Blog Kas Tatsachenbericht

Ich gebe es zu. Ich habe ein e-Book zurück gegeben.

  • 15. Mai 2022

Richtig gelesen geneigte Lesenden,

ich habe tatsächlich ein e-Book zurück gegeben. Das mache ich normalerweise nicht. Doch bei dem Buch, welches ich zurück gab, lag ein – für mich persönlich – sehr triftiger Grund vor. Nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hätte – soweit bin ich gar nicht in die Tiefe gedrungen – sondern, weil im Buch die Umlaute „ü, ö, ä“ nicht als solche geschrieben waren, sondern als

„ue, oe, ae“

und das geneigte Lesende, hat mir das Lesen dermaßen vergällt, dass ich nach den ersten 3 Seiten aufgab. Zugegebenermaßen dachte ich mir, dass wenn ich mir das noch mannigfaltig-häufige Seiten antun würde, ich spätestens nach 25 Seiten meinen e-Bookreader – samt „ue, oe, ae“ in die Ecke gepfeffert hätte. Derweilen kann mein Reader gar nichts dafür und weil ich meinen e-Bookreader liebe *streichelt vorsichtig über selbigen*, habe ich das Buch zurück gegeben.

Ich empfinde es als extrem anstrengend mir die Umlaute sozusagen selbst zusammen setzen zu müssen. Im Klappentext selbst findet man nur ganz normale „ü, ö, ä“ von „ue, oe, ae“ keine Spur. Keine Ahnung, wie solch ein Buch auf dem deutschen Markt (es war eine Übersetzung aus dem Englischen) überleben will und keine Ahnung, wie man einem Autor empfehlen kann, eine Übersetzung dermaßen zerhackt auf den Büchermarkt zu bringen. Sorry, ich kann da nur den Kopf schütteln. Hätte ich lieber mal die Leseprobe gelesen, dann hätte ich den Braten sofort gerochen. Aber Ihr wisst ja:

Hätte. Hätte. Fahrradkette.

Neugierig wie ich bin, habe ich mir gerade eines der andren übersetzten Bücher des Autors angesehen – also die Leseprobe – und siehe da! Keine Spur von „ue, oe, ae“ sondern nur wunderhübsche „ü, ö, ä“. Geht doch! Vielleicht sollte ich mir das kaufen? Mal sehen.

In diesem Sinne

Ka