Rezensionen Zeitgenössisches

Jules Saint-Cruz — Solo, Tunes of Passion

  • 27. Dezember 2017

Solo — Tunes of Passion
Jules Saint-Cruz

Originaltitel:
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Velag: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN:Feelings
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2017
Genre: Zeitgenössisch

Teil einer Serie:

Klappentext

Die Geschichte einer unwahrscheinlichen Liebe zwischen einer jungen Cellistin und dem Sänger einer Rockband, die auf den ersten Blick nur eines verbindet: die Leidenschaft zur Musik. Ein wunderschöner Liebesroman von Jules Saint-Cruz.
Judith Armstrong lebt für das Cello-Spiel. Als Tochter berühmter Philharmoniker ist sie mit klassischer Musik aufgewachsen und soll zur ersten Cellistin des San Francisco Orchestras avancieren. Doch es kommt anders: Hals über Kopf verlässt sie die Stadt und wagt einen Neuanfang in Seattle als Cellolehrerin. Fasziniert von der Entdeckung anderer Musikgenres, wird Sie auf die Rockband SOLO aufmerksam. Die Jungs um Leadsänger Lee B. Driver suchen einen Cellisten – ausdrücklich einen Mann. Also bewirbt sie sich als Mann. Die Täuschung gelingt. Judith alias Jude wird Cellist von SOLO und geht mit der Band auf Tour durch den Westen der USA. Es soll der Auftakt zur aufregendsten Zeit ihres Lebens werden, denn Jude könnte SOLO mit ihrem Talent am Cello zum Durchbruch verhelfen – wäre da nicht ihre Maskerade, die sie lähmt und immer schwieriger aufrecht zu halten ist. Vor allem, weil der charismatische Lee ihre Gefühlswelt total durcheinanderbringt …

Quelle: Feelings Verlag

Kas Bewertung

Judith Armstrong spielt begnadet Cello. Ihr musikalisches Talent kommt nicht von ungefähr, denn beide Elternteile sind bekannte Philharmoniker und würden es sehr gerne sehen, dass Judith die erste Cellistin des San Francisco Orchestras werden würde. Doch Judith möchte mehr von der Musik, als Perfektion. Sie möchte Leben, Leidenschaft darin wiederfinden und kehrt darum der Stadt den Rücken zu.

Die Newcomer Rock-Band Solo, allen voran deren Leadsänger Lee B. Driver, brauchen dringend, noch vor ihrer Tour, einen neuen Cellisten und es muss unbedingt ein Mann sein! Dem Aufruf der Band folgen viele Musiker. Doch einer spielt sie alle regelrecht an die Wand: Jude. Hinter ihm versteckt sich niemand anderes als Judith. Das Chaos ist perfekt, denn je öfter Jude aka Judith auftritt, desto größer wird der Druck, der auf ihren „männlichen“ Schultern lastet. Noch dazu ist da diese enorme Anziehungskraft, die Lee auf sie ausübt.

Hinter „Solo – Tunes of Passion“, verbirgt sich mehr als eine Geschichte, die im Rockmusiker-Genre angesiedelt ist. Denn “Solo” von Jules Saint-Cruz geh weiter, es geht tiefer, es ist eindringlicher. Dass es durch die Maskerade von Judith zu Spannungen zwischen ihr und Lee kommt, ist vorprogrammiert. Gewürzt werden diese Elemente mit Wendungen, die der Leser nicht erwartet. Ich dachte einmal: „Nein! Das kann die Autorin doch nicht machen!“. Aber wie gesagt, es gibt Fährten und es gibt Wendungen! 😀

Mir haben die Charaktere von Judith und Lee sehr gefallen und es hat schön zwischen den beiden geknistert. Denn obwohl Lee hetero ist und denkt, Jude sei ein Kerl, kann er sich ihm ( ihr ) nicht entziehen, was unweigerlich zu funkenden Szenen führt. Das, was Lee in der Vergangenheit erleiden wusste, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Es wird eindringlich von Jules Saint-Cruz dargestellt. Überhaupt finde ich, dass das Aufarbeiten von Lees Geschichte einfühlsam und glaubhaft geschildert wurde. Gerne vergebe ich 5 lesenswerte Punkte.

Kurz gefaßt: „Solo — Tunes of Passion“ wartet mit interessanten Charakteren und sehr schönen, eindringlichen Textpassagen auf, die ich sehr gerne nochmal und nochmal gelesen habe.