Paranormales Rezensionen

Laura Thalassa — Pest

  • 16. Mai 2022

Pest
Laura Thalassa

Originaltitel: Pestilence
Herausgeber:
Grey Eagle Publications
ASIN: B09XVHJ2CZ
Erscheinungsdatum: 28. April 2022
Genre: Paranormal

Teil einer Serie: The Four Horsemen — Die vier apokalyptischen Reiter
1) Pestilence (2018) — Übersetzung: Pest (04.2022)
2) War (2019) — Übersetzung:
3) Famine (2020) — Übersetzung:
4) Death (2021) —Übersetzung:

Klappentext

Sie kamen auf die Erde – Pest, Krieg, Hunger, Tod – vier Reiter, die auf ihren wiehernden Rössern bis in die letzten Winkel der Welt ritten. Vier Reiter mit der Macht, die gesamte Menschheit zu vernichten. Sie kamen auf die Erde, und sie kamen, um uns alle zu vernichten.
Als Pest die Stadt von Sara Burn heimsucht, ist eines sicher: Jeder, den sie kennt und liebt, ist dem Tod geweiht. Es sei denn, der engelsgleiche Reiter wird aufgehalten, und das ist genau das, was Sara vorhat, als sie die unheilige Bestie vom Pferd schießt.
Schade, dass ihr niemand gesagt hat, dass man die Pest nicht töten kann.
Jetzt hat der Reiter, der sehr lebendig und sehr wütend ist, sie gefangen genommen und will sie leiden lassen. Doch je länger sie bei ihm ist, desto unsicherer wird sie über seine wahren Gefühle für sie … und ihre für ihn.
Und jetzt kann Sara vielleicht noch die Welt retten, aber dafür muss sie ihr Herz opfern

Quelle: Grey Eagle Publications

Laura Thalassa — Pest

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Laura Thalassa — Pest

Pest, Krieg, Hunger und Tod. Vier apokalyptische Reiter die gekommen sind, um das menschliche Antlitz von der Welt zu tilgen. Zulange hat die Menschheit Schindluder mit der Erde und mit sich selbst getrieben, so wurde das Rad des Schicksals in Bewegung gebracht. Nach dem ersten Erscheinen der vier Reiter, die die Welt ins Chaos stürzten, herrschte ein paar Jahre Ruhe, bis einer wieder kam, um sein Werk zu vollenden: Pest! Doch Sara Burns, eine Feuerwehrfrau stellt sich ihm in den Weg, obwohl sie weiß, dass das ihren Tod bedeutet. Doch bevor sie geht, will sie Pest mit in den Tod reißen!

Bisher habe ich erst einmal eine belletristische Umsetzung der Reiter der Apokalypse gelesen und die war damals von Larissa Ione. Nun, als ich entdeckte, dass der Verlag Grey Eagle Publications den ersten Teil der Reihe „Pest – Die vier apokalyptischen Reiter“ von Laura Thalassa von Grit Schellenberg übersetzen lies, musste ich natürlich zuschlagen! Doch gerade jetzt, weiß ich nicht recht, wie ich „Pest“, den ersten der Reiter, der die Welt mit Pestilenz überzieht, halten soll und es fällt mir schwer eine Rezension zu seiner und Saras Geschichte zu schreiben.

Was gravierend deutlich ist: Pest bringt tatsächlich die Pest. Nichts wird beschönigt und eine Unmenge an Menschen muss ihr Leben lassen. Laura Thalassa verzichtet gänzlich darauf, aus Pest einen strahlenden, heroischen Held zu machen! Auch wenn selbiger eine güldene Rüstung als auch Krone trägt. Aber halt! Er ist heroisch. Heroisch in seiner Optik. Heroisch darin den Menschen Leid und Tod zu bringen. Das ist wohl das „Göttliche“ an ihm, dieses absolute Fehlen von Menschlichkeit. Er sieht nur seine Aufgabe: Tod der Menschen durch Pest. Was Sara auf den Plan ruft und damit den stetigen Kampf zwischen ihrer wachsenden Liebe zu Pest und ihrer Loyalität gegenüber den Menschen.

Ehe sie sich versieht, wird Sara zu Pests ständiger Begleiterin. Denn dieser kann sehr wohl den Einsatz der Seuche „regulieren“, doch dies tut er nur bei Sara. Warum dem so ist, müsst ihr allerdings selbst lesen, da würde ich zu sehr spoilern. Sara zeigt Pest Menschlichkeit. Spendet den Sterbenden Trost. Zeigt Pest was es heißt menschlich zu sein. Doch wird das genügen um ihn davon abzuhalten sein Werk weiter voranzutreiben? Nur soviel sei gesagt: Das Buch ist keine herkömmliche paranormale Romanze in der der Held die Heldin sieht und ihr holterdipolter sofort mit Haut und Haaren verfällt. Weit gefehlt! Man muss sich definitiv auf das Geschriebene einlassen.

Fakt ist, dass „Pest“ von Laura Thalasse gut geschrieben und von Grit Schellenberg entsprechend gut übersetzt wurde. Weniger gut gefällt mir dieses immer und immer und immerwährende Anreiten von Pest gegen die Menschheit. Ja, er ist ein apokalyptischer Reiter, doch nach dem vierten Dorf, der fünften Stadt in die er die Pest bringt, flaut die Spannung ab. Andererseits braucht es dies, um so die Zeit darzustellen die vergeht und damit die Hoffnung Saras zu zeigen, Pest von der Menschlichkeit der Menschen zu überzeugen.

Und dann, dann kommt wieder so eine Textpassage und ich schmelze dahin. Zitat Anfang: „Pest ist der Allerschlimmste in seiner Natur. Ich habe das Beste von ihm gesehen, aber dieser Teil von ihm, die Zukunft, ist nicht mehr als ein Flüstern einer Möglichkeit, wie Rauch, der sich im Wind verflüchtigt.“ Zitat Ende. (Entnommen aus dem hier rezensierten e-Buch „Pest – Die vier apokalyptischen Reiter, Teil 1“, Verlag: Grey Eagle Publishing, © by Laura Thalasse, 89 % – Seite 402 von 454, Erscheinungsdatum der deutschen Übersetzung: 11. April 2022).

Kurz gefasst: „Pest“ ist einer der apokalyptischen Reiter. Inwieweit er seinem „Ruf“ treu bleibt, wird im ersten, ungewöhnlichen Teil der Reihe „Die vier apokalyptischen Reiter“ von Laura Thalassa erzählt.