„Imbolc oder Lichtmess ist dieser Moment zwischen Winter und Frühling,
wenn Kerzen mehr sind als Deko und draußen das Tageslicht ganz leise „Bald“ flüstert.
Mythologie, Übergänge – und warum das alles verdammt gut tut.“
Geneigte Lesende!
Wir begehen in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar – Imbolc, dann Lichtmess – wenn die Dunkelheit langsam den Rückzug antritt und das Licht wieder neugierig spitzt, genau 40 Tage nach Weihnachten. Streng genommen ist Lichtmess ein christlicher Feiertag. Kerzenweihe, Darstellung Jesu im Tempel, das ganze Programm.
Aber ich werde da natürlich ein bisschen tiefer graben. Denn unter dem Weihrauch liegt – Überraschung!!! – alte Mythologie, ein Hauch Heidentum und ziemlich viel Symbolik. *hihi*
Warum Lichtmess eigentlich ein Übergangsritual ist
Lichtmess liegt genau dazwischen: zwischen Winter und Frühling — zwischen Rückzug und Erwachen — zwischen „Ich will meine Ruhe“ und „Oh. Da ist wieder Lust auf Leben.“ Die Tage werden spürbar länger. Nicht dramatisch, aber merklich. Sogar die Vögel fangen nach der Winterruhge allmählich wieder an zu zwitschern! Einfach schön.
Wir Menschen sind lichtaffine Wesen. Gib uns mehr Sonne — so wie heute in unserer Region, und plötzlich denken wir wieder positiver. Kein Wunder also, dass Imbolc, Lichtmess seit Jahrhunderten als Schwellentag gilt. Ein Übergang sowie ein Innehalten, auch ein kollektives Durchatmen.

„Die ewige Flamme in Kildare … symbolisierte Brigids Verbindung zum Feuer und ihre transformierende, beschützende Natur.“
Zitat von Centre of Excellence, Brigid in Celtic Mythology, 2021 (Zugriff: 2. Februar 2026)

Imbolc, Brigid & das Feuer unter der Asche
Bevor der Tag christlich wurde, hieß er bei den Kelten: Imbolc. Ein Fest zu Ehren der Göttin Brigid – Lichtbringerin, Hüterin des Feuers, Göttin der Poesie und Heilung. Brigid ist Licht, Wärme, Schöpfung, Inspiration … und genau da sitzt Erotik ja auch: im Lebendigen, im Puls, im Es-regt-sich-was. Das passt exakt.
Brigid steht für das erste innere Brennen, lange bevor draußen alles blüht. Für das leise „Warte ab. Es kommt.“ Man zündete Kerzen an, ehrte das Herdfeuer, segnete Quellen – alles Symbole für Leben, Wärme, Fruchtbarkeit und Neubeginn. Kurz gesagt: Imbolc ist kein Knall. Es ist ein Versprechen. Zudem war Brigid (auch Brigit/Bríde) Teil der Tuatha Dé Danann, dem mythologischen Göttergeschlecht der alten Iren.
Was hat es mit den Kerzen auf sich?
Kerzen sind Imbolc und Lichtmess pur. Und wenn wir ehrlich sind: Kerzen sind nie nur Kerzen. Sie sind flackerndes Licht, Wärme, Schatten an den Wänden. Die Zeit wird langsamer, und Gespräche werden tiefer. Blicke halten länger. Ja, Kerzen sind ein intimes Symbol und stehen für Nähe, Konzentration, Erwartung. Für diesen Moment, in dem man weiß: Jetzt passiert gleich etwas. Mythologisch gesehen ist Licht nie neutral.
Es enthüllt. Es zieht an. Es weckt. Und ja – es ist auch verdammt romantisch.
Von der Wintergöttin zum Frühlingsflirt
In alten Erzählungen zieht sich um Imbolc herum die Wintergöttin zurück – manchmal widerwillig – während die junge, helle Kraft von Brigid langsam die Bühne betritt. Nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit einem Blick, einem Lächeln, einem ersten Hauch von Wärme. Das ist kein brutaler Machtwechsel. Das ist eher ein kosmisches „Na gut … dann du jetzt.“ Und genau das macht Imbolc so reizvoll: Es ist kein Ende. Es ist ein Übergang. Und Übergänge sind … nun ja, erzählerisch ziemlich sexy. *zwinkert mit dem rechten auge*
Romances, die zu Licht, Kerzen und dem nahenden Frühling passen
Wenn man Imbolc/Lichtmess liest – oder fühlt –, passen besonders Romances, die eines gemeinsam haben: Wärme nach der Kälte. Nähe nach der Einsamkeit. Licht nach Dunkelheit. Ein, zwei passende Empfehlungen:
Alex Lidell — Ihr königliches Drachenrudel
Eine Frau und mehrere Männer … upsi, Drachenwandler. 😀 Wenn das nicht zum heutigen Thema passt. Feuer. Erotik. Paranormal.
*KLICK zur Rezension*
Ria Wolf — Keltische Nächte
Genau an einem keltischen Feiertag sürzt die Protagonistin in die Trave und damit in die mittelalterliche Vergangenheit!
*KLICK zur Rezension*


Warum Imbolc, Lichtmess uns bis heute anspricht
Es erinnert uns daran, dass nichts abrupt heilt oder endet. Dass Licht nicht explodiert, sondern wächst. Und dass Neubeginn oft leise ist. Vielleicht zünden wir deshalb noch immer Kerzen an und lesen genau jetzt lieber Romances, in denen Nähe langsam entsteht. Vielleicht sehnen wir uns im Februar gezielt nach Geschichten, die sagen: Halte noch ein bisschen durch. Es wird wärmer.
Imbolc/Lichtmess ist kein frommer Kalenderpunkt. Es ist ein mythologisches Schulterklopfen. Und ganz ehrlich? Wenn ein Fest perfekt zu Kerzen, leiser Magie, Übergängen und Romances mit Herzklopfen passt – dann dieses.
Bis zum nächsten „Mythologie mit Augenzwinkern“
Eure
Ka
Bild „Brigid“: Erstellt mit Hilfe einer KI
