Das Buch von G
Lily Archer
Originaltitel: The Book of G
Herausgeber: Grey Eagle Publications
ISBN: 978-1643667980
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0D6GN1CBL
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2024
Genre: Fantasy-Romance
Teil einer Reihe: Standalone
Klappentext
Quelle Klappentext und Cover: Grey Eagle Publications
Kas Bewertung
Als er zu sich kommt, hat er keine Erinnerung daran wer er ist, woher er kommt, geschweige denn wie sein Leben bisher verlaufen war. Einzig ein zerfetztes Kleidungsstück, auf welchem der Buchstabe G gestickt ist, könnte Aufschluss über seinen Namen geben. Wie Treibgut am Rande eines wilden Flusses gefunden, mehr tot als lebendig, ist G. überzeugt seine Vergangenheit wieder zu finden, sofern er den Worten der Frau aus dem Wasser – eine Art Orakel – folgt.
Das, was er in seiner Vergangenheit verbrochen hat und sein eklatanter Egoismus müssen daran Schuld sein, dass G. seine Identität verloren hat. Und so macht er sich auf den Weg um das „Phylakterium von Graven“ zu finden, von dem die Frau aus dem Wasser orakelte, während der reißende Fluß und die Felsen seine Haut und Knochen zermahlmten und ihn äußerlich zu dem machten, was er allem Anschein nach innerlich bereits war: zu einem Biest.
„Das Buch von G“ aus der Feder von Lily Archer ist eine Geschichte, die mich nicht nur an die „Schöne und das Biest“ in neuem Gewand erinnert, sondern auch an Geralt von Riva aus „The Witcher“ und Peter Quill aus „Guardians of the Galaxy“. Denn G. weist Züge der Beiden auf. Auf seiner Suche nach dem „Phylakterium von Graven“, welches ihm anscheinend etwas schenken soll, was er verloren hat, muss G. alsbald erkennen, dass nicht immer alles so ist wie es scheint, was auch in mir für eine ordentliche Portion Überraschung sorgte. Ansonsten müssen sich Held und Heldin mit mannigfaltigen, bildhaft dargestellten Monstern herumschlagen, sowie mit Fae, einer wirklich üblen Hexe und natürlich mit ihrer Anziehungskraft, über die G. immer wieder flapsig spricht, so dass ich nicht nur einmal vor mich hin grinsen musste. Er gefiel mir als Charakter, aber auch sein weiblicher Gegenpart war ansprechend von Lily Archer in Szene gesetzt und sie hat mich nicht nur einmal verblüfft.
„Das Buch von G“ wird übrigens ausschließlich in der Ich-Perspektive von G. erzählt. Dies fand ich persönlich sehr gelungen, denn wann hat man schon mal das Vergnügen aus der rein männlichen erzählten Sicht zu lesen? Das gefiel mir sehr. So bekam man als Leser ungehinderten Einblick in seine Gedankenwelt. Schön war zudem, dass G. eine Wandlung vollzieht und dass die Heldin überhaupt keinen Wert auf optische Unversehrtheit gelegt hat und auch die Zeichnungen der Protagonisten, die immer wieder im eBook auftauchten.
Kurz gefasst: „Das Buch von G“ ist die Reise eines Protagonisten zu sich selbst und der Liebe seines Lebens, angesiedelt in einer magischen Vergangenheit aber vom Vokabular her eher modern anmutend.