Rezensionen Spannendes

J.A. Redmerski — Killing Sarai

  • 27. Oktober 2019

Killing Saria
J.A. Redmerski

Originaltitel: Killing Sarai
Verlag: FESTA Verlag

Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07Y2DWW17
Erscheinungsdatum: 17. September 2019
Genre: Dark Romance

Teil einer Serie: In the Company of Killers
1) KILLING SARAI / Übersetzung: 17.9.2019
2) REVIVING IZABEL
3) THE SWAN & THE JACKAL
4) SEEDS OF INIQUITY
5) THE BLACK WOLF
6) BEHIND THE HANDS THAT KILL
7) SPIDERS IN THE GROVE

Klappentext

Mit 14 wurde sie verkauft an einen Drogenhändler, und das von der eigenen Mutter. Geschändet, misshandelt und erniedrigt, hat Sarai schon lange jede Hoffnung aufgegeben, ihrem Gefängnis zu entkommen. Bis eines Tages der Amerikaner Victor das Grundstück betritt …
Victor ist ein kaltblütiger Mörder, der wie Sarai seit seiner Kindheit einzig Tod und Gewalt kennt. Er soll bloß einen weiteren Job erledigen, aber Sarai sieht in Victor die Chance, endlich zu entkommen.
Allerdings laufen die Dinge nicht wie geplant. Befreit von einem gefährlichen Mann, gerät Sarai in die Hände eines anderen. Und die Macht, die sie unbewusst über Victor hat, könnte letztendlich das sein, was sie töten wird.

Quelle: FESTA Verlag

Kas Bewertung

Holla die Waldfee! Da ist man der Annahme mit „Killing Sarai“ auf eines der gängigen „Bad Boy trifft Mädchen-Dark Romance-Schema“ zu stoßen und kann nicht ferner damit liegen. Denn „Killing Sarai“, der erste Teil der „In the Company of Killers“-Serie von J.A. Redmerski erfährt man, dass es auch eine andere Art gibt, an eine Dark Romance heran zu gehen!

„Killing Sarai“ ist eine Geschichte, die eher leise beginnt – und das, obwohl Sarai ihr Leben als Gefangene von Javier, einem mexikanischen Drogenbaron, fristet. Ein Leben, das von Übergriffen auf sie und ihren Körper geprägt ist. Um zu überleben, und so wenig wie möglich aufzufallen, hat Sarai gelernt, vor allen – auch den anderen Mädchen, denen sie mit einstudierter Desinteresse gegenüber tritt – eine Rolle zu spielen, mit einer Ausnahme. Im Grunde weiß sie selbst nicht mehr, wer Sarai tatsächlich ist. Dies wird der jungen Frau so richtig bewußt, als ihr die Flucht gelingt. Dank eines Amerikaners, der von ihrem „Besitzer“ einen speziellen Auftrag bekommt.

Dies ist die erste Szene, in der der Leser die Möglichkeit hat, einen Blick auf Victor zu werfen. Victor gehört einem Orden an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat – gegen eine großzügige Bezahlung versteht sich – Auftragsmorde auszuführen. Und eben so einen, bekommt er von Javier. Als alle Eckpunkte geklärt sind und er das Anwesen des Mexikaners verlässt, wird er sich dessen bewußt, dass er im Auto einen blinden Passagier hat. Doch anstatt Sarai sofort zu Javier zurück zu bringen, nimmt er sie mit sich.

Was dann beginnt, ist eine sehr spannende und eindringliche Geschichte, die durch Sarai und Victor dominiert wird. Manchmal hat mich die Interaktion der beiden fast schon an eine Art Kammerspiel erinnert, in dem die Dialoge im Vordergrund stehen. Wobei man bei Victor schwer von Dialog sprechen kann, da er ein schweigsamer Geselle ist. Doch wenn er etwas sagt, dann hat das Hand und Fuß! Doch keine Angst, es kracht und knallt trotzdem immer wieder an allen Ecken und Enden, so wie es sich gehört, wenn eine ordentliche Portion Action und Gewalt ins Geschehen integriert werden. Denn schnell ist Javier bewußt, dass Sarai sich aus dem Staub gemacht hat. Er will nur eines: sein Eigentum zurück!

Sarai und Victor teilen sich etwas: Jeder für sich, hatte eine leidvolle Kindheit, die immer wieder angerissen wird. „Killing Sarai“ wird sowohl aus der Sicht von Sarai als auch aus der von Victor erzählt. Sehr interessant war auch der Charakter von Victors Bruder Niklas, oder auch Nebencharaktere wie die absolut widerwärtigen Personen Arthur und Mary Hamburg, wenn ich nur daran denke, kommt mir das kalte Grauen! Izel spielt Javiers brutale Schwester mit Bravour und man kann gar nicht anders, als sie nicht zu mögen. Normalerweise, wenn man denn in diesem Genre unterwegs ist, fallen die Protagonisten bereits nach kurzer Zeit zusammen ins Bett. Dem war hier nicht so! Auch das war herrlich anders. Andererseits wäre es unglaubwürdig rüber gekommen, wenn dem so gewesen wäre! Volle Punktzahl, für diesen ungewöhnlich ‚Dark Romance‘.

Kurz gefasst: „Killing Sarai“ bietet weitaus mehr als dunkle Lüste und gängige Wege.