mir gewünscht, dass er viel rigoroser die Ärmel hochkrempeln hätte sollen und das stetige Hinterfragen, was er denn nun von seinem Leben erwartet oder dass er keine Hilfe von seinen Freunden annahm, war mir ab einem gewissen Punkt zu viel.

Kurz gefasst: „Küsse niemals einen Duke“ hatte Potential, das leider nicht ausgeschöpft wurde. Schade.