Rezensionen Spannendes

K. C. Atkin — In deiner Schuld

  • 12. März 2019

In deiner Schuld
K. C. Atkin

Originaltitel: 
Verlag:
LYX.digital
ASIN: B07JW5NBR7
Erscheinungsdatum: 1. März 2019
Genre: Romantic Suspense

Teil einer Serie: New York Bastards
1) In deinem Schatten
2) In deiner Erinnerung
3) In deiner Schuld

Klappentext

Er wollte ein neues Leben beginnen, doch der Vergangenheit kann man nicht entkommen …
Nathan Maximilian Tucson wollte nach seinem Ausscheiden aus dem Polizeidienst vor allem eins: sein eigener Chef sein und nicht jeden Tag in der Schusslinie stehen. Doch sein selbstbestimmtes Leben mit seiner eigenen Detektei gerät völlig aus den Fugen, als ein grausamer Mord Lissiana und die Cohens in das Visier eines irren Folterers geraten lässt. Um Lissiana zu beschützen, stürzt Nathan sich in die Ermittlungen und trifft auf Skylar Havering, die in ihrer Funktion als Reporterin versucht, dem Vorfall näher auf den Grund zu gehen. Unfreiwillig lässt Nathan sich auf eine Zusammenarbeit mit Skylar ein und bemerkt nicht, dass er sich mit seinen Ermittlungen in viel größere Gefahr begibt, als er jemals war …

Quelle: LYX.digital

Kas Bewertung

Seitdem Nathan Lissiana und John geholfen hat, hat sich sein Leben von Grund auf geändert. Er hat seinen Dienst bei der Polizei quittiert und arbeitet mehr recht als schlecht als Detektiv, als er einen neuen Auftrag bekommt. Keine andere als die knallharte Journalistin Skylar Havering braucht die Unterstützung und das Wissen des Ex-Cops, da ihre Freundin bestialisch ermordet worden ist. Und da Skylars Vertrauen zur Polizei gen Null geht, ist Nathan Tucson ihre Anlaufstelle …

„In deiner Schuld“, dem dritten Teil der „New York Bastards“-Reihe von K.C. Atkin, habe ich mich nicht gänzlich wohl gefühlt. Dies lag nicht am Antagonist, denn dieser hat seine Sache sehr … akribisch gemacht, sprich, seine Rolle sehr gut gespielt, auch wenn ich schnell wusste, wer der Bösewicht ist. Doch es war interessant mitzuerleben, wie Nathan und Skylar im Dunklen gefischt hatten!

Hauptsächlich hatte ich Probleme mit Skylar und parallel dazu mit Nathan. Es erschien mir, als hätte Nathan zwischen dem Ende des zweiten Teils und dem dritten Teil eine Wandlung vollzogen. Ich habe den „alten“ Nathan der Episoden eins und zwei, mit dem Nathan in „In deiner Schuld“ nicht so recht zusammen bekommen. Skylars Sichtweise auf ihre „Arbeit“, also auf die Menschen, über die sie berichtet, gestaltet sich als ziemlich schwarz-weiß oder sollte ich gut-böse, sagen. Sie ist stur, nicht auf den Mund gefallen und eckt gerne an. Dagegen ist nichts einzuwenden, auch wenn sie dadurch kühl und unnahbar wirkt. An sich habe ich nichts dagegen, wenn sich im Laufe des Geschehens eine Entwicklung des Charakters ausmachen lässt, in diesem Fall in Richtung Nathan hin. Doch die lässt ziemlich lange auf sich warten und es erschließt sich mir nicht so recht.

Wenn ich an „In deinem Schatten“ und an „In deiner Erinnerung“ den beiden vorherigen Teilen der Autorin denke, haben sich die Hauptprotagonisten aufeinander zubewegt. Es war „zu spüren“, dass sich emotional etwas tut. Diese Gefühlsebene, ging mir bei Nathan und Skyler ab. Klar, kamen sie sich näher, mir fehlte jedoch die tiefere Darstellung der Entwicklung ihrer Gefühle zueinander, das Kribbeln, das Knistern.

Wie oben bereits angemerkt, der Antagonist hat seine Rolle als „Mörder“ sehr gut gespielt. K. C. Atkin hat die Suche nach ihm spannend, packend und überzeugend geschrieben und mir lief nicht nur einmal ein ängstlicher Schauer über den Rücken, weil hier heftig mit der Angst gespielt wurde. Das, was der Antagonist tut, ist dermaßen perfide und bösartig, das einem schier die Spucke weg bleibt. Auch das Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charakteren der vorherigen Episoden, hat mir viel Lesevergnügen bereitet. Butch, Vicky, John, Lissiana, Savannah und so weiter, kommen einfach super beim Leser an. Es gab in einer rasanten Verfolgungsjagd mächtig Action und es war aufregend mitzuerleben, welches intrigantes Süppchen hinter den Cohens gekocht wird. Abzüglich der mir persönlich zu wenig dargestellten Gefühle zwischen Nathan und Skylar, vergebe ich knappe 4 Punkte.

Kurz gefasst: Ein wahnsinniger Foltermeister, eine knallharte Journalistin und ein ehemaliger Cop, ergeben einen mörderischen Cocktail.