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König Artus oder doch die Ritter der Kokosnuss?

  • 2. Oktober 2021

König Artus oder doch die Ritter der Kokosnuss?

Geneigte Leserinnen und Leser,

es gibt gewisse Filme, die muss ich mir ansehen. Guy Ritchies „King Arthur — Legend of the Sword“ ist einer davon. Ich habe ihn, glaube ich, schon mindestens 10 Mal genossen und finde es ein fantastisches Spektakel mit glaubwürdig umgesetzten Special Effects. Boah, alleine am Beginn diese RIESIGEN Kriegselefanten. Und Vortigan, gespielt von Jude Law ist so ein super Antagonist! Arthur, verkörpert von Charlie Hunnam, ist sowieso … toll! :3 Außerdem macht die Kameraführung und Filmmusik einfach was her! Jedenfalls in meinen Augen, bzw. Ohren. LOL

König Artus oder doch die Ritter der Kokosnuss?

Freilich, die Umsetzung ist nur an die Excalibur-Mythologie rund um König Artus angelehnt, aber was soll’s. König Arturs sagenhaftes Leben selbst, angeblich herrschte er in Britannien und soll erfolgreich im fünften Jahrhundert gegen Sachsen, Jüten und Co. gekämpft haben, ist wissenschaftlich nicht belegt. Trotzdem wurde in der „Historia Brittonum“ des Mönchs Nennius, zum ersten Mal über ihn und seine Schlachten berichtet. Nennius wob dabei reale Momente mit Überlieferungen zusammen. Je nach Überlieferung nennt man das Schwert Excalibur übrigens auch Caliburn. Geschmiedet vom mythischen Zauberer Merlin auf der vom Nebel umwobenen Insel Avalon. Ein Schwert, das nur vom wahrhaften König Britanniens aus dem Stein, bzw. einem Amboss gezogen werden kann. Als Arthur das in „Legend of the Sword“ tat, fiel er glatt in Ohnmacht, weil er mit der Macht des Schwertes nicht umgehen konnte! Er wollte schlicht kein König sein, sondern einfach nur Arthur, der seine Schäfchen in einem Bordell im Trockenen hatte und sich für die Damen des horizontalen Gewerbes einsetzte, so wie sie sich für ihn eingesetzt hatten, als er als Kleinkind in einem Korb liegend, in Londinium angeschwemmt wurde, als die Damen dort in der Tamesis ihre Wäsche wuschen. Und? Erkennt ihr die Anlehnung an eine andere Figur? Schon, oder? 😉

Egal. Nach Nennius nahmen sich auch noch andere Schreibende dem Leben von Artus (walisisch Arthus) an. Im Falle von Geoffrey von Monmouth gar 600 Jahre später in seinem Bestseller „Historia Regum Britanniae“. Die Informationen daraus griffen Männer wie Wace (um 1110) und Layamon (um 1300) auf. Layamon zum Beispiel, berichtete nun in seiner Colour über König Artus und seine Tafelrunde und Artus Sieg über die Römer. Der Artusmythos schwappte von Britannien natürlich rüber in die Normandie, weiter nach Modena in Italien, wo Arthus Konterfei sogar Platz in fer Archivolte einer Kathedrale fand! Schon krass, wie Legenden am Leben bleiben und weiterentwickelt werden. Aber wie heißt es so schön: Jede Legende hat einen wahren Kern! Nicht vergessen, geneigte Leserinnen und Leser.

König Artus oder doch die Ritter der Kokosnuss?König Artus oder doch die Ritter der Kokosnuss?König Artus oder doch die Ritter der Kokosnuss?

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Meinen ersten Kontakt zur Artus-Sage startete mit dem Historienklassiker „Die Ritter der Tafelrunde“, den ich mir bei meinen Großeltern ansehen durfte. Es folgte „Parceval“, in der Sage um den Heiligen Gral. Ich hatte die Geschichte, das Buch war uralt und in Fraktur gesetzt *krass*, gelesen und habe mir auch den Film „Excalibur – Das Schwert des Königs“ (von 1981) gegönnt. Zwischendurch dann „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley oder auch „Der 1. Ritter“ mit Sir Sean Connery und Richard Gere von 1998. Himmel, wie lange das schon her ist! Seitdem „King Arthur — Legend of the Sword“ 2017 rausgekommen ist, inhaliere ich immer wieder diesen Film. Natürlich gab es für mich zudem die Monty Python-Umsetzung „Die Ritter der Kokosnuss“ (Klick zu zwei Szenen 😀) *bahahaha! wie geil!“

Es versteht sich von selbst, dass nach dem Genuss von „King Arthur — Legend of the Sword“ ein Spruch her musste, der da lautet:

König Artus oder doch die Ritter der Kokosnuss?

*miau* Bis später mal wieder in „Mythologie mit Augenzwinkern“! Eure

Ka