New- Young Adult, All Age Rezensionen

L.J. Shen — Die Prinzessin

  • 28. März 2020

Die Prinzessin
L.J. Shen

Originaltitel: Pretty Reckless
Verlag: LYX digital
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07RN7K9Q8
Erscheinungsdatum: 27. März 2020
Genre: New Adult

Teil einer Serie: All Saints High

Teil einer Serie: All Saints High
1) Original: Pretty Reckless / Die Prinzessin (27.3.2020)
2) Original: Broken Knight / Der Rebell (28.7.2020)
3) Original: Angry God / Der Verlorene (21.12.2020)

Klappentext

Bereits mit unserem ersten Kuss waren wir dem Untergang geweiht …
Daria Followhill ist reich, wunderschön und das beliebteste Mädchen der All Saints High. Sie müsste sich wie eine Prinzessin fühlen. Doch ihr Leben ist alles andere als perfekt. Seit sie vor vier Jahren aus Eifersucht die Zukunft der gleichaltrigen Silvia Scully zerstört hat, plagen sie schlimme Schuldgefühle. Als sie nun erfährt, dass Silvias Zwillingsbruder Penn nach dem Tod seiner Mutter kein Zuhause mehr hat, sorgt sie kurzerhand dafür, dass ihre Eltern Penn bei sich aufnehmen. Und obwohl er keinen Zweifel daran lässt, dass er Daria hasst, ist sie machtlos gegen das heftige Kribbeln zwischen ihnen. Dabei weiß sie, dass seine Liebe sie zerstören könnte …

Quelle: LYX digital

L.J. Shen — Die Prinzessin

Kas Bewertung

L.J. Shen — Die Prinzessin

Der Auftaktband von L.J. Shens Serie „All Saints High“ mit dem Titel „Die Prinzessin“, hat mir einige aufreibende Lesestunden beschert! Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem der Leser darüber aufgeklärt wird, was vor vier Jahren genau passierte, als Daria das Leben von Silvia zerstört hat. Kurz davor lernt sie Penn kennen, Silvias Zwillingsbruder. Von ihm bekommt die damals 14-jährige Daria auch ihren ersten Kuss. Das was schön beginnt, endet in einem Desaster.

Vier Jahre später: Penns Mutter ist gestorben und nachdem Penns Vater bereits vor vielen Jahren der Familie den Rücken gekehrt hat, entschließen sich die Followhills, Darias Eltern, Penn in ihrem Haushalt aufzunehmen. Vor allem Melody, Darias Mom möchte etwas gut machen, was ihr bei Silvia nicht gelungen war. Was sie nicht wissen ist, dass sie mit Penn Darias „Feind“ ins Haus holen, der nun nichts unversucht lassen wird, um sich an ihr für das, was mit Silvia passiert ist, zu rächen. Wenn da nur nicht dieses große Anziehungskraft wäre, die zwischen Penn und Daria hin und her funkt.

Holla die Waldfee. „All Saint High – Die Prinzessin“ hat es in sich. Da ist nix mit Friede, Freude, Eierkuchen! Da geht es ab. Und das auf eine Art und Weise, dass ich manchmal das Gefühl hatte, die negative Energie, die während des Lesens zu spüren ist, würde mich erdrücken. Daria ist alles andere als ein „normaler“ Teenager. Sie spielt sich und allen um sich herum etwas vor und im Grunde weiß sie selbst nicht mehr, wer sie eigentlich ist. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist gelinde gesagt zerrüttet und um ehrlich zu sein, mich hat das teilweise so mitgenommen, dass mir Pippi in die Augen geschossen ist.

Ja, Daria ist ein verwöhntes Mädchen, doch der Spruch „Armes, reiches Mädchen“, trifft auf sie dermaßen zu, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Sie hat sich da in Dinge hinein katapultiert, bzw. es geschehen Sachen mit ihr, die einem an die Nieren gehen. Derweilen spürt man regelrecht, wie sehr sich Daria und Penn im Grunde genommen lieben. Wären da nur die Umstände nicht die, die sie nun mal sind. Penn ist „auf der anderen Seite des Bahndamms“ aufgewachsen, also weit weg vom Glamour der High Society, von der Daria ein Teil ist. Er ist geradeheraus, nimmt kein Blatt vor dem Mund und will Rache. Puh, die beiden gönnen sich nichts und es ist so krass als Leser mitzuerleben, wie verzwickt, verwinkelt, düster sich das Leben von Daria und Penn gestaltet.

Was bei „Die Prinzessin“ noch gut rüber kommt ist, dass man mehr über Jamie und Melody Followhill, wir kennen sie aus „Rough Love – Sinners of Saint“, erfährt. Man muss sich das so vorstellen: Normalerweise ist nach einem Happy End Schluss. Als Leser hat man dann das zufriedene Gefühl, dass alles gut und in Butter ist. Doch nun, zeigt sich, dass die Protagonisten von „Rough Love – Sinners of Saint“ auch nur ( so seltsam sich das jetzt auch anhören mag ) Menschen sind, die Fehler machen und im Fall von Melody gravierende Fehler. Die „All Saints High“-Serie baut auf den Geschichten ihrer Eltern auf, die wir alle aus der „Sinners of Saint“-Reihe kennen. Manchmal war mir in „Die Prinzessin“ zu viel Drama, doch summa summarum hat mich „All Saints High – Die Prinzessin“ trotzdem ordentlich mitgerissen.

Kurz gefasst: Intensiv, düster, zerstörerisch und dann wieder voller Liebe.