New- Young Adult, All Age Rezensionen

Gena Showalter — Brennende Sehnsucht

  • 29. August 2016

Broken Hearts — Brennende Sehnsucht
Gena Showalter

Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3956495915
Erscheinungsdatum: 15. August 2016
Genre: New Adult

Teil einer Serie: The Original Heartbreaker

Klappentext

Auf jeder Party punkten, reihenweise Typen abschleppen und die weibliche Konkurrenz locker abhängen: Keine Frage, Harlow ist die Flirt-Queen von Strawberry Valley. Bis ein Schicksalsschlag sie aus der Bahn wirft und sie entschlossen einen Schlussstrich unter ihre wilde Vergangenheit zieht. Jetzt will sie nichts mehr von Oberflächlichkeiten wissen. Zu dumm, dass sie sich ausgerechnet in Beck Ockley verknallt. Der ist zwar theoretisch der perfekte Kandidat: umwerfend sexy, Millionär, verboten charmant. Aber leider total allergisch gegen jede Art Bindung. Dabei knistert es wahnsinnig zwischen ihm und Harlow und er scheint ihre Gefühle zu erwidern … Sein rätselhaftes Verhalten fasziniert sie immer mehr. Erst als sie erfährt, was wirklich dahintersteckt, begreift sie, worauf sie sich eingelassen hat …

Quelle: MIRA Taschenbuch

Broken Hearts - Brennende Sehnsucht

Kas Bewertung

Bewertung 04

Harlow Glass war ein fürchterlich tyrannischer Teenager, die alle in ihrer Umgebung verbal nieder gemacht hat. Egal ob Mitschüler oder Erwachsener. Sie hat sich an kleinen „Unzulänglichkeiten“ anderer festgebissen, sich in bestehende Beziehungen gedrängt, um den für sich gewonnen Kerl, kurz darauf den „Glass-Laufpass“ zu verabreichen. Kein Wunder also, dass sie in Strawberry Valley, der Kleinstadt, in der sie lebt, alles andere als beliebt ist. Daran ändert auch der Schicksalsschlag nicht, der sie zwingt, ihr zu Hause zu verlassen.

Beck Oackley und seine Freunde Jase ( aus „Broken Hearts – Gefährliche Nähe“ ) und West, haben reichlich Geld gemacht. Ihre Software-Firma ist erfolgreich und zusammen haben sich die Männer ein altes Farmgebäude in Strawberry Valley gekauft und renovieren lassen. Das Haus gehörte vorher der Familie Glass. Als Beck, ein notorischer Frauenheld, eines Abends mit einer weiteren Eroberung nach Hause kommt, findet er einen Dieb in der Küche vor: Niemand anderen, als Harlow!

„Broken Hearts – Brennende Sehnsucht“ von Gena Showalter hat mir gefallen, obwohl im Laufe der Geschichte ein paar kleine Poltersteine eingebaut sind, die meinen Lesegenuss, nun ja, etwas ins Stocken brachten. Der Einstieg in diesen zweiten Teil der „The Original Heartbreaker”-Reihe war flüssig, witzig und ansprechend zu lesen, und man stellt sich als Leser gerne auf die beiden Hauptprotagonisten Beck und Harlow ein, deren Vergangenheit alles andere als rosig ist.

Da ist zum einen Harlow, die auf mich einen sehr sympathischen Eindruck gemacht hat. Sie ist eine junge Frau, die in ihrem Leben einiges mitmachen musste. Denn Worte können genauso seelische Wunden reißen, wie körperliche Schmerzen. So geschah es auch nicht ohne Grund, dass sie in Teenagertagen alle Leute um sich herum verletzt hat. Sie hat schlichtweg, wie ein wütendes Tier um sich geschlagen. Harlow hat sich nun, da sie erwachsen ist, eine Art mentales „Büsser-Gewand“ angezogen. Nur so kann ich mir erklären, dass sie alles, aber auch wirklich alles, was die Bewohner von Strawberry Valley ihr antun, zulässt. Ab einem gewissen Punkt, hätte meines Erachtens ihre Selbstwertgefühle, dem entgegen steuern müssen. Im Bezug zu Beck, hat sie es auch bewiesen, in dem sie ihm genau klarlegt, was sie in einer Beziehung erwartet.

Zum anderen ist Beck ein Charakter, der mir in seinen Grundzügen sehr gefallen hat. Er ist ein Mann, der in seiner Kindheit viel Schrecken erfahren musste, was seine Bindungsangst und sein stetiges „Bäumchen wechsle Dich“ erklärt. Es ist toll zu verfolgen, wie er sich mit seinen beiden Freunden Jase und West kabbelt. Man spürt, wie gerne sich die drei Männer haben, schließlich wurde ihre Freundschaft unter schlimmen Bedingungen geschmiedet! Die erotischen Szenen zwischen ihm und Harlwo waren Showalter-like schlicht und ergreifend; Funken sprühend! Die Autorin schafft es herrlich, dieses Kribbeln zwischen den Protagonisten in Worte zu fassen.

Im Bezug auf Harlow, wäre ein, wie soll ich sagen, ein früheres auf sie einlassen, der Geschichte sicherlich dienlich gewesen. Wobei mir nicht sehr gefallen hat, wie die beiden manchmal miteinander umgegangen sind: Er macht ihr kostspielige Geschenke, die Harlow urplötzlich annimmt, obwohl sie vorher jedwede Unterstützung von sich gewiesen hat? Und das ohne großartige Aufklärung warum das plötzlich so ist? Summa summarum hat mir „Brennende Sehnsucht“ gefallen und wären diese Wehmutstropfen nicht gewesen, hätte ich das Buch rundum genießen können. 4 Punkte.

Kurz gefasst: In einer Kleinstadt wie Strawberry Valley vergisst man die Vergangenheit nicht.  Allerdings zeigt sich letztendlich auch hier, dass Taten mehr aufzeigen, als Worte.