„Ich zerfließe langsam im Pool bei 36,6 Grad im Schatten, während SUBsi-Lou meinen SuB bewacht und Hektor in seiner Drachenhöhle schmökert.
Ein kleiner Hitzekoller aus meiner Bücherwelt – mit Schwimmdonut, 30,5-Grad-Pool und dem Wunsch nach einer persönlichen Schneewolke.“
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Geneigte Lesende!
Wundert euch bitte nicht, dass es hier in den letzten Tagen ein bisschen ruhiger war. Es ist nicht so, dass ich nichts zu erzählen hätte. Es ist eher so, dass ich zerfließe.
Ganz langsam.
Stilvoll vermutlich nicht.
Mein Gehirn gleicht inzwischen einer Matschanlage. Allerdings keiner von diesen fröhlichen, kalten Matsch-Anlagen, in denen Kinder begeistert herumplanschen, sondern einer, die mit warmem Wasser betrieben wird. Also quasi Hirn-Matsch deluxe. Nur ohne Deluxe. *seufzt dramatisch in richtung ventilator*
Selbst Hektor, mein bekanntlich sehr heißblütiger Bücherdrache, hat kapituliert. Der liegt nur noch dekorativ in seiner Drachenhöhle herum, ausgestreckt wie ein mittelalterlicher Bettvorleger mit Flügeln, und schmökert in seinen Lieblingsbüchern. Ab und zu blinzelt er mich an, als wollte er sagen: „Ka, ich bin ein Drache. Ich atme Feuer. Aber DAS hier ist übertrieben.“
Tja. Wenn sogar ein Drache die Hitze persönlich nimmt, dann wisst ihr Bescheid.

Ohne Worte … *höhö*
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Immerhin schwingt er sich in den kühleren Nachtstunden noch in den Nachthimmel, dreht ein paar Runden über den Dächern und versucht, sich den Wind um die Schuppen wehen zu lassen. Angeblich hilft das beim Abkühlen
Und SUBsi-Lou?
Pah!
Die sitzt wie eine Glucke auf meinem SuB und genießt die Ruhe, die ich ihr unfreiwillig gönne. Denn während ich sonst ja immer mal wieder versuche, meinen Stapel ungelesener Bücher wenigstens symbolisch zu reduzieren, lese ich momentan hauptsächlich in neu gekauften Büchern. Ja, ich weiß. Das ist nicht hilfreich. Aber es ist heiß. Und bei Hitze gelten andere Regeln.
Zum Beispiel mit dem Hintern im Schwimmdonat sitzen.
Wenn es irgendwie möglich ist, dümple ich nämlich im Pool herum, lese ein bisschen, starre ein bisschen ins Wasser und tue so, als wäre das alles sehr entspannend. Was es auch wäre, wenn der Pool inzwischen nicht selbst schon 30,5 Grad hätte. Abkühlung ist das nicht mehr. Das ist eher lauwarmes Teekochen mit Ka drin.
Aber hey: Man gönnt sich ja sonst nix, ne?
Mein Büro dagegen ist weiterhin eine Brutstätte für mögliche Hitzschläge. Ich meide es daher so gut es geht. Abgesehen von jetzt gerade. Aber es ist ja auch erst halb sieben am Morgen, da geht es temperaturtechnisch noch irgendwie. Also theoretisch.
Praktisch klebt mein Hintern schon wieder am Bürostuhl fest, meine Oberschenkel haben eine innige Verbindung mit der Sitzfläche aufgebaut, und meine Unterarme pappen am Schreibtisch, während ich diese Zeilen tippe.
Das, geneigte Lesende, ist … bah.
Falls hier also in den nächsten Tagen weiterhin weniger passiert als sonst, dann liegt das nicht an fehlender Leselust. Die ist da. Irgendwo. Vermutlich schwimmt sie gerade mit mir im Pool herum und versucht, nicht unterzugehen.
Bis dahin lese ich langsam, schwitze engagiert und lasse Hektor dekorativ vor sich hin schmökern.
SUBsi-Lou bewacht derweil meinen SuB, als wäre er ein goldenes Drachenei.
Und ich?
Ich warte auf Regen.
Oder Wind.
Oder eine persönliche Schneewolke über meinem Schreibtisch.
Ka

Bildquelle „Sommerhitze-Kollage“: Gestaltet von Ka mit Hilfe einer KI.