Paranormales/Fantasy Rezensionen

Lily Archer — Das Buch von G

  • 4. Juli 2024

Das Buch von G
Lily Archer

Originaltitel: The Book of G
Herausgeber: Grey Eagle Publications
ISBN: 978-1643667980

Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0D6GN1CBL
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2024
Genre: Fantasy-Romance

Teil einer Reihe: Standalone

 

Klappentext

Ein klassischer Bösewicht erzählt seine eigene Geschichte.
Ich habe eine glorreiche Vergangenheit voller Erfolge und Ruhm. Ich meine, ich habe das Gefühl, dass ich sie habe, und warum auch nicht? Das Problem ist, dass ich mich nicht daran erinnern kann. Ich kann mich nicht einmal an meinen eigenen Namen erinnern. Ich wurde in einem Fluss gefunden, mit einem verstümmeltem Körper und einem vernarbtem Gesicht, ohne etwas, was mich identifizieren könnte, außer einem einzigen auf ein Kleidungsstück gestickten Buchstaben. G.
Ich habe meine Erinnerung für den Moment verloren, aber ich habe eine Mission, die mir alles zurückgeben wird, was ich verloren habe. Die Stimme im Wasser hat es mir gesagt. Aber die Stimme schien ein paar wichtige Höhepunkte zu verschweigen – nämlich die Frau, die mich auf meiner Reise auf Schritt und Tritt herausfordert. Die Frau, die mir sagt, dass ich böse bin. Die Frau, die jedes glühende Flüstern meines Herzens und jeder letzte Gedanken in meinem Kopf wird.
Wenn ich mein Ziel erreiche und wiederfinde, was ich verloren habe, wird sie sehen, dass wir füreinander bestimmt sind. Aber Bösewichte bekommen ja kein Happy End. Oder doch?

Quelle Klappentext und Cover: Grey Eagle Publications

Lily Archer — Das Buch von G

Kas Bewertung

Lily Archer — Das Buch von G

Als er zu sich kommt, hat er keine Erinnerung daran wer er ist, woher er kommt, geschweige denn wie sein Leben bisher verlaufen war. Einzig ein zerfetztes Kleidungsstück, auf welchem der Buchstabe G gestickt ist, könnte Aufschluss über seinen Namen geben. Wie Treibgut am Rande eines wilden Flusses gefunden, mehr tot als lebendig, ist G. überzeugt seine Vergangenheit wieder zu finden, sofern er den Worten der Frau aus dem Wasser – eine Art Orakel – folgt.

Das, was er in seiner Vergangenheit verbrochen hat und sein eklatanter Egoismus müssen daran Schuld sein, dass G. seine Identität verloren hat. Und so macht er sich auf den Weg um das „Phylakterium von Graven“ zu finden, von dem die Frau aus dem Wasser orakelte, während der reißende Fluß und die Felsen seine Haut und Knochen zermahlmten und ihn äußerlich zu dem machten, was er allem Anschein nach innerlich bereits war: zu einem Biest.

„Das Buch von G“ aus der Feder von Lily Archer ist eine Geschichte, die mich nicht nur an die „Schöne und das Biest“ in neuem Gewand erinnert, sondern auch an Geralt von Riva aus „The Witcher“ und Peter Quill aus „Guardians of the Galaxy“. Denn G. weist Züge der Beiden auf. Auf seiner Suche nach dem „Phylakterium von Graven“, welches ihm anscheinend etwas schenken soll, was er verloren hat, muss G. alsbald erkennen, dass nicht immer alles so ist wie es scheint, was auch in mir für eine ordentliche Portion Überraschung sorgte. Ansonsten müssen sich Held und Heldin mit mannigfaltigen, bildhaft dargestellten Monstern herumschlagen, sowie mit Fae, einer wirklich üblen Hexe und natürlich mit ihrer Anziehungskraft, über die G. immer wieder flapsig spricht, so dass ich nicht nur einmal vor mich hin grinsen musste. Er gefiel mir als Charakter, aber auch sein weiblicher Gegenpart war ansprechend von Lily Archer in Szene gesetzt und sie hat mich nicht nur einmal verblüfft.

„Das Buch von G“ wird übrigens ausschließlich in der Ich-Perspektive von G. erzählt. Dies fand ich persönlich sehr gelungen, denn wann hat man schon mal das Vergnügen aus der rein männlichen erzählten Sicht zu lesen? Das gefiel mir sehr. So bekam man als Leser ungehinderten Einblick in seine Gedankenwelt. Schön war zudem, dass G. eine Wandlung vollzieht und dass die Heldin überhaupt keinen Wert auf optische Unversehrtheit gelegt hat und auch die Zeichnungen der Protagonisten, die immer wieder im eBook auftauchten.

Kurz gefasst: „Das Buch von G“ ist die Reise eines Protagonisten zu sich selbst und der Liebe seines Lebens, angesiedelt in einer magischen Vergangenheit aber vom Vokabular her eher modern anmutend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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