Kas Tatsachenbericht

Geschwollen. Entzündet. Feuerrot. >·<

  • 21. Januar 2022

Geneigte Leserinnen und Leser,

kaum habe ich die Bronchien – Dank Chemie – wieder einigermaßen im Griff, ist letzten Mittwoch die nächste Misere angelaufen. Wäre ich Pessimist, würde ich „Wird nicht mein Jahr!“, von mir geben. Da ich aber keiner bin, erspare ich euch das! 😀

Kurz erzählt, weil ich mit dem Tippen außer Gefecht gesetzt bin und einein-halbhändig ist das nur lästig und auf dauer schmerzhaft:
Letzten Mittwoch habe ich Schuhe in ein Holzregal geräumt und hudel-hudel habe ich meine rechte Hand zu abrupt rausgezogen und mit mit dem Mittelfinger der rechten Hand, mit dem mittleren Gelenk, mit Schmackes am Regal angestoßen und habe mir dabei einen Holzsplitter eingezogen. Der Stand dann so lustig aus dem Finger raus und hat mich angegrinst, während mir ein schmerzhaftes Zischen entwich. Ich näher ans Licht gegangen, um den Übeltäter genauer ins Auge zu fassen. War ein ziemlicher dicker Kerl, will ich meinen. Darum habe ich ihn beherzt am Schlawittchen gepackt und rausgezogen. Tirilli und Hoppsassa an nichts Böses gedacht, außer dass mir der Knöchel ziemlich weh tat. Aber da ich nicht wehleidig bin, habe ich mir vor dem Zubettgehen einfach einen Salbenwickel aus Arnika gemacht. Nächster Tag, selbes Spiel: Arnikawickel usw. etc.

Es war diesen Dienstag und inzwischen waren 7 Tage vergangen, mein Knöchel geschwollen, feuerrot, pochend, und … zarte Gemüter mögen jetzt nicht weiterlesen … eitrig. Hilft nix. Muss ich mir ansehen lasse. Doktore in der Notaufnahme nahm den Knöchel unter die Lupe: „Wie lange laufen Sie schon so rum?“ Ich so: „Ähm, eine Woche (?). Aber so gruselig erst ein paar Tage.“ Der Gute viel aus allen Wolken – logischerweise. Denn was ich nicht wußte in meiner „Das wird schon wieder-Mentalität“ war, dass mich das schlimmstenfalls meinen Finger kosten kann, wenn sich der Entzüngungsherd im Gelenk einnistet. Asche auf mein Haupt. Doktore „Ich muss da jetzt reinschauen und werde eine Kanüle nehmen, weil ein Skalpell am Knöchel zu gefährlich werden kann. Wollen Sie eine Narkose?“ Ich darauf: „Schmerzt das mehr, links und rechts in den Finger die Betäubungsspritze zu setzen oder an der Wunde zu schnippeln?“ Letztendlich habe ich mich gegen eine Narkose entschieden und mir ohne am Finger werkeln lassen. Hat gepaßt! 😉

Es dauerte nicht lange, da kam der … zarte Gemüter mögen jetzt wieder nicht weiterlesen … Eiterherd heraus und ZACK DIE BUMM, spritze ein ca. 1 cm langer Holzspan aus der offenen Wunde nach draußen. Das kleine Scheißerchen hatte sich oberhalb meines Knöchels gemütlich gemacht und meinen Finger aufs fast doppelte anschwellen lassen. Grausig. Doch das schaurige Ende folgt noch: Muss schon wieder 1000er Penicillin nehmen, wegen des Entzündungsherdes und das ja nichts am Gelenk zurück bleibt. Selber schuld Ka!

Sorry, aber ich muss Schluss machen, bin inzwischen beim Fingersuchsystem-Tippen angelangt und das kostet zu viel Zeit und macht mich ungeduldig!!!

Bis später, sobald der Verband ab ist und ich rechter Hand wieder mehr Bewegungsfreiheit habe … und weniger Schmerzen *kleinlaut zugebe*

Ka

P.S. Doktorchen meinte noch, ich hätte massen Glück gehabt, dass ich gegen Tetanus geimpft bin! Hätte echt übel ausgehen können, die Sache mit diesem Holzspan …