Historisches Rezensionen

Karen Hawkins — Das Geheimnis der schottischen Blume

  • 21. Juli 2016

Das Geheimnis der schottischen Blume
Karen Hawkins

Verlag: Cora Verlag
ASIN: B01F5CGKX8
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2016
Genre: Historical

Teil einer Serie: Hurst Amulett

Klappentext

Schon wieder ein Gentleman, der Jane umwirbt! Das ist ja schlimmer als in der Wüste, als man fünf Kamele für sie geboten hat. Ungehalten beobachtet der berühmte Forscher Michael Hurst das Geschehen auf dem Ball. Lächerlich – nur weil seine Assistentin goldbraune Augen, eine entzückende Gestalt und Lippen hat, die zum Küssen einladen? Doch als er ihr eröffnet, dass sie auf die schottische Isle of Barra reisen werden, reagiert Jane zum ersten Mal launisch und verweigert mit blitzenden Augen jede Erklärung. Hingerissen von ihrem entflammten Temperament, zieht Michael sie an sich. Dann muss er sie eben küssen, bis sie ihm ihr Geheimnis verrät …

Quelle: Cora

Das Geheimnis der schottischen Blume (Historical Gold 301)

Kas Bewertung

Aus Michael Hurst, dem einst kränklichen Kind, ist ein vor Tatendrang und Elan strotzender Archäologe geworden, der sich keinen Deut darum schert, was der Ton über ihn, seine Art oder gar sein Auftreten denkt! Bereits seit 4 Jahren, ist er mit seiner hochqualifizierten, sehr effizienten Assistentin Jane Smythe-Haughton unterwegs, um auf vielen Reisen nach historischen Artefakten zu suchen.

Natürlich versteht es sich von selbst, dass dem Archäologen schon mal Kamele für Jane angeboten wurden, oder ein Sufi sich gar nicht an ihr satt sehen konnte. Selbst als sie vor selbigen einen Tanz aufführte, der alles andere als elegant war. Doch als Frau hat Michael Hurst Jane noch nie wahr genommen. Bis zu dem Zeitpunkt, als auf einem Ball in London plötzlich ein Mann „seiner“ Jane seine Aufwartung macht! Und urplötzlich, sieht er sie mit ganz anderen Augen. Was Hurst nun sieht, gefällt ihm außerordentlich gut!

Die Suche nach dem sagenumwobenen „Hurst-Amulett“, führt die beiden – samt Diener und Tross – auf die schottische Hebriden-Insel Barra! Je näher sie der Insel kommen, desto mehr wird sich Michael Hurst darüber im Klaren, dass er eigentlich so gut wie nichts persönliches über Jane Smythe-Haughton weiß. Außerdem: Wo kommt plötzlich ihr schottisch anmutender Akzent her? Fragen über Fragen bezüglich Jane, türmen sich vor dem Archäologen auf und er ist äußerst bestrebt, auf alle eine Antwort zu finden!

„Das Geheimnis der schottischen Blume“, der vierte Teil der „Hurst Amulett“-Reihe von Karen Hawkins, ist ein spritziger historischer LiRo, der vor allem durch die Wortduelle lebt, die sich Jane Smythe-Haughton und ihr Arbeitgeber Michael Hurst liefern. Es fliegen verbal die Fetzen und man merkt, wie sehr es beide Protagonisten im Grunde genommen genießen, sich aneinander die Schnäbel zu wetzen! Sehr schön war zudem, dass Amun, der kampferprobte hünenhafte Kammerdiener von Hurst, so etwas wie einen Ruhepol, zwischen den beiden gebildet hat! Es ist witzig zu verfolgen, mit welchem Argwohn man Amun begegnet, vor allem unter der schottischen Bevölkerung.

Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass Jane etwas weniger „redselig“ gewesen wäre, was die Suche nach dem Amulett betrifft. Eigentlich hatte ich sie, bis es zu diesen Szenen kam, als jemanden eingeschätzt, der – was die Arbeit betrifft – Stille walten lassen kann. Vor allem gegenüber Personen, die mit dem „Hurst Amulett“ nichts zu tun haben. Doch leider war Jane in diesen Momenten – jedenfalls meines Erachtens – etwas zu gesprächig. Natürlich hat es für den Fortlaufe der Geschichte gesorgt, doch ich hätte mir als Leser, hier eine etwas andere Lösung gewünscht. Doch das ist Kritik auf hohem Niveau, denn „Das Geheimnis der schottischen Blume“ bleibt trotz dieses kleinen Wehmuttropfens, ein toller, lesenswerter Historical aus der Feder von Karen Hawkins.

Kurz gefasst: „Das Geheimnis der schottischen Blume“ beschert dem Leser ein kurzweiliges Lesevergnügen! Die Geschichte lebt Dank eines  sehr sympathischen, liebenswerten Heldenpaares!