Historisches Rezensionen

Lily Blackwood — Das Biest aus den Highlands

  • 8. Februar 2020

Das Biest aus den Highlands
Lily Blackwood

Originaltitel: The Biest of Clan Kincaid
Verlag:
Cora Verlag
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B074CHSNZ2
Erscheinungsdatum: 15. August 2017
Genre: Historical Romance

Teil einer Serie: Highland Warrior Series
1. (2012) The Biest of Clan Kincaid / Deutsche Übersetzung (August 2017): Das Biest aus den Highlands
2. (2012) The Rebel of Clan Kincaid / Deutsche Übersetzung ( Mai 2018): Der Bastardkrieger aus den Highlands
3. (2014) The Warrior of Clan Kincaid / Deutsche Übersetzung (Juni 2019): Die heißen Küsse des Highland-Kriegers

Klappentext

Elspeth MacClaren stockt der Atem: Nackt und muskulös steht der Mann vor ihr, die Hüften nur von einem nassen Kilt bedeckt, die Haut geschmückt mit Tätowierungen. Gefährlich sieht der Fremde aus, der sie aus dem reißenden Strom gerettet hat, furchteinflößend – und wunderschön. Ihr junges, unerfahrenes Herz klopft zum Zerspringen. Sie ahnt nicht, was ihren Retter in die Nähe der väterlichen Burg geführt hat: heißer Rachedurst! Denn ihr Clan hat einst seinen Clan getötet. Niall Braewick, der letzte Laird der Kincaids, ist gekommen, um sich zu holen, was ihm zusteht: das Blut der Feinde, die Burg, das Land, den Titel – und nun auch Elspeth …

Quelle: Cora Verlag

Lily Blackwood — Das Biest aus den Highlands

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Lily Blackwood — Das Biest aus den Highlands

Niall Braewick, Laird der Kincaids hat nur eines im Sinn: Rache an denen zu nehmen, die sich vor vielen Jahren die Besitztümer der Kincaids durch Gewalt unter den Nagel gerissen haben. Niall und seine beiden Brüder wurden bei der Flucht getrennt und Niall weiß nicht, ob sie noch am Leben sind. Gestählt durch die Jahre, die er sich als Söldner in fernen Ländern verdient hat und gefestigt in seinem Wunsch auf Rache, scheint sein Plan aufzugehen, denn er rettet die älteste und jüngste Tochter seines Erzfeindes, des MacClaren. Dieser ist so glücklich darüber Nialls Hilfe, dass er ihn in seine Dienste nimmt. Sozusagen eine Punktlandung für Niall. Wäre da nur nicht diese Anziehungskraft, die die ältere Tochter des MacClaren auf ihn ausübt.

Seitdem Elspeth einen Blick auf Niall erhascht hat, der unter dem Kriegernamen „Biest“ bekannt ist, geht ihr dieser Mann nicht mehr aus dem Kopf. Mit ihrem Seelenfrieden ist es dahin und es wird auch nicht besser, als sie von ihrem Vater aufgefordert wird, eine Zweckehe einzugehen, um dem Clan einen starken Verbündeten zu bescheren. Denn es gibt jemanden, der zu gerne Zugriff auf das Land der MacClarens hätte. Dass ausgerechnet ihre Stiefmutter die beiden Heiratskanditen ausgesucht hat erweist sich als großes Übel, den schlimmer kann deren Wahl gar nicht ausfallen. Natürlich hätte Elspeth jemanden im Sinne, doch Niall ist nicht standesgemäß …

„Das Biest aus den Highlands“ ist der erste Teil der „Highland Warrior Series“ von Lily Blackwood. Über weite Strecken hat mir dieser Historical sehr gut gefallen. Doch nach dem zweiten Drittel, bekam ich Probleme mit Elspeth. Sie erschien mir in einigen Situationen zu, wie soll ich sagen, zu zögerlich mädchenhaft nur um sich im nächsten Moment vor andere Lairds zu stellen um ihnen die Stirn zu bieten. Das hat nicht so recht zusammen gepasst. Zudem fand ich, dass es dem Buch am gewissen Highland-Flair etwas gefehlt hat, was sehr schade ist, vor allem, wenn ein Protagonist wie Niall Braewick mitspielt.

Da geht definitiv mehr, denn die Schreibe von Lily Blackwood fand ich- abgesehen von den sparsam eingefügten erotischen Szenen, die waren mir persönlich zu wenig prickelnd – schön! Mit dem Charakter des Niall Braewick hatte ich im Gegensatz zu Elspeth MacClaren keine Probleme. Ihn empfand ich ansprechend. Nicht nur was die Optik betrifft, sondern auch seine Taten. Denn die sprechen für ihn. Wer einen dicken Stein in meinem Brettchen hat, ist Deargh, Nialls älterer Freund und Wegbegleiter seit dem Übergriff auf die Kincaids vor 17 Jahren. Ebenfalls Magnus, ein Freund aus Elspeth Kindertagen war ein interessanter Charakter. Ich fand es witzig, dass sich die Vermutung, die ich ihn betreffend hatte, als wahr heraus kristallisiert hat. Abgesehen von den Kritikpunkten, hat mich „Das Biest aus den Highlands“ gut unterhalten und der fehlende Funkenflug 😉 in den sparsam aber passend platzierten erotischen Szenen, ist sicherlich Geschmacksache.

Kurz gefasst: Man nehme einen Knaben, schicke ihn in ferne Länder. Herauskommt ein „Biest“ von einem Mann.